Beilage zu.N 14 des Anzeigeblattes.
Vermischte Nachrichten.
27K) Gießen. Wir beehren uns hiermit anzuzeigen, daß das Liebhaber- im Vnufe der näeinten zwei Mengte noch Itnfcr^ttltnitQCit ver- anstaltet, und daß die Abonnementsliste für dieselben bereite in Umlauf gesetzt ist. Die Bedingungen sind ganz die seitherigen. Daraus machen wir noch besonders aus- merksam, daß für einzelne Vorstellungen feilte Karten abgegeben werden. — -Jnbem wir um recht zahlreiche Ein;eichnung ersuchen, bemerken wir, daß bei diesen drei Unterhaltungen folgende Stücke unter Leitung eines tüchtigen Regisseurs zurAuf- fiibrung koU!men; „Der reisende Student, oder: das Donnerwetter," ^Das Glas Wasser, ober: Ursachen und Wirfunqen," und „Der Brey Händler aus Dberösierreich “
Die Tage, an welchen die Unterhaltungen stattfinden, werden in diesem Blatte besonders angezeigt.
Gießen im Februar 1853.
______ Der Vorstand des Liebhaber-Theaters.
236)
Reisegelegenheit nach Amerika
über
Abfahrt von Mainz jeden Mittwoch.
begleitet Passagiere werden durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehasen nnn—«ben Speditionen, billige Preise und genaue Erfüllung der eilige- gaugenen Verbindlichkeiten werden diese Reisegelegenheit auch ferner empfehlen.
Concessionirte Haupt-Agentur in Mainz:
Nähere Auskunft, Prospekte und Ueberfahrtsverträge erthcilt ‘ ?
Der koncessionirte Agent in Gießen:
I. Lanckert,
Neuebäue B. 67.
288) Gießen. Ein grüner Gcld- bcutel mit ohngesähr 7 fl. Geld ist einem sehr bedrängten Manne auf dem Wege vom Markt bis in die Neustadt verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe in der Redact. d. Bltts.' abzugeben.
277) Gießen. Alte, jedoch noch brauchbare Wandgestelle werden zu kaufen gesucht. Von wem? sagt Ausa. d. BlNs. ”
273) Eine Amme wird in der Nähe diesiger Stadt zu einem Kinde von 4 Mottaten gesucht. Näheres bei der Erpcd. d. Bltls.
273) Gießen. Das diesjährige Cäcilienfest wird Donnerstag den 17. Februar im Saale des Gasthauses zum Einhorn stattfinden. Für diejenigen ver-
ehtlichen Mitglieder der Concertgesellschast, oder des akademischen Gesangvereins, welchen die Subsceiptionsliste noch nicht zu» gekommen sein sollte, sowie für Stndirende, welcke durch Mitglieder der genannten Gesellschaften eingeführt sind, sind Eintrittskarten — für Familien zu 1 fl. 12 fr., für einzelne Herren zu 48 fr. — von Mittwoch Nachmittag an in der I. Ricker'fchen Buchhandlung zu erhalten.
Gießen den 14. Februar 1853.
Der Vorstand des afademischeu Gesaiigvercins.
288) Gießen. Ein vollständiges Eremplar deS hier erschienenen Blattes: »Das Laternemännchen" wird gegen den Abonnementspreis zu fünfen gesucht. Der Betrag fann bei der Erpcd. b. Bltts. erhoben werden.
286) Gießen.
Nachricht für Kunst- und Theaterfreunde.
In den nächsten Tagen haben wir einen seltenen Kunstgenuß zu erwarten. Der rühmlichst befannte föniglick würtembergische Hof-Opernsänger, Herr von Kal er attS Stuttgart mit seinen vier Kindern, wird im Saale des GastboseS zum Prinz Carl einige theatralisch-musikalische Vorstellungen geben.
Wie wir schon von mehreren Kunstkennern gehört haben, sollen diese vier Kinder Ausgezeichttetes leisten, und besonders in der letzten Zeit in Stuttgart vor dem allerhöchsten Hofe, als auch in Frankfurt und Hanau mit außerordeiitlichem Beifall sich i producirt haben, und lassen daher einen | vor uns liegenden Bericht aus Stuttgarter Blättern zur Bestätigung des oben Gesagten folgen.
„Seitdem wir Gelegenbeit hatten, die Talente einer Therese und Marie Mila- nollo zu bewundern, hat uns nichts so überrascht, als daö erste Auftreten der vier Kinder des Hrn. von Kaler im königlichen Redontensaale. Das zahlreich versammelte Publicum war in gespannter Erwartung, was auch wohl die vier von 8 bis 13 Jahre alten Kinder zur Unterhaltung beitragen können. Ebenso konnte man aber auch ein Erstaunen bet dem Auditorium wahrnehmen, wie es mit großer Aufmerksamkeit die ausgezeichneten Talente dieser Kinder bewunderte, welche durch ihre Leistungen sowohl im Spiel als auch Gesang Vorzügliches boten.
Wenn nun in einer Zeit, wo man nicht gewohnt ist, von Kindern Stücke und kleine Singspiele aufführen zu sehen, Herr von Kaler mit feinen Kindern überall so lebhaften Beifall findet, so ist dies jedenfalls ein Zeichen von besonderer Befähigung, und es bietet ein ungewöhnliches Interesse, diese Vorstellungen zu sehen, und wir sprechen die Ueberzengung aus, daß gewiß Niemand unbefriedigt daö Theater verlassen wird, denn es ist wirklich der Mühe werth, die Darstellungen dieser liebenswürdigen Kinder zu sehen. Herr von Kaler selbst erfreute uns durch den Vortrag einiger Lieder, und bewährte seine Meisterschaft als Sänger von attsgezeichnetem Ruf."
Indem wir die hiesigen Theaterfreunde auf diesen seltenen Kunstgenuß aufmerksam machen, bemerken wir noch, daß Hr. von Kaler sein eigenes Theater von einem berühmten Theatermaler neu verfertigt mit sich führt, und cs soll und freuen, wenn wir bald Gelegenheit haben, und von dem Vorgesagten überzeugen zu können.


