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Badolsky, Eutsbes. v. Weimar. Hr. Trautwem, Arzt v. Mannheim. Hrn. Kfl. Burkhard ». Straßburg, Benzler v. Leipzig, Möllner v. Frankfurt, Schlicht v. Dusseldock u. Renzel v. Augsburg. Hr. v. Strackü, Reut. v. Wien. Hr. Senser, Gutsbes. v. Hallenberg.
Irn Print Carl: Hr. Fischer, Fabrik v. Dietz. Hr. Hölzssnqer, Occon v. Büdingen. Hr. Droßmann, <»pedit. v Eichenberg. Hr. Zeller, Privatm. ü. Frankfurt. Hr. Wagner, ©mb. v. Battenfeld. Hr. Fey, Handelsm v Holzhausen. Hrn Äff. Bölckcr u. Liebmann v. Frankfurt. Hrn. Privatl. Gunkel u. Schmitt v. Cassel u. Ball v. Friedberg. Hr. Haubensack, Saamenh. v. Gonningen. Hr.
Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Roth, Ingen, v. Fritzlar. Hr. Meyer, Apothek. v. Düsseldorf
Im Darmstädter Haus: Hrn. Geschäfts!. Pelz v- Constanz, Dörr u. Lemberger v. Marburg, Eschle v. Fort- wangcn, Vogt v. Baiern, Vogel v. Ebersgöns, Nagel u. Dölb v. Kirchbrombach.
In b e n P r iv a th ä u se r n.
Bei Hrn Cendit. Höpfner: Fr. Maf. v. Schenck v. Rülfenrod — Bei Hrn. Regierungs-Dirigent Küchler: F-l. v. Löw v. Steinfurt. — Bei Hrn. Buchbinder Schlatter: Hr. Wirth, Juwel, v. Berlin. — Bei Hrn. Lehr. Ubrlch: Frl. Schwalb v. Annerod. —
Zur Unterhaltung und Belehrung.
Mittheilungen über Texas.
(Ans einem Briefe des Pastors Ervendberg.) (Schluß.)
Tausend Bushel *) Welschkorn (Mais) sind und werden noch nach San - Antonio für das Bereinigte - Staaten - Militär verkauft, sowie manche andere Dinge, als Kartoffel, Melonen re.; letztere sind z. B. fuderweise dorthin von hieraus gebracht worden und gut verkauft. Darauf aber magst Du sehe», daß hier nicht allein fleißige Leute wohnen, sondern daß der Boden auch gut sein muß. Der ordentlich' bestellte Acker Landes bringt hier im Durchschnitte 35 Busbel Mais. Es liegt klar auf der Hand, daß Jeder, der nicht di- Schlafmütze über d,e Ohren zieht, mit oder ohne Vermögen, bei Fleiß und Aufmerksamkeit zu Etwas kommen kann.
Da Du jedoch stets davon schreibst, Dich weiter oben im Lande, wie wir es hier nennen, im Grant des Vereins ankaufen zu wollen, so willst Du auch darüber noch das Nähere hören, nämlich wie Das an- ’ r Nun Du weißt längst, daß in Indian-Point, wohin Du Dich ohne allen Aufenthalt in Galveston per' Dampfchiff sofort begeben mußt, stets fuhrwerk zu haben ist; solches kannst Du miethen. Da Du Dir jedoch einen Wagen, der nothwendig ist auf einer Farm, milbringen wirst, so kaufe sogleich dort unten 3—5 Joch Ochsen, nicht über den Preis von 30 Dollar pro Joch, nicht zu jung und wild, sondern fromm und eingefahren. An diesen wirst ^u recht bald das nothwendige Handwerk des Ochfen- treibers lernen. Proviant würde ich nur in Indian- Point kaufen, nicht in Galveston, da an beiden Plätzen die Preise fast gleich sind. Es geht eme gute" Fahrstraße bis in den Grant Über Neubraunfels und Friedrichsburg. Dort angekommen kannst Du Deine Familie, bis der Platz ausgesucht ist, in oder bei Friedrichsburg lassen, suchst Dir ein freundliches Thal aus, versteht sich an einem Bache und wo das
Holz nicht fehlt, auch vorläufig am besten in der Nähe einer der jetzt angelegten Straßen. Da Du jedoch mit mehreren Familien zugleich kommen wurst, so ist es natürlich auch wohl euer Wunsch, zusam- menzuwohnen, und daher brauche ich wohl nicht erst zu erwähnen, daß ihr auch nach eurer Anzahl und besonders nach euerer Kasse euch beim Ankaufrichten müßt. Freundliche und angenehme Platze sollen ebenfalls auch zwischen Friedrichsburg und dem Grant liegen, wenn ich nicht irr-, auch Etg-nthum des Vereins; alles Das muß besehen werden, fedoch ja nicht zu viel Zeit verloren. Es tff wahr, lch wünsche bei Deiner Ankunft in solchen Verhaltniffen zu sein, daß ich Zeit genug habe, mit Dir gehen zu können; denn erstens möchte ich Dir gern nut meinen Erfahrungen beim Landankaufe zur Seite stehen, aber andererseits möchte ich gern auch einmal einen Ausflug in die vielgepriesene Gegend des San Saba machen, denn bis jetzt bin ich nur bis Fr-ednchsburg gekommen, wo es mir recht gut gefiel, und eS »st n cht in Abrede zu stellen, daß das Thal des worin Friedrichsburg liegt, -'ne nicht allem schöne Gegeud umfaßt, sondern daß dasselbe auch reich an dem herrlichsten Land- ist, und daß recht bald daselbst Alles befiedelt sein wird. , , .
Hast Du Dein Land angekauft, dann kaufe in Friedrichsburg oder den Llanonieniederlasfungen 6—8 Kühe, sowie vor allem auch einige Schafe und i d Mutterschwein-. Es ist namentlich wohl gewiß, daß nirgend die Schafzucht bester gedeihen^ kann, als m jenen obern Landstrichen. Im ersten Jahre ziehst Du Mais, Kartoffeln und di- nöthigste» G-mu;e aber im zweiten Waizen, Roggen und Tabak. Daß Du Dich nun auck recht eifrig auf Garten- und Obstbau legen mußt, daran brauche ich Dich nicht enn"e ' d/nn Du bist em großer Freund davon. So bm ich überzeugt, bei Deiner gewohnten That.gkett wirst Du in kurzem Dich wohlbefinden und den Tag fegnen, DNnc eign' Scholl, i- b,
Neubraunfels den 22- Qctober 1850.
*) 1 BuShel = 54 Pfund Körner.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.


