Ausgabe 
19.5.1852
 
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Beilage zu 40 des Anzeigeblattes.

873) Frankfurt a. M.

Auswanderer-Beförderung direkt von Frankfurt a. M., Diedrich a. Rh. und Dremen nach

Äew-Yorli» Baltimores Qiielbec, F*hila(lelpliia9

I ew -'Orleans, Texas, Australien etc.

Zu den reellsten Preisen, und ab Bremen einschließlich guter und reichlicher Beköstigung.

Zur Ausfertigung bündiger Schiffs Contraete, empfiehlt sich, beste und pünktliche Beförderung zusichernd, der von dein vbrigkcitlich angestelllen und beeidigten Schiffs-Makler F. W. Bödecker juu. in Bremen äs Bevollmächtigte

F. 6. A. Römheld

in Frankfurt am Main, Fahrgasse No. 1, an der Brücke.

Größere Gesellschaften werden bis Bremen begleitet.

Für diejenigen Personen, welche nach den nordwestlichen Staaten Amerika's zu reisen beabsichtigen, z. 33- Buffalo, Chicago, Detroit, Cleveland, Milwaukie und Iowa,-ist es zweckmäßig und viel billiger sich nach Quebec einzuschiffen, wo sie von dem Bremer-Consnt empfangen und nach den benannten Plätzen billiger als von New- Dork befördert werden.

Einladung zu einem Jugendfeste.

In anderen Städten besteht schon längere Zeit bcV Gebrauch, jährlich für die männliche Jugend, welche noch die Schulen besucht, ein gemeinsames Fest zu veranstalten, um derselben ein freundliches Band zu geben, das sie umschlingt, und die jugendlichen Gcmüther zu erheben und zu kräftige». In Frankfurt a. M. haben diese Feste einen großen Anklang und volle Thcitnahme bei allen Freun­den einer unschuldigen Jugendunterhaltung gefunden und viele hie­sige Lehrer haben die Absicht nach Pfingsten in der Nähe unserer Stadt ebenfalls ein solches zu veranstalten, wofern dieses durch recht zahlreiche Betheiligung hiesiger Einwohnerschaft möglich wird. Die Bewilligung der Obrigkeit ist eingeholt; die Vorsteher der hie­sigen Lehranstalten haben ihre Befürwortung zugesagt und es ist von einer Anzahl versammelter Lehrer ein Ausschuß erwählt, welcher die nölhigcn Einleitungen und Veranstaltungen treffen irill. Den ganzen Plan hier anzugeben, würde wohl zu weit führen, doch so viel können wir bemerken, daß verschiedenartige Spiele von der Jugend veranstaltet werden und eine Prcisverttzeilung staitfindcn soll. Der Ort des Festes soll wo möglich ganz in der Nähe fein, etwa im Phtlosophenwalde. Die Anschaffung von mancherlei Spielge- räthen, sowie der auSzutheilenden Preise ist natürlich mit Kosten verbunden, und es sind zur Ausführung des Plaues, also auch baare Mittel nothwcndig, welche durch freiwillige Beiträge aufge­bracht werden sollen. Hierzu fordern wir nicht nur die Eltern aus,

deren Knaben hiesige Lehranstalten besuchen und sich an dem Feste betheiligen werden, sondern auch alle diejenigen hiesigen Einwohner, welche an dem heiteren Muthc der Jugend Gefallen finden und das abzuhaltende Fest durch ihre Gegenwart verschönern wollen. Der geringste Beitrag von Seiten der Eltern, deren Knaben an dem Feste theilnehmen, würde wohl mit 9 Kreuzer nicht zu hoch ge­griffen sein, ohne aber durch diese Bestimmung weiterer Freigiebig- , feit Grenzen zu setzen; bei anderen Theilnehmern und Freunden des Festes müßten wir cs lediglich deren eigenem freundlichen Willen anheimstellen, wie viel sie zur Verschönerung desselben und zur Er­höhung des jugendlichen Vergnügcus beitragen wollen. Ein ganz besonderes Verdienst könnten sich aber die hiesigen Frauen und Jungfrauen durch die Verherrlichung des Festes erwerben, wenn sie, wie bei früheren Gelegenheiten, Arbeiten verfertigten, welche sich zur Preisvertheilung eigneten; sie würden dadurch auf den herzlichsten Dank aller Theilnchmer des Festes Anspruch haben.

Sämmtliche Unterzeichnete sind bereit und beauftragt, die ein­gehenden Gaben in Empfang zu nehmen: für deren Verwendung im Interesse des ausgestellten Planes die gcwiffenhÄfteste Sorgfalt zugesagt wird. Ucber Zeit und Ort der Abhaltung, sowie über alles weitere Nölhige soll in diesen Blättern ebenfalls Nachricht erscheinen.

Dr. Köhler. L. C Rübsamen. H. Siebert.

Dr. Steinmetz. Dr. Tasche. (1023)