Ausgabe 
17.11.1852
 
Einzelbild herunterladen

574

Chaussee gelegenes Gasthaus zum Pfau, nebst dem daran gelegenen Garten mit Kegelbahn, geräumigen Oeconomiegcbäuden mit Brennhaus, sodann 112 Morgen Acker­land, wovon circa 28 Morgen mit Korn und Waizen, sowie mehrere Morgen Klee und Winter-Samen, resp. Dölbel besamt sind, auf die Dauer von 9 auf einander folgenden Jahren, und zwar von Martini 1852 biS dahin 1861 gerechnet, durch öffentliche Versteigerung in Pacht zu geben. Bemerkt wird, daß sich das Gut in gutem Zustande befindet und mehrere Grundstücke erst frisch, noch außer den besamten, ge­düngt worden sind. Die Grundstücke kön­nen auf Verlangen vor dem Versteigerungs­termin vorgezeigt und eingesehen werden, und wird derselbe auf

Donnerstag den 25. November 1852, Vormittags 10 Uhr,

anberaumt und ist bei günstiger Witterung die Zusammenkunft am Neustädter Thor bestimmt; sollte aber die Witicrung nicht günstig fein, dann wird die Versteigerung auf dahiesigem Rachhause abgehalien.

Gießen 6en 15. November 1852. _ Der Gr. Beigeordnete G. Weidig.

2244) Gießen.

Main-Weser-Eisenbahn.

Die naä bezeichneten, bei dem Bahnbau entbehr! ch gewordenen, Geräihschaften und Materialien sollen in folgenden Terminen unb aus den bemerkten Lagerplätzen durch öffentliche Versteigerung dem Verkauf aus­gesetzt werden :

Den 22. November d. j., Vormittags 9 Uhr, auf dem hiesigen Bahnhöfe : 1) 300 Gentner Gußeisen, 2) 340 Schmiedeeisen,

3) 10,5 ii Messing- und Rothguß, 4) 46 Stück gußeiserne Schubkarrenräder, 5) 34 zweirädrige Handkarren, 6) 2 Schmiedblasbälge und

7) Brenn- und Werkholz.

Den 2 4. November,

V o r m i t t t a g s 9 Uhr, -»nächst der Baracke in der Lin­dener M ark :

1) 1886 Gentner Gußeisen, 2) 900 ii Schmiedeeisen,

3) 7,3 ,i Messingguß,

4) 14,3 Rothguß,

5) 30 Stück gußeiserne Schubkarreuräder und

6) Brenn- und Werkholz.

Den 26. November, Vormittags 9 Uhr, zunächst der Schmiedcwerkstätte im G am b ach er Wald :

1) 360 Gentner Gußeisen,

2) 20 ii Schmiedeeisen,

3) 22 Stück gußeiserne Schubkarreuräder, 4) 44 ii zweirädrige Handkarren, 5) 36 Schubkarren und

6) Wagner-, Schreiner- und Schmiede­werkzeuge.

Gießen den 10. November 1852.

Der Großh. Sections-Ingenieur der Sectionen Gießen und Butzbach E i ck e m e p e r.

2246) Gießen.

Versteigerung einer Hosraitsie.

Donnerstag den 18. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause die den Erbe» der Ludw. Dambmann's Wittwe dahier zustehende 3 lUKlfir. Hofraiihe in der Grlengasse neben Heinrich Biermann, nochmals öffentlich versteigert werden.

Gießen den 8. November 1852.

Der Gr. Beigeordnete PH. F i l l m a n n.

Feilgeboten.

2281) Gießen. Angefangene und fer­tige Stickereien, Stramin. Wolle, Strick- und Häkelseide, Litzen ic, zu herabgesetzten Preisen, Herrenhem­den in Bielefelder Leinen und in Shir- ting, neueste Muster, zu den biUigilen Prei­sen, sowie Tischdecken in allen Sorten, empfiehlt M. Heß.

2282) Gießen. In Lit. B. Nr. 129 auf dem Neuenweg ist schönes Winter- Endivien zu verkaufen.

2280) Gießen.

Guten Fcdcrweitzen verzapft über die Straße, den Scboppen zu 12 fr. LouiS Hauß

vor dem Wallthor.

2220) Gießen. Besten E»ba- Honig, en gros * en detail, zu den billigsten Preisen bet W. Zur buch.

2072) Gießen. Gine neue Sen­dung Pate Pectoralc zu herabgesetz­ten Preisen, die ganze Schachtel zu 36 fr., die halbe Schachtel zu 18 fr., empfiehlt

Hopfner-Dannenberg, Gonditor.

Zu vermiethen.

2275) Gießen. In Lit. G. Nr. 41 auf dem Seltersweg ist eine kleine Fami­lienwohnung zu vermiethen.

2249) Gießen. Gin Stübchen für einen Herrn ober ein Frauenzimmer, mit ober ohne Möbel, ist zu vermiethen und gleich beziehbar.

Ph. Zimmermann.

2125) Gießen. Am Seltersthor ist ein möblirtes Zimmer mit Gnbinet, so­dann ein Nebenhaus zu vermiethen. In der Rebact. d. Bltts. zu erfragen.

2070) Gießen. In meinem Hause Lit. A. Nr. 125 sind zwei möbtirte Zim­mer mit Cabinets zu vermiethen.

Regierungsrath Stammler's Wittwe.

227«) Für eins gebilde­tere Familie

steht ein Gütchen, 4 Morgen Ackerfeld, im besten Zustande, 4 Morgen Wiesen, 1% Morgen Gemüse- und Blumengarten, nebst schöner Wohnung und nöihige» ökonomi­schen men, 1% Stunde von der Gifen» bahnstation Kirchhain und unmittelbar an einer Ghauffee gelegen, unter sehr günsti­gen Bedingungen zu vermiethen. Näheres bei der Grped. b. Bltts. ober Gymnasial- Lehrer Dr. Diehl.

Vermischte Nachrichten.

2283) Gießen. Da es sehr wün- schenswerth ist, baß Fräulein Blcssing i die Ginnahme bcs von ihr angezeigten Gon- eerts ungeschmälert behäli, so hat der Vor­stand der musikalischen Gesellschaft Fräul. Blessing aus besonderer Berücksichtigung die Grlaubniß ertheilt, ibr Goncert mit dem am 18. d. Mts. stattfindenben Goncert der musikalischen Gesellschaft zu vereinigen, um ihr alle Unkosten zu ersparen. Gs diene dieses allen denjenigen zur Nachricht, welche Billets zu diesem Goticerte haben ober noch nehmen wollen.

Den verehelichen Gomectabonnmten bleibt an der Kasse Gelegenheit, Fräul. Blessing eine Unterstützung angedeihen zu lassen, je­doch muß dieses ganz freiwillig sein. Die Zettel zu diesem Goncert werden erst Abends an der Kasse abgegeben.

Aste die, welche die höchst traurigen Schicksale der Fräul. Messing kennen, bit­ten sehr um recht zahlreichen Zuspruch bei diesem Goncert.

2215) Butzbach. Um dem Wunsche mehrerer Familien in Gießen zu entsprechen, ist der Unterzeichnete gesonnen, noch In­strumente i» Ordnung und Stimmung zu halten und solche gegen jährliches Honorar zu übernehmen. Auch werden alle Arten von Reparaturarbeiten von demselben über­nommen. , . _

Bestellungen der Art bittet man bei Frau Revisor Stock anmelden zu wollen.

Jean Marguth, Instrumentenmacher in Butzbach nächst der Gisenbahn.