Ausgabe 
29.5.1852
 
Einzelbild herunterladen

284

1124) Gießen.

fünfzehnter Vechenfchafts - Bericht

der

MerlMifcheN.TebeKs-VersichermNgs- GeseVfchÄft.

ES wurde der revidirte Jahres-Abschluß pro 185t statutenmäßig der General- Versammlung der Slctiouairs der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft am heutigen Tage vorgelegt, und fand ein solcher dankenswerthe Aufnahme. Derselbe zeigt den ersprießlichsten Ueberschuß, dessen sich die Gesellschaft während ihres 15jäh« rigen Bestehens zu erfreuen gehabt hat, daß mithin mindestens kein Abfall in der Dividende pro 1856 zu befürchten steht.

An Kapital und Zinsen hat die Gesellschaft in 1851 keinen Verlust zu ertragen gehabt.

Der Fonds der Gesellschaft betrug Schluß 1851 2,545,325 Thaler 24 Sgr. 2 Pf., und gehören davon der Reserve 1,193,833 Thaler 12 Sgr. an.

Den während 1847 bei der Gesellschaft auf Lebenszeit versichert gewesenen Per» sonen wird in Folge der Vertheilung des Ueberschusses des Jahres 1847 für die in dieser Zeit von ihnen bezahlten Prämien eine Dividende von 14% Prozent auf ihre künftige Prämienzahlung gekürzt werden.

Die nachstehenden Ergebnisse des vorigen Jahres sind günstig.

Es meldete» sich 634 Personen mit 678,200 Thalern; davon wuiden abgewie­sen 118 Personen mit 147,500 Thalern.

Es schieden aus der Gesellschaft 102 Personen mit 169,300 Thalern.

Es waren 154 Sterbefälle mit 170,500 Thalern.

Das Jahr 1851 schloß mit

6983 Personen, versichert mit Acht Millionen 143,600 Thalern.

DaS Versicherungs-Geschäft während der ersten vier Monate dieses JabreS be­hauptet sich in seinem gewohnten Foi «schreiten, und sind die Todesfälle bisher gering.

Gern bemerken wir, daß die Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft nicht allein jährlich mehr an Umfang gewinnt, sondern sich auch des guten Vertrauens des Publikums beharrlich zu erfreuen hat.

Berlin, den 28. April 1852.

Direktion der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft.

E. Baudouin, C. 38. Brose, Magnus, Directoren.

Lobeck, General-Agent.

Vorstehenden Rechenschafts-Bericht bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geschäfls-Prograinme bei uns unentgeltlich auSgegeben werden.

Gießen den 27. Mai 1852.

Franz Peppler u. Comp.,

Agent der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft.

1066) Gießen. Die concessivnirte Hauptagentur

1 von

befördert Auswanderer in zwei Tagen von Gießen nach Bremen und von da

nach

Xew - York, Baltimore, Quebec etc.

im Herbst und Frühjahr nach

New-Orleans, Australien etc.

zu den billigsten Preisen frei ab, Gießen und besagen die dcßfallsigen Bedingungen das Nähere.

996) Gießen. Ich zeige einem ver­ehrten Publikum hierdurch an, daß ich mich dahier als Schreinermeister etablirt habe und empfehle mich zugleich mit dem Be­merken, daß sowohl die feinsten Möbel­arbeiten, wie auch alle Bauarbeiten von mir jederzeit prompt und gut gefertigt werden. Meine Wohnung ist bei Oeco- nom Hrn. Emil Loos in der Judengasse. Gg. Weber, Schreinermeister.

1147) Gießen.

Turnverein.

Vom nächsten Monat an findet bei gün­stiger Witterung das regelmäßige Nie- genturnen nunmehr wieder auf dem Turnplatz und zwar jeden Montag und Donnerstag, Abends %9% 10 Uhr, statt, wovon wir hierdurch die ordentlichen Mit­glieder in Kenntniß setzen.

Gießen am 27. Mai 1852.

Der Vorstand.

1145) Gießen.

Fortbildungsklasse für cousirmirte Mädchen.

Montag nach Pfingsten, den 7. Juni, beginnt wieder der Unterricht in der Fort­bildungsklasse der hiesigen städti­schen höheren Mädchenschule. Die Lchrgegenstände sind: deutscher Styl, de utscheLiteratur, Mythologie,Ge­schichte, Naturkunde, Rechnen, fran­zösische und englische Sprache.

Der Unterzeichnete, bei welchem die An­meldungen zur Aufnahme gemacht werden, theilt auf besonderes Verlangen den Plan, der nähere Auskunft über Unterricht und Bedingungen der Aufnahme gibt, zur ge­fälligen Einsicht recht gerne mit.

Balser, Freiprediger.

1099) Neustadt. Da mit dem 15. d. M. eine directe Eisenbahnverbin­dung zwischen Frankfurt a. M. und hier in's Leben getreten ist, so ermangle ich nicht, dem handeltreibenden Publikum hier­durch auzuzeigen, daß ich ein regelmäßiges Frachtfuhrwerk von hier nach Alsfeld, Lau­terbach und Schlitz eingerichtet habe. Die ganze Fracht beträgt von Gießen incl. der der Eisenbahn:

bis Alsfeld 25 fr, per Centner.

n Lauterbach 35

r> Schlitz 45

Die Frachtbriefe beliebe man mit der Bemerkungdurch Fuhrmanil Carl Weber" zu versehen.

Neustadt den 20. Mai 1852.

Carl Weber.