Ausgabe 
13.4.1853
 
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456) Gießen. Das seither von Wittwe Seipp bewohnte Hinterhaus ist anderweit zu vermielhen und sogleich zu beziehen. D i ck o r e.

767) Gießen. Im Busch'schen Garten ftnb mehrere möblirte Zimmer zu vermielhen.

743) Gießen. Ein möblirtes Zim­mer ist zu vermielhen bei

Jean Gertig.

74?)) Gießen. Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermielhen bei Salomon Heichelheim, Wallthorstr. neben dem Darmstädter Haus.

737) Gießen. Bei Hofgerichts- Advocat Kraus ko Pf sind einige möblirte Zimmer mit Cabinetten zu vermiethen und können sogleich bezogen werden.

741) Gießen. Ein möblirtes Zim­mer ist zu vermiethen bei F. Lotse.

742) Gießen. Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermielhen und sogleich zu beziehen bei Marg ut h

an der Sladtkirche.

668) Gießen. In der Haubach'- schen Behausung in der Löwengasse ist ein Logis zu vermiethen, welches noch im Laufe d. Mts. bezogen werden kann. Näheres ist bei Daniel Wirth zu erfahren.

735) Gießen. Ein möblirtesZim­mer ist zu vermiethen bei

Metzger Carl Sack auf dem Seltersweg.

736) Gießen. Das seither von Hrn. Revisor Stock bewohnte Logis ist anderweit zu vermielhen.

C. Hensel.

725) Gießen. Mehrere Familien- Logis sind zu vermielhen bei

Schuhmacher Pb. Pfaff, Kaplansgasse.

696) Gießen. Im unteren Stock des Müller'schen Hauses vor dem Sel- tersthor sind zwei aueinanderstoßende möb­lirte Zimmer zu vermielhen.

663) Gießen. Eine kleine Fami­lienwohnung, bestehend aus einer großen Stube, einer Kammer, Keller und Mitge­brauch der Waschküche, ist in meinem elter­lichen Hause in der Löwengaffe zu ver­miethen. Liebhaber hierzu wollen sich an mich wenden. F. Berg.

Schuhmacher.

633) Gießen. In Lit. D. Nr. 12 auf der Mäusburg ist ein Familien-Logis zu vermiethen und kann alsbald bezogen Werden.

622) Gießen. In dem Groß- mann'scheu Hause auf dem Lindenplatz sind mehrere Logis zu vermiethen.

664) Gießen. In Lit. D. Nr. 19 nni Markt ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet und Sopha zu vermiethen.

663) Gießen. Im RaibschöffSeipp'- schen Hause am Selterser Thor ist ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Cabinet zu vermiethen und das Nähere bei Hof­gerichtsrath Schäffer zu erfragen.

659) Gießen. Ein möblirtes Zim­mer ist zu vermielhen und gleich beziehbar bei Louis Busch, i

723) Gießen. Bei Schuhmacher i Junker ist ein Logis zu vermiethen.

Vermischte Nachrichten.

734) Gießen. Bei der heute statt- gefundenen Verloosung der Schuldverlchrei- bungen des Gesellschafts-Vereins sind die Nummern 127, 142 und 217 herausge­kommen, was mit dem Anfügen zur Kcnnt- niß der Betheiligten gebracht wird, daß von den erwähnten Schuldverschreibungen die Zinsen nur bis 1. Juli d. I. bezahlt werben.

Gießen den 6. April 1853.

Der Gesellschafts-Vorstand.

