Ausgabe 
5.5.1852
 
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Beilage zu JE 36 des Anzeigeblattes.

V e r m i s ch t e N a ch r i ch t e n.

9/10) Gießen.

Die

Magdeburger Feuerversicherungs -

Gesellschaft

für

Grund-Kapital

Reserven:

Kapital-Reserve . Prämien-Reserve Brandschaden-Reserve .

über die näheren Bedingungen stets bereitwillig Auskunft

Auszug aus dem Abschluffe der Magdeburger Feuerbersicherungs-Gesellschaft daS Rechnungsjahr 1851.

..... 1,750,000 fl.

übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten - als auf dem Lande, auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände.

In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nach, auch gewährt sie bei Versicherungen auf län­gere Dauer bedeutende Vortheile.

Der unterzeichnete Agent nimmt Versicherungs-Anträge gern entgegen und-crtheilt

. 97,188 fl. 50 fr.

. 310,297 33

. 61,250

Betrag sämmtlicher Reserven 468,736 fl. 23 fr.

Laufende Versicherungen im Jahre 1851 298,338,411

Prämien Einnahme..... 902,71'2 41

Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vor­trages für noch schwebende.... 259,058 30

lieber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft giebt der vorstehende kurze

Auszug auö dem dicßjährigen RechnuugS-Abschlusse vollständige Auskunft.

I. Lanckert,

Agent der Magdeburger FeuerversicherungS-Tesellfchast in Gießen, Neuebäue ki. 67.

903) Gießen. Regelmäßige, wöchentlich zweimalige M post,chiss-/.>hr-t zwischen

Liverpool und New-York, New-Orleans, Baltimore, Philadelphia, Boston und Charleston.

Diese von dem, durch langjährige ehrenhafte Geschäftsführung rühmlichst bekannten General-Agenten für Deutschland uns die Schweiz, dem Herrn G H. Paulsen in Mainz, neu eingerichteten amerikanischen Linien von Paketschiffen, bestehend aus 90 der ausgezeichnetsten dreimastigen Schnellsegler von 15003000 Tonnengehalt, und gehen regelmäßig alle 0 Tage nach Rew- Nork, viermal monatlich nach Rew-Drleans, und zweimal monatlich nach Baltimore und Philadelphia und den anderen Häfen.

Sie befördern zweimal wöchentlich, am Sonntag und Mkittwoch, Aus­wanderer von allen Rheinhäfen über Liverpool nach den benannten Häsen. Bis Liverpool werden die Leute durch zuverlässige Eonducteure begleitet, und von der Ankunft daselbst bis zur Einschiffung in anständigen Häusern frei lvgirt und beköstigt.

Unter besonderer Berücksichtigung der Verhältniffe beginne ich meine Thätigkeit mit ermäßigten Ueberfahns - Preisen, und halte ich mich zum Abschlüsse von Aeeorden für obige Linien bestens empfohlen.

Gießen, den 30. April 1852. Der concessionirte Agent

Jean Gertig,

Sonne B. 51.

923) Gießen.

Wie -en Feuten Sand in die Angen gestreut wird!

In Nr. 34 dss. Vltts. werden von einem sich Großhandlungshaus und Banguier nennenden Frankfurter Lotterieeolleeteur zu der am 15. Mai staitfindenden Verloosung der Vereinszehnguldenloose ä fl. 1. 30 fr. pr. Stück angeboten unter Vorspiegelung bedeutender Gewinnste von fl. 25,000, fl 20,000, fl. 18,000, fl. 16,000, fl. 14,000, fl. 13,000, fl. 12,000, fl. 11,000, fl. 10,000, und 10 a fl. 5000 K., waS den Einsen­der dieses veranlaßt, wegen dieses Spiels einige Erläuterungen zu geben.

ES ist eine reine Lüge und folglich auch ein Betrug, wenn gesagt wird, daß die­ses Spiel alle die vorgenannten hohen Gewinnste darböte, denn die fl. 25,000, fl. 20,000, fl. 18,000, fl. 16,000 sind schon gezogen und zwar am 15. Mai 1818, 1849, 1850 und 1851, liegen also in der Glücksurne nur noch die hohen Preiße von fl. 14,000 und abwärts, wel­che sich aber auf die folgenden 10 Jahre verteilen, so daß alljährlich und zwar biö zum 15. Mai 1862, einer dieser hohen Preiße gezogen wird.

In der bevorstehenden Ziehung fotnmen nur drei höhere Preiße heraus, 1 von fl. 14,000, 1 von fl. 5000 und 1 von fl. 1400, die übrigen sind kleinere Preiße bis zu fl. 12 herab. Ein Original fl. 10 VereiuSlooS lostet dermalen circa fl. 8|. Hiervon betragen die Zinsen jährlich 26 fr. und da alljährlich 2 Gewinnstziehungen statthaben, am 15. Mai und 15. No­vember, der oben genannte Colleeteur aber fl. 1. 30 fr. für nur eine Ziehung ver­langt, so ist cs recht einleuchtend, wie un­verschämt und auf Täuschung berechnet dieses Verlangen ist. Ohnehin ist das Promessenspiel mißlich, und wer solche Loose mieiheil will, dem wird der unmaßgebliche Rath gegeben, sich das Originallooö ent­weder selbst geben, oder bei einem Dritten deponiren zu lassen, wenn ihm, im Falle ihm ein hoher Preiß zufallen sollte, derselbe gesichert sein soll. Im vorigen Jahre ist es erst vorgekommen, daß ein granffurter Colleeteur zur Ziehung der badischen fl. 35 Loose ein Rro. zweimal verlauft hatte, daS Original-Loos aber für sich behielt. Dieses Loos gewann den höchsten Preiß von fl. 50,000. Er zog dieses Geld ein, brannte damit durch und die Besitzer der Promessen hatten das Nachsehen.

Wer also bei dem nichts weniger als vortheilhasten Spiele, sich beteiligen will, der kaufe sich bei N. Bridge ein Ongi- nalloos für fl. 849, da ist er gesichert,