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ass) Pries eines Auswanderers über Liverpool.
AuS einem in der „Hansa" abgedruckten Briefe eines Deutschen, Paul Münchh ofen, entnehmen wir empfindliche Klagen über die indirecte Beförderung nach New-Orleans.
Hiernach mußte die Gesellschaft, worunter sich 8 Deutsche befanden, 10 Tage in Liverpool liegen, freilich gegen freie Kost und Wohnung, allein beides war so schlecht, daß kein Einziger zufrieden gestellt wurde, und hatte eine bei dem Agenten m Liverpool erhobene Beschwerde die Folge, daß ihnen bei Ertra-Vergütung von 15 Sgr. per Tag bessere Verköstigung versprochen wurde. Neben dem Umstand, daß die deutschen Bedingungen nicht erfüllt wurden, und keiner der Deutschen die Englische Sprache verstand, reichten die versprochenen 12 Lolh Butter per Tag nicht aus, weil solche nur für 24 Tage vorgesehen waren, wahrend die Reise 53 Tage dauerte; die gelieferten 12 Pfund Fleisch waren so voller Maden, daß dasselbe über Nord geworfen werden mußte.
236) Gießen.
Sonntag den 13. Februar 1853 ProdNetiVA der
Puhbacher Cheveaurlegers - Mustsi
in der Bierbrauerei von L. König._______
260) Gießen.
Sonntag den 13. Februar 1853
wird die hier angekommene
Künstler - Gesellschaft
unter beiden Direktionen
Schrumpf und Althof
aus dem Brande
eine
große Vorstellung
zu geben die Ehre haben.
Zum Schluffe werden zwei Damm auf zwei nebeneinander gespannten Seilen, 50—60 Fuß Höhe, Arm in Arm, ohne Balancierstange, hinauf- und herunterspazieren.
Anfang 3 Uhr.
Es laden ergcbenst ein
Schrumpf und A l t h o f.
123) Gießen.
Neisegelegenheit über Wremen nach MmerLka.
Mit dem ersten März d. I. nehmen die regelmäßigen Beförderungen unter den seitherigen Bedingungen über den obigen Hafen ihren Anfang.
Die Auswanderung über Bremen gewinnt immer mehr an Ausdehnung. Während in 1851 37493 Personen auf 236 Schiffen über Bremen auswanderten, wurden in 1852 auf 339 Schiffen 58551 Personen nach Amerika befördert. 171 Schiffe nach New-York brauchten 6404 Tage zu ihrer Fahrt, was im Durchschnitt Tage ausmacht. Die längste Reise dauerte 66, die kürzeste 24 Tag. Von 15 Schiffen, die im November und Deeember weggegangen sind, war die Ankunft in Amerika noch nicht bekannt. Unglücksfälle sind in 1852 zur See nicht vorgekommen.
Die Reise über Bremen empfiehlt sich nach den vorliegenden Verhältnissen von selbst. Gießen den 20. Januar 1853.
11 I. G. Appel,
eoneessionirter Hauptagent.
230) Gießen.
Bäcker-Maskenball
Samstag den 12. Februar
im Saale -es Prinzen Carl.
Anfang präcis 7 Uhr.
Entröe für jeden Herrn 48 fr. Für Zuschauer auf der Gallerie 12 fr.
Die Gesellschaft.
Danksagung.
Für die Brandbeschädigten dahier sind weiter eingegangen und werden mit Dank bescheinigt :
Von Bewohnern DorfgillS, gesammelt durch Gr. Bürgermeister Bender 8 fl. 25 fr.
Von der Gemeinde Albach . . 5 fl.
„ „ „ Mainzlar . 7 *
„ „ „ Altenbuseck . 15 „
„ „ „ Trohe . . 3 „
„ „ „ Crumbach . 5 „
so daß die Summe aller bei dem Unterzeichneten eingegangenen Geld - Gaben, sowohl für allgemeine, als für besondere Verwendung = 324 fl. 37 fr. beträgt. Diese Summe ist durch den Gr. Beigeordneten dahier und zwei durch und auS dem Gemeinderath Erwählte unter 30 Beschädigte — zwei derselben haben verzichtet — je nach Verlust und Vermögensverhältnissen vertheilt worden. Die Liste über diese Vertheiluiig sowohl, als auch über alle eingegangenen Gaben, werden auf Gr. Kreis-Amt zu Gießen und auf hiesiger Bürgermeisterei niedergelegt werden.
Indem wir nun hiermit unsere Sammlung für geschlossen erklären, sagen wir allen Gebern herzlichen Dank! Möge ein Jeder von ihnen dem Herrn geliehen haben, dann wird er auch etwas von der Freude spüren, die die Hülse, dem Bedrängten geleistet, in sich trägt. Dein Herrn Regierungsraih Küchler, der sich unserer sowohl amilich als privatim so thätig angenommen bat, sagen wir unseren besonderen Dank, und vergessen ebensowenig der Unterstützung, welche und durch die Redaktion dieses Blattes zu Theil geworden


