Ausgabe 
24.4.1852
 
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641) Cassel. Einem verehelichen Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich in den Stand gesetzt bin, jede Sorte von Feilen und Raspeln aufzuhauen, wodurch sie gleich Neuen ihre Dienste thun. Aufträge werden prompt besorgt und sind die Preise billigst beredmet. Zur Entgegennahme von Aufträgen, sowie zu jeder weiteren A u s kunftse r t h e il u n g ist Herr Carl Sartorius hl Gießen bereit.

Cassel im April 1852. G. Hoffmann,

Feilenhauer.

813) Gießen. Zwei möblirte Stu­ben mit Kabinet, auf die Straße gehend, sind zu vermiethen und gleich beziehbar bei I. K. Brühl in den Neuenbäuen.

799) Gießen. (Sin möblirtes Zim­mer ist zu vermiethen bei Georg Busck am Kreuz.

804) Gießen. Ein gut möblirtes Zimmer ist bei Lehrer Beck auf dem Sel- teröberg im Peppler'schen Hinlerhause zu vermiethen.

Vermischte Nachrichten.

836) Gießen.

Wohnungsveränderung.

Meinen geehrten Kunden mache ich hier­mit die ergebenste Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und nunmehr in dem ehemaligen Küfer Dörr'- schen Hause in der Sonne, dem Herrn Schlosser Carl Burkhardt gegenüber, wohne. Indem id) dies veröffentliche, bitte ick um geneigten Zuspruch, und werde bemüht fein, meinen Kunden billige und dauer­hafte Arbeit auf das Prompteste zu besor­gen. Ferner suche ich einen Jungen von braven Ellern in die Lehre.

Wilhelm Kohlerman, Küfermeister.

830) Breinerbafen. Bei meiner schnellen Abreise nach New-Uork rufe id) allen meinen Freunden in Gießen und Um­gegend noch ein recht herzliches Lebewohl zu, mit der Bitte, mir auck) in der Ferne ihr freundliches Wohlwollen erhalten zu wollen.

Bremerhafen, 20. April 1852, am Bord des Schiffes »Gaston".

Georg Weyprecht.

843) Gießen. Die von Hrn. G. Heß in der Brandgaffe seither geführte Speise-, pier und Kafseewirthschast werde ick) von heute an in gleicher Weise fortbetreiben. Mein Bestreben wird sein, das mir zu Theil werdende Zutrauen aufs Beste zu.rechtfertigen.

E Pausch.

810) Gießen.

Tanzunterrichts-Anzeige.

Unterzeichneter zeigt hiermit ergebenst an, daß der Tanzunierricht am Montag den 3. Mai wieder beginnen wird.

Gefällige Anmeldungen beliebe man vor­läufig bei Herrn Koch, wohnbaft bei Herrn Kaufmann Müller in der Kaplanö- gasse, zu machen.

L. L i e b i ch, Tanzlehrer.

827) Gießen.

Tmyunterrichtsnnzeige.

Unterzeichneter macht hiermit die erge^ bene Anzeige, daß er hier angekommenM, und der Unterricht Mil dem 1. Mal seinen Anfang nehmen wird.

Die verehrl. Familien, welche mir ihre Kinder für den Tanzunterricht anzuver­trauen gesonnen sind, werden gebeten, ihre Anzeige baldigst machen zu wollen, um die Eintheilung der Stunden treffen zu können.

C. Hummel, wohnhaft im Gasthaus zum Einhorn

855) Gießen. Zwei Schreinerge­sellen können auf Möbel-Arbeit dauernde Beschäftigung erhallen bei

Schreiner Köhler in der Mühlgasse.

860) Gießen. Der Unlerricht in meiner Lehr- und Erziehungs-Anstalt be­ginnt Montag den 26. April, Morgens 7 Uhr. vr. Steinmetz.

858) Heuchelheim. Ich zeige hier- durck) au, daß ich ganz in der Kürze nach Amerika reise und fordere daher alle Die­jenigen, welche Ansprüche an mich zu bilden glauben, auf, sich innerhalb längstens 3 Ta­ben zu melden.

Heuchelheim den 23. April 1852.

Steinmüller, gew. Bürgermeister.

866) Hardthof.

Sonntag den 25. April findet

WlechMmM auf dem Hardt Hofe statt.

848) Gießen. Ein Taschenmesser von Schildkrot mit 3 Klingen, einer klei­nen Säge, einem Korkzieher und Pfeifen raumer, ist vorder Restauralion an der Eisenbahn verloren gegangen.

Ter redliche Finder wird gebeten, das­selbe gegen eine Belohnung von i/2 Gul­den im Hess. Hofe abzugeben.

Gießen. Die 2 Compagnie der Bür­gerwehr hat vom 25. April bis incl. den 1. Mai d. I. die Feuerbereilschaft und den Ordonnanzdienst.

Das Ober-Commando der Bürgerwehr Fresenius. (853)

Zch bitte die anonyme Brief­schreiberin recht sehr, mir doch einen Weg anzugeben, auf welchem ich ihr Antwort senden kann. Zeh ver­spreche ihr die strengste Verschwiegen­heit, nnd mache sie aufmerksam, daß ja sonst der gesandte Brief ganz zweck­los sein würde. Sch

859) Gießen.

Stadt - Theater in Gießen.

Sonntag den 25. d. Mts.:

Deborah,

Volks-Schauspiel in 5 Akten von Mosenlhal Hr. und Fr. Kern: Deborah und Ba­der alö Gäste.

A. Spahn, Direktor.

808) Gießen. In ein hiesiges Gasthaus wird ein Hausmädchen gesucht, das sogleich eintreten kann. Wo? sagt die Erpedition d. Bl.

826) Gießen. Ich wünsche ein hebräisches Grammaticale, mit Leetüre und schriftlichen Ausarbeitungen verbunden, zu ertbeilen.

Meine Wohnung ist in dem Großman- nischen Hause auf Dein Lindeuplatze.

L. Palmer.

850) Gießen. Der Unterzeichnete ist mit einem Bison Ochsen und einer Kuh, seltener Größe, dahier angekommen. Die­ser Ochse wiegt 1910 Pfd., mißt quer über den Rücken 3 Fuß, har Borsten wie ein Schwein und Hörner von 13 Zoll Um­fang, 3 Fuß Länge, und sind rückwärts gebogen. Wegen der Sehenswürdigkeit dieser Thiere wird Niemand dieselben ohne Befriedigung verlassen. Auck) ist ein Pa­norama von merkwürdigen Begebenheiten daselbst aufgestellt, welches überall den größten Beifall fand und Bewunderung erregte. Indem er ein verehrtes Publikum darauf aufmerksam macht, bemerkt er, daß er sich nur noch ein paar Tage dahier auf- bnlten wird, weßhalb er für reu bisheri­gen Besuch dankt und um ferneren zahl­reichen bittet.

Heinrich Wernle am Neustädler Thor, nahe am prov. Bahnhof.