Beilage zu M 70 des Anzeigeblattes.

Vermischte Nachrichten.

1795) Li ch.

Die

Aaentur der Magdeburger Feuerverficherungs-Gefellschaft im Bezirk Lick und Hungen, welche seither von dem noch Offenbach übergezogenen Herrn W. Göbel verwaltet wurde, ist nunmehr unter Bestätigung Einer Großherzog- lichen hohen Verwaltungsbehörde, Herrn A. Fuhr, Gemeinde-Einnehmer zu Lich, über­tragen worden.

Darmstadt den 10. August 1852.

Dr. Friedr. Vogel,

Advocat, Bevollmächtigter der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft.

Die

Magdeburger Feuerverficherungs- Gesellschaft

übernimmt zu billigen festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche Gegenstände aller Art.

In der Billigkeit ihrer Prämienfätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nud), auch gewährt sie bei Versicherungen auf län­gere Dauer bedeutende Vortheile-

Der unterzeichnete Agent nimmt Versicherungs-Anträge gern entgegen und er- theilt über die näheren Bedingungen stets bereitwillig Auskunft.

lieber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft giebt der nachfolgende kurze Auszug aus dem 1851r Rechnungs-Abschlüsse vollständige Auskunft.

Die Vermehrung des Grund-Capitals der Gesellschaft auf Höhe von

Sieben MiKronen Gulden

ist von der General-Versammlung der Aetionaire bereits beschlossen.

Lich den 28. August 1852. A. Fuhr,

Gemeinde-Einnehmer, Agent der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft.

Auszug aus dem Abschlüsse der Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft für das Rechnungsjahr 1851.

Grand Capital künftig 7,000,000 fl. jetzt noch fl. 1,750,000

Reserven......?........... 468,736

Laufende Versicherungen im Jahre 1851 . * 298,363,412

Prämien - Einnahme ' * 902,713

Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages

für noch schwebende » 259,058.

ÄOO) Gießen.

Wie Versrcherungs - Gesellschaft De«tfcher Phönix in Frankfurt a. M.

mit einem Grundkapital von 572 Millionen Gulden

welcher laut Beschluß der Großh. Regierung die Rechte und Befugnisse einer inlän­dischen Anstalt eingeräumt worden sind, übernimmt Versicherungen auf bewegliche Gegenstände aller Art gegen äußerst billige feste Prämien.

Prospeetus und Formulare zu Versicherungsanträgen sind bei dem Unterzeichne­ten unentgeldlich zu erhalten, und ist derselbe jederzeit bereit, Versicherungen zu ver­mitteln und die darauf bezüglichen Auskünfte und Anleitungen zu ertheilen.

Gießen im Februar 1852. I. G. Appel, Agent.

179L) Gießen. Endlich haben wir daS Glück, das von allen Seiten ge­wünschte, treffliche Lustspiels Bayard's, den Vicomte von .Letorieres. uns vorgesührt zu sehen. Frau Schulz hat es zu ihrem Benefiz für Donnerstag den 2. September erwählt und wir müssen ihr für diese Wahl sowohl unsere Anerken­nung, wie unfern Dank zollen. WaS die Regeln der Kunst von einem fertigen Lust­spiel fordern, ist hier erreicht: daS Komische der Charaeteren und Situationen, woraus die im höchsten Grade Spannung und Unge» butt erregende Intrigue des Stücks ent­springt, die von den lustigsten Episoden begleitet, ohne Unterbrechung der natürlich­sten, rein aus dem Bau des Ganzen re- sultirenden Katastrophe zueilt, ist mit Feinheit und Gewandheit ausgeführt.

Und wir müssen unö wundern, wie dieses Stück für die Familie der Benefiziantin, die die Hauptrollen desselben tragen, ge­schrieben zu sein scheint. Könnten wir den Vieomtc wohl liebenswürdiger und gewand­ter dargestellt sehen, als von Fräul. Spahn, deren vollkommene Reeitation und Deela- mation, deren graciöse Aetion wir schon oft bewundert? Und würdig wird ihr Vater, dessen Talent für die Darstellung des höher Komischen Niemand bestreitet, ihr als heuchlerischer Parlamentsrath zur Seite stehen.

1789) Gießen. Ich bitte um Rück­gabe der von mir entliehenen Bände 9 u. 10, sowie 13 und 14 von Göthe's sämmt- lichen Werken. vr. Trapp.

Die Jahresfeier der Rettungsanstalt für sittenverwahrloste Kinder zu Kloster Arnsburg findet Mitt- woch den 8. September d. I., Mittags um 12 Uhr, statt, wozu hiermit alle Freunde und Gönner eingeladen werden.

Der Vorstand. (1790)

1793) Gießen. Am vergangenen Sonntag ist von Großenbuseck bis nach Wieseck ein grünseidener Sonnenschirm mit einem grauen Bördchen, verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, densel­ben gegen eine Belohnung in der Erped. d. Bltts. abzugeben.

1792) Gießen. Ein Mädchen, wel­ches im Weißzeugnähen und Flicken erfah­ren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Nähere Auskunft ertheilt die Erped. d. VlttS.

Gießen. Die 3. Compagnie der Bür­gerwehr hat vom 1. bis den 30. Septbr. d. I. die Feuerbereitschaft.

Das Ober-Commando der Dürgerwehr Fresenius. (1791)