769) New-York, 11. März. Nachstehende, in der hiesigen. Staats- Zeitung erschieneneGegen-Erklärung" möge dazu dienen, zu ermessen, was von den öffentlichenDank-Adressen" über Verpflegung und Behandlung auf Aus­wanderer-Schiffen in der Regel zu halten ist.Gegen-Erklärung: Wir Endcsuiikerschriebene, die wir am 23. December 1852 mit dem Bremer Barkschiffe »Beta," Capt. G ustavus, von Bremerhafen aus nach New-York absegellcn, bezeugen hiermit durch unsere Namensunterschrift: 1) daß sowohl die Localitaten des Schiffes, wie auch das Schiff selbst, bei unserer Abfahrt schon sich in desectem Zustande befan­den, z. B., daß die Cajüte weder zugemachl werden konnte, noch in den Speigaten derselben sich Stöpsel befanden, so daß das Wasser von der Lichtseite ftetS frei durch die Cajüte lief und unsere Kisten durchnäßte, und der Zinkbeschlag dermaßen zerfetzt war, daß bas Werg zwischen den Planken am Bug des Schiffes lang heraushing; 2) daß jenen Nebelständen an der Cajüte trotz aller Beschwerden nicht abgeholsen wurde, biS einer der Passagiere, Th. Bracklow auS Altona, nach längerer Zeit selbst Stöpsel zu den Speigaten anfertigte; 3) daß die Behandlung der Passagiere abseiten der Steuer­leute eine wahrhaft rohe war, bis es den Passagieren gelang, ihnen durch vereinte energische Opposition zu imponiren; 4) daß anfänglich eine Reinigung der Localitaten wegen Mangels an Reinigungsrequisiten nicht gehörig beschaff- werden konnte; 5) daß die PrivelS in einem schaudererregend schlechten Zustande sich befanden; 6) daß die Steuerleute, ganz besonders aber der Obersteuermann, einige wüste und blödsinnige Passagiere zu den gemeinsten Zoten und Zänkereien stets aufhetzten und animirtcn, auch mit einigen leichtfertigen WetbSleuten Unanständigkeiten trieben ; 7) daß das Fleisch dermaßen verdorben war, daß es sehr häuflg über Bord geworfen weiden mußte und wir erst in den letzten 10 Tagen unserer neunwöchentlichen Reise gutes und genieß­bares Fleisch erhielten; 8) daß die Kost überhaupt so mager und schlecht bereitet wurde, daß es erst einer energischen Oppofition bedurfte, um sie ohne Ekel genießbar zu e>- halten 9) daß wir trotz unseres Verlangens vom Capitän nid)t zu erfahren vermochten, welche Proviantlieferung uns gesetzlich zukomme; daß Brod nie in zureichender Masse verabreicht ward und wir fortwährend klagen mußten, um nur so viel desselben zu er­langen, als zur nothdürftigen Stillung des Hungers nothwendig war; 10) daß der Agent des Schiffsrheders Pokrantz, welcher in dessen Auftrage und Namen die Werbung der Passagiere und die Erpedition des Schiffes besorgte, die Setzung eines Ofens in de,- Cajüte versprochen hat, aber dieses Versprechen nicht erfüllt worden ist, und daß endlich 1l) unser Schiff bei Stateu Island liegen blieb und wir per Dampfboot in di Hafen von New-York befördert wurden, wodurch wir also die uns laut Contract zustehendc Frist von 48 Stunden, während welcher wir, selbst und unsere Effecten an Bord bleiben und wir uns nach einem passenden Logis in der Stadt umsehen konnten, verloren.

Nudalph Nischt, Gottlieb Kirkmann, I-h. Priesmann, M. Heidenreich, Gottlieb Hellmann, Jos. Hafner, Fr. Heinecke, Andreas Gebhard, Markus Kerbig, Carl Friedr.'Köhler, Christoph Heinrich Pape, Joh. Müller, Andreas Schnell, Theodor Hraüüow, Theodor Hußmann, Christiane Finke nebst Familie.

Unterzeichneter, indem er diese Beschwerde unterschreibt, legt hie, mit zugleich Protest ein gegen den Mißbrauch seines Namens unter der Dank-Adresse inder R. Y. Staats-Zeitung vom 26. Februar 1853. Heinrich Meyer.

Sämmtliche unter der Dank-Adresse unterschriebenen Böhmen haben noch eine stärkere Beschwerde, welche bereits nach Europa abgesandt ist, unterzeichnet."