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2246) Frankfurt. Die 121. Geldveriovsung der freien Stadt Frankfurt a. M. enthält die be« deutenden Haupt - Gewinne von fL 130,5)00, 100,000, 30,000, 2 ä 25,000, 2 a 20,005), 2 ä 13,000, 2 a 12,000, 2 ä 10,000, 8000, 6000, 3 ä 3000, 3 a 4000, 6 a 3000, 11 a 2000, 80 ä 1000 und außerdem 11600 Preise geringeren Betrages.

Die 1. Ziehung findet am 3. u, 4. Decem- ber 1851 statt.

Das unterzeichnete mit dem Berkaus der Obli­gationen vom Staate beauftragte Handlungshaus empfiehlt hierzu ganze Loose ä ft. 6, % Loose ä fl 3, '/» Loose ä fl. 1 30 fr., ]/8 Soofe ä 45 fr. und verspricht bei pünktlicher Ausführung der Aufträge die reellste und prompteste Bedienung.

.Heinrich Steffens,

Comptoir: Mainstraße 10 in Frankfurt a. M.

2254) G ießen.

Jur NachrichL.

Den 28. Dccember l. I. findet ein

WArgbewehr-BLIlL im Leib'scheu Saale start. Karten sind bei den Feldwebeln der einzelnen Compagnieen zu haben.

Das Comite. '

Gießen. Die 1. Compagnie der Bürgcrwehr hat vom 23. bis incl. 29. November d. I. die Feuerbereiischaft und den Ordonnanzdienst.

DaS Ober-Commando der Bürgerwehr Fresenius. (2248)

Pitte an Menschenfreunde.

Bei dem am 7. September d. I. dahier statt- gehabten Brande haben PH. Kümaiels I. Eheleute nicht blos Haus, Stall und Scheune, sondern auch ihre sämmtliche Habe an Kleidern und Hausgeräthe cingebüßt; nicht minder hat Dietrich Schneiders Wittwc, da ihre Scheune nebst den bereits einge­fahrenen Halmfrüchten und Heu, sammt ihrem Wa­gen, verbrannt ist, großen Verlust erlitten.

Die Unterzeichneten erklären hierdurch ihre Be­reitwilligkeit, die für diese Brandbeschädigten etwa eingehenden milden Gaben gewissenhaft zu vertheilen, und bemerken zugleich, daß die Herren Gq. Ph. Gail und Kaufmann Windecker zu Gießen die von dortigen Menschenfreunden gebotenen Gaben ent­gegen zu nehmen, sich gütigst erboten haben.

Wieseck den 20. November 1851.

C. Glaser, Pfarrer,

Seibert, Bürgermeister. (2252)

2255) Eingesandt. Der richtigste Maßstab für den Werth eines Heilmittels ist ohne Zweifel Anzahl und Art der durch dasselbe bewirkten Heilungen. Es giebt gegen kein Nebel ein Universalmiitel Die Verschiedenartigkeit der mensch­lichen Natur, der größere oder geringere Grad, in welchem eine Krankheit den Körper afficirt hat, die Verhältnisse, unter welchen die Kur bewirkt wird: das Alles sind Umstände, von welchen das Einschlagen einer Kur immer abhängig sein wird.

Man wird daher ein Heilmittel noch nicht im Allgemei­nen unwirksam nennen können, wenn eS in dielem oder jenem Falle den gewünschten Erfolg nicht, oder wenigstens nicht schnell genug gehabt hat. Die Anzahl der Heilfälle überhaupt und in Summa giebt vielmehr erst den Ausschlag für die Nützlichkeit des betreffenden Mittels.

Handelt es sich nun zumal um Krankheiten, deren Wesen noch gar nicht vollständig ergründet ist wie dies z B. bei Gicht und Nhcumatismus der Fall ist so wird ein Heilmittel, das in überaus zahlreichen stallen Linderung und Hülfe gebracht hat. nicht genug zu schätzen sein.

