Ausgabe 
6.3.1852
 
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Anzeigeblatt

der

Stadt und des Regierungsbezirks Gießen.

Jts. 1». Sonnabend den 6 März

Erscheint wöchentlich zwei Mall Mittwoch und Sonnabend. Preis »es Jahrgangs für Einheimische 1 ft. 30 kr, für Auswärtige incl. PostaufschtagS 1 ft. 39 kr. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. jfr. 1.) Einrückungsgebühr für die gespaltene Eorvuszcile 2 kr.

Anzeigen auS verschiedenen Schriften die gespaltene Corpuszeilc 3 kr.

Amtlicher T h e i l.

Anstellungen:

Philipp Herz von Grnnberg alS Mäkler mit Getraide, Hülsenfrüchten und Kartoffeln.

Polizeiliche Bekanntmachungen.

Festsetzung der Brodpreise zu Gießen am 6. März 1852.

1 Laib Roggenbrod zu 4 Pfd. kostet ....... 16 kr.

1 gemischtes Roggenbrod zu 4 Pfd. kostet 17

1 n II zu 2 Pfund kostet 8/2 kr.

Diese Preise gründen sich aus die nachfolgende Berechnung:

Auf dem letzten Markt zu Friedberg kostete daS Getraide ....

n H ii ii n Grimberg .... .

Zusammen

1 Malter kostet durchschnittlich

A. DaS Roggenbrod wird auS % Korn- und Gerstenmehl gebacken.

2 Malter Korn wiegen .... 380 Pfd. und kosten

ab: 7>o für Molker . . 38 Pfd.

an Kleie und Staub . . 56

Zusammen . . 94 Pfd.

eS bleiben I 286 Psd. Mehl

1 Malter Gerste wiegt . . 170 Pfd. . . und kostet

ab: an Molter, Kleie und Staub 40

Waizen

Korn

Gerste

fl.

kr.

fl.

kr.

fl.

fr.

14

12

9

14

30

13

9

-»-----

28

30

25

18

14

15

12

30

9

*

25 fl.

kr.

9 fl. kr.

es bleiben . . 130 Pfd. Mehl

zusammen . . 416 Pfd.

(NB. JLie Kleie wird als Fuhrlohn-Bergütung den Bäckern überlassen.)

Für Heizung und Backlohn, 1 fl. per Malter . . . . . . . . 3 fl. fr.

Für Octroi, 12 kr. per Malter . . . . . . . . . . f/ 36

Wenn 3 Pfd. Mehl 4 Pfd. Brod geben, so werden aus 416 Pfd. Mehl 555 Pfd. Brod gebacken und wenn diese zusammen . . . . . . . . . 37 fl. 36 kr.

kosten, so kommen 4 Pfd. auf 16 kr. l2755s pf.

9cm*L$le Roggenbrod wird aus */2 Waizen- und */. Roggcnmchl gebacken (daS Malter Waizen wiegt 200 Pfd., woran 50 Pfd. an Kleie, Molter und Staub abgehen.)

Gießen den 5. März 1852. ' Nover,

Polizei-Commissär.

, , Gefundene Gegenstände.

. kleine Kindertasche, eine kleine Scheere und mehrere Schlüssel. Diese Gegenstände können von den Eigenthümern auf dem Gr. Polizeibüreau dahier in Empfang genommen werden.

Gießen am 5. März 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär

L. Nove r.