Der wiederkehrende Mrsst MshVex entbietet allen Gießenern seinen treuen Brudergruß!
Sieben Jahre sind dahin, seit ich zum ersten Mal die frohe Urbotschaft des Lebens und der Gesundheit Euch überbrachne. — Ihr, «heuere Brüder und Schwestern, gehörtet nicht zu denen, Vie meinen Ruf verachteten, sondern folgtet demselben willig M schaartet Euch um mich, zu horchen auf meine Rede : — denn die Urweisheit der Natur, die ich rein verkündige, ist goldene Weisheit und ist eine hohe Prophetin des Lebens und der Gesundheit, die Alles zum Glauben zwingt, was geistig wach und rein im Herzen ist. x
Ich kehre zurück zu Euch, um das zu vollenden, was ich vor Jahren begonnen. Das Amt der ernsten Mah, nung ist vollbracht *) — gekommen ist nun die Zeit des Handelns und der Vollbringung, va bas ewig herrliche, hochpreisliche, welthistorische Werk der Zurückführung der Bölker zur verlassenen Natur durch Gründung »011 IPaiiacee- Bereincn und Urgesundheits- Gemeinden mit begeisterter Strebekraft und eiserner Hand unlösbar erfaßt und erfüllt werden muß!! —
Auf nun! begeistert und wahr, hochherzig und rein, seid also gerüstet zur That! — In solcher Geistes - und Gemüthsm- fassung schaaret Euch um mich und horchet auf meine Rede als eine prophetische Stimme. — Erschließet die Pforten Eurer Seele, sperret nur Mund und Nase recht weit auf! Oeffnet Augen und Ohren, alle Zugänge Eures Geistes, daß mein Ruf Euch bis in'ö Innerste dringe.
Gegenstand meiner diesmaligen für alle denkende Bewohner Gießens vor allen für die gesammte Studentenschaft bestimmten Lehrvorträge werben sein :
1. Die Proplietia medieä.
Wahrlich! es wird Euch gesagt : Die Urgesundheitslehre und Urlebenskunst (Hygiene originalis et ars pro- tobiotica) die wieder jung gewordene, im neuen Strahlenglanze erscheinende Urpanacee, die große Leuchte des Lebens, setzt eine große und allgemeine Revolution auf dem medicinischen Gebiete in die allergewiffeste, gemütherfreuende Aussicht.
Dle ganze heutige Medicin — dieser nach dem eignen Geständniß ihrer hellsehendsten Jünger menschenverderbende, finstere therapeutische Aberglaube (cf Oesterlen's medicinische Logik. Dr. Steudel's medicinische Praxis, ihre Illusionen und ihr Streben zur Gewißheit u. a. m ), dieser böse Götzendienst ekelhaften Krankthums und faulenden Grabesmoders, diese leibzerrüttende Stümperei, sie muß vi d wird in naher Zeit fallen — und enr neues Meich, das Lichtreich der Nrgesundheitskunde Wird unter Menfchenjauchzen und Frohlocke« Keg«ü»«.det werdsu zum Segen alles Lebens!! — Wer wellte da noch dem alten, finstern, menschenfeindlichen Götzen dienen! Seid hochherzig Ihr Männer und Jünglinge der Wiffeuschast, zertrümmert diesen Götzen mit der Herkuleskeule der hohen Siegeölehre und werdet Jünger des neuen Lichtes! —
Die da böswillig widerstreben, sie wird treffen der gerechte Fluch und die Schande der Nachwelt!!
2. HsrepL-Zheses
der wiedergefundenen einzig echten urzeitlichen Gesundheit»- urvd Heillehre, der das ganze Menschengeschlecht erfassenden, und dasselbe einma! und fürs ganze Lede«, ja selbst in zahllosen nachfolgenden Geschlechtern (durch Wiedereinsetzung des Innern Lebensführers), rergesund machenden
protvbivfi scheu Therapie. ,
1) Jedes lebendige Wesen, das den innern von Golt anerjchaffnen Lebensführer verloren hat, ist krank, und muß krank sein- 2) Der heutige Mensch ist schon vor dem Ausbruch der eigentlichen Krankheit merklich oder unmerklich sehr krank. &
gleichet dem rochen Apfel, der von innen auösault. Es ist ungemein thöricht, den Apfel erst dann krank zu nennen, wenn die innere Fäulniß die äußere Schale ergriffen hat.
3) Zwischen dem heut so genannten „Gesund" und „Krank" eristirt kein wesentlicher, sondern nur gradwciser Unterschied.
4) Die heutige Heilkunde bekümmert sich um den Menschen erst bann, wenn es viel zu spät ist
5) Auch dann bringt sie ihm keine wahre Hülfe, sondern im Gegentheil in den allermeisten Fällen nur stetige Hinderung der weisen Naturdestrebungen, so daß viele menjchen- und wahrheitliebende Aerzte mit Recht ausgerufen haben: „Fliehet die Aerzte und Arzneien, wenn ihr gesund werden oder bleiben wollt!" — Orakel der Panacee : Ein Arzt, der die Protobiotik weder kennt noch übt, ist schlimmer denn fein Arzt! —
6) Da das große, unzählbare Heer innerer Krankheiten seinen Hauptgrund hat in'dem Verlust des innern Lebenssührers und der davon bedingten „diätetischen Stümperei" (falsche Lebensführung-, so folgt daraus, daß die einzig rationellen Heilmittel find : die Wiedereinsetzung des Lebensregiercrs und die davon' gewirkte „diätetische Virtuosität" (Urlebenskunst). Vgl. vaS „Urgesch des Lebens." —
7) Die Heilung (d. h. die echte, protobiotische) muß auf einen jeden der heutigen Menschen, ohne Unterschied von krank und gesund, ja selbst vorzugsweise auf die Gesunden tx .% des» ay angewandt werden, wo die Kunde vom Evangelium
medicum gebracht wird. — J
8) Die protobiotische Therapie richtet sich nicht auf einzelne Theile des Organismus, sondern umfaßt den ganzen Leib, durchdringt urgesQsdend alle Theile gleichmäßig und läßt selbst Geist und Gemüth nicht außer Acht.
*) Darum auch der Name „Ernst Mahner" nun abgelegt und der Tausname „Carl", (und weil er den Menschen ein rathender und helfender Bruder sein will) „Bruder Carl" angenommen wird.
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