Ein solches Mittel ist die Golberger'sche Kette, die sich nach Ausweis mehrerer Tausend amtlich beglaubigter Atteste in den schwierigsten gichtischen und rheumatischen Krank­heiten, unv häusiz in überraschend kurzer Ze:t, so ungemein wirksam gezeigt bat, daß kein an diesen liebeln Leibender verabsäumen sollte, sich derselben zu b.dienen. .

Der uns so eben vorliegende »Dritte Jahresbericht über «die heilkräftige Wirksamkeit der galvano electrischen Ketten »von I. T. Goldberger bei ibrcr Anwendung gegen rheu- «matlsche, gichtische und nervöse Krankheiten aller Art. Ber- »lin 1851« hat uns die Ileberzeugnng verschafft, daß der Ge­brauch dieser Ketten bei weitem in den meisten Fällen der angesührten Artoon großem Nutzen ist.

Es enchäck derselbe zunächst zwei größere Abhandlungen von dem Communal-Arzt l>r. Arnold in Schwewnitz und dem Königl. Sanitäts-Rath Dr Strahl in.Berlin, von denen der Letztere gestützt auf dieftrhalb von Physikern ungestellte Experimente im Verlaufe seiner Untersuchung auf bas Unzweideutigste darthut, daß die Golbberger'sche Kette in Verbindung mit der Ausdünstung des Körpers und in unmittelbarer Berührung mit letzterem eine cleetrische Strömung bewirkt, wie er denn auch die Motive für ihre Wirksamkeit durch wissenschaftliche Argumentationen erörtert.

Sodann folgt auf 160 enggedruckten zweispaltigen Seiten die Bestätigung der praetischen Resultate, aus denen unzwei- felhaft erhellt, daß der Grab der durch die Goldbcrger'sche Kette bewirkten Electricität hinreichend ist, Leiden zu mildern und zu heilen, die anderen Behandlungsweisen jahrelang ge­trotzt hatten. Dergleichen Fälle sind durch den vorliegenden «Dritten Jahresbericht« so viele in Ausdrücken der natürlich­sten Beredsamkeit eonstatirt, daß jeder Zweifel an dem Heil- wcrthe der Goldberger'schen Kette billigerweise aufhören muß; denn sowohl was Anzahl, als Art der durch sie bewirkten Heilungen anbelangt, dürfte kaum ein anderes Heilmittel ihnen gleich kommen.

Einer Ucbersicht der verschiedenen Krank eitSformen, in welchen sich die Goldberger'schen Ketten bewährt haben, ent­nimmt man, daß durch die in dem vorliegenden «Dritten Jahresberichte" veröffentlichten Atteste im Ganzen 1873 Heil­fälle unwiderleglich erhärtet werben: und zwar 98 von Arm- Gicht unv Reißen. 53 von Brust-Schmerzen, Krampf, Be­klemmung, 14? von Fuß., Bein-, Knit'-G cht Uttd Fußkrampf, 50 von Gichlschmerzen, 155 von Gicht im Allgen einen, 54 von Glieder-Reißen und Schmerzen, 40 von Hüstschmerzen und Lendenweh, 294 von Kopf-Schmerzen und Reißen, 7'1 von Kreuz- und Riickenschmerzen, 34 von Nervenleiden, 80 von Ohrenreißen, 377 von Rheumatismus im Allgemeinen, 44 von Schulterrcißen, 179 von Zahn-Schmerzen und Reißen u. s. w : gewiß Resultate, die vom unparteiischen Stand- puncte aus - keine änvere Folgerung gestatten, als, daß in dieser Anzahl und von so hochachtbaren Personen (unter wel­chen allein nahe an 200 von Aerzten) ausgestellte Atteste über die wahre Nützlichkeit der Goldberger'schen Ketten keinen Zweifel auskommen lassen.

Man wird uns hierin vollständig beipffichten, wenn man von dem Dritