Ausgabe 
12.10.1853
 
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Polizeiliche Bekanntmachungen.

Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit betreffend.

Wrgen eingetretener Saatzeit werden diejenigen hiesigen Einwohner, welche Tauben halten, unter Bezugnahme auf den §. 79 des Feldstrafgesetzes vom 21. September 1841 hierdurch aufgefordert, solche von Donnerstag den 13- dieses bis Donner­stag den 10- nächsten Monats, bei Bermeidung einer Strafe von 1 fl., in den Schlägen einzuhatlen.

Gießen am 10. October 1853. ' Der Gr. Polizei-Eommissär

L. Nover.______

Gefundene Gegenstände.

(Sin Sackmefser, ein Hammer, rin kleines baumwollenes Halstuch, ein Gürtel von Merino und mehrere Schlüffel. Diese Gegenstände können von den Eiqenthümern auf dem Gr. Polizeibürcau dahier in Empfang genommen werden

9 Gießen am 11. Ortober 1853. Der Groph. Polnei-Commiffar

' L. N o v c r.

Gerichtliche und Privat- Bekanntmachungen

Edictalladungen.

2090) L i ch. Nachdem Großh. \ Hofgericht der Provinz Oberhessen über das j Vermögen des gewesenen Großh. Bürger-! mcisterS Dieterich zu Lick, dessen Vermögen ! um 9633 fl. 8 kr. und dessen Ehefrau Sophie gcborne Kersting, deren Vermögen um 11320 fl. 43 kr. überschuldet ist, den Eoncursprozeß erkannt hat, wird Liquida- tionSiermin auf den

12. December 1853, 9 Uhr Morgens, anberaumt, worin alle Ansprüche gegen die Masse bei Meldung des stillschweigend er­folgenden Ausschlusses zu begründen sind. Der Ausbleibende wird in Bezug auf die Wahl eines CuratorS und Gläubiger- ausschuffes der Mehrheit der Erschienenen beistimmend angenommen.

Lich den 7. October 1853. Großherzogliches Landgericht Sartorius.

190£L) Wetter. Die Kurfürstliche Remerei zu Wetter, NamenS des Kurhes­sischen Staates, hat gegen die Kinder und Erben des Michel J mmel zu Treisbach, als: die Ehefrau des Jobs. Der sch, Elisabeth, geb. Jmmel zu Treisbach und Genossen, bei dem unterzeichneten Gerichte eine Provocationsklagc angestellt und darin, unter Ueberreichnng einer speciellen Beiech- nung, den Betrag von 174 Rihlr. 14 Sgr. 7 Hlr. nebst 5% Zinsen seit dem 11. No­vember 1850 beziehungsweise 1. October 1848 als Entschädigung für die dem Kur- hessischen Staate ft über zugesiandenen, durch das Gesetz vom 26. August 1848 jedoch weggefallenen Grundlasten, welche auf meh­reren auf den Namen des vorqedachten Erb­lassers der Provocaten catastrirten in der Gemarkung von Treisbach gelegenen, zu­sammen 21/4 Acker l/2 Ruthen betragen­den Immobilien hafteten, nämlich von den Provocaten beansprucht.

Da die Mitprovocaten Katharine und Anne Katharine Jmmel von Treis­bach unbekannt wo abwesend sind; so wer­den dieselben hiermit vorgeladen, sich im Termin den

18. Del o b er, Vormittags 1 0 Uhr, Eontumazirzeit,

auf die gedachte Klage, bei Meidung des Eingeständnisses und der Ausschließung, da- hier vernehmen zu lassen, und wird den gedachten Provocaten zugleich eröffnet, daß alle in dieser Sacke weiter ergehenden Ver­fügungen und Bescheide nur am Gerickls- brette angeheftet werden sollen.

Wetter am 7. September 1853.

Ku, fürstliches Justizamt Wolfram.

Besondere Bekanntmachungen.

2VKL) Gießen.

Zur Rentei Grünberg Ende September l. I. fällig gewesene Holz­gelder müssen binnen 8 Tagen, bei Mel­dung des Zwangsverfahrens, dorthin bezahlt werden.

Gießen den 10. October 1853.

Dec Gr. Bürgermeister D. Ebel.

2090) Gießen. Die auf den 1. d. M. fällig gewesenen städtischen Gelder für Heugras und Holz sind in den ersten 14 Tagen an die hiesige Stadtkasse, an den zum Theil bekamiten Zahltagen : Montags, Dienstags, Donner­stags und Samstags des Vormit­tags um so gewisser zu entrichten, als sonst gegen die Säumigen das gesetzliche Zwangsverfahren eintritt.

Die Großh. Bürgermeister zu Allcndorf, Annerod, Großenlinden, Hausen, Heuchel­heim, Kleinlinden, Oppenrod, Rödgen, Steinbach, Trohe, Watzenborn und Wiejeck werden ersucht, Vorstehendes in ihren Ge­

meinden alsbald zur öffentlichen Kenntch bringen zu lassen.

Gießen am 10. October 1853.

Der Stadt-Einnehmer Enders.

Versteigerungen.

2083) Gießen.

Die Versteigerung von Holzhauerar- beiten und Taglohn im Gießener Stadtwalde.

Montag den 17. October l. I., des Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause die Holz- bnnerarbetlen und der Taglohn für die Gießener Stadtwaldungen pro 1854 an den Wenigstnehmenden vergeben werden.

Gießen den 8. Oktober 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

2080) Gießen.

Verpachtung des RathhauskellcrS.

Montag den 17. October l. I., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathbause der Rath- hauskeller auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.

Gießen am 10. October 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. (5 bei.

2087) Großenlinden. Donnerstag, als den 13. October 1853, des Morgens 10 Uhr, sollen zu Großenlinden in dem Kohlhepp'' schm Wohnhause zwei neue Obstkelterit, eine Aepselmühle, neun Siückfässer, drei Zu- läst, sowie 14 Fässer verschiedener Art, nochmals gegen gleich baare Zahlung ver­steigert werden.

Ferner werden an demselben Tage, Nach­mittags 2 Uhr, allerlei werihvolle Hausge- räthschaflcn, als: Bettwerk, Tische, Stühle, Kommoden, Sopha's, mehrere kupferne