Beilage zu M 28 des Anzeigeblattes.
voll-
Dr. Steinmetz.
680)
Joh. Emil Kratz,
Neucnbäuen B. 53.
634) Gießen.
Tanzunterrichts-Anzeige.
Den nächsten Monat Mai werde ich hier wieder Tanzunterricht erkheilen und empfehle mich bis dahin zu gefälliger Theil- nabme. g. Liebich.
667) Gießen. Samstag den 9. d. Mts. wird von hiesigen Dilettanten ein Coneert veranstaltet, zur Unterstützung eines Bürgers dahier, wozu das Nähere noch durchs Programm bekannt gemacht wird. Gießen am 5. April 1853.
Gießen.
Nachricht für Auswanderer
H. Hofmann.
642) Gießen. Der Unterricht in meiner Lehranstalt beginnt Montag den 11. April. Zu näherer Auskunft über die Einrichtung der Anstalt bin ich täglich in den Vormittagsstunden bereit.
Der durch die ungünstige Witternng veranlaßte Aufenthalt der Auswanderer in Bremen gibt der Concurrenz Veranlassuna zu behaupten, als hätten die Leute die hierdurch veranlaßten Zehrungskosten selbst bestreiten müssen. Ich versichere das Gegen' chcil und glaube nicht, daß mir von einem Theile der am 13. März befördert-n 50 Personen das nachstehende Schreiben zu Thnl geworden wäre, wenn auch nur entfernt em Grund zur Klage vorgelegen hätte. Daß diejenigen, welche ohne Vertrag nach Bremen gegangen sind, und für welche Niemand eine Verpflichtung hatte, sie zu verköstigen, ihre Zehrnnaskvsten selbst haben bestreiten müssen, versteht sich von selbst und wird von mir nicht widersprochen. $
Gießen den 4. April 1853.
Ulache ich zur gefälligen Kenntnißnahme hiermit ergebenst bekannt.
Alle mir anvertranten Arbeiten werde ich stets prompt, geschmackvoll und billigst anszuführen suchen und sehe recht zahlreichen1 Aufträgen entgegen.
V erwischte Nachrichten.
66V) Gießen.
Gefchäftseröffnung.
Die Errichtung und Eröffnung meiner ganz neu und ständig eingerichteten
k ~ M , Bremen, den 20. März 1853.
Herrn I. G. Appel in Gießen!
In Eile schreibe ich auch an Sie einige Zeilen und benachrichtige Sie, daß wir glücklich hier angekommen sind: unsere Necke war durchaus gut und kann ich namentlich nicht umhin des Herrn Dose in Hameln rühmlichst zu erwähnen: die Bewirtbuna bei diesem freundlichen Manne entsprach allen Wünschen und auch hier sind wir wieder bis jetzt recht zufrieden: ich werde die übrigen Reisegefährten ersuchen Vieles untenstehend ebenfalls zu bezeugen und ebenso auch später von Amerika aus der Wabrbcit stematz schreiben; werden wir auch weiter zufriedengestellt, so soll cs mich freuen, Sie in unserer Hei,nach weiter empfeblen ru können. Grüßen Sie mir gelegentlich Hrn. Dose und sein auch Sie herzlich gegrüßt P 9 ’
von
Ihrem ergebensten
H. Rothenberger.
Earl Reuter für sich und seine Familie, Theodor Stock, Anton Haas, Balth. Nceb aus Gießen Carl Jos. Glöckner für sich und seine Familie, K. L. Albohn, Daniel Fuhr, Ludwig Vogel
Reinh. Buch, Johannes Seipp aus Lich. a a '
Aufruf zur Mildthätigkeit!
, In der Nacht vom 29/30. dieses Monats wurde unsere ohnehin arme Gemeinde von einem entsetzlichen Brandunglücke ycniigesucht. 89 Gebäude sind gänzlich niedergebrannt, 18 mehr oder weniger beschädigt. u
Alle darin vorhanden gewesene Habe ist mitverbrannt; dabei auch vieles Vieh. Groß ist die Roth der Unglücklichen. Afiife *vut dringend nöthig und je schneller je wirksamer.
Das unterzeichnete Eomite ist zur Empfangnahme milder Gaben und pflichtmäßiger Vertheilung an die Bedürftigen bereit, worüber demnächst öffentliche Rechenschaft abgelegt wirb. Wir bitten daher alle edcle Menschenfreunde, ihr Schärflein rur Lmdernng der großen Roth der Unglücklichen beizutragen.
Die Redactio» dieses Blattes wird die Gefälligkeit haben, gleichfalls Unterstützungen jeder Art in Empfang zu nehmen und an das (Sonnte abzuliefern. Die Beträge werden in diesem Blatte veröffentlicht.
Gambach am 31. März 1853.
Tröster, Pfarrer. Repp, Gr. Bürgermeister. Schneider, Gemeinde-Einnehmer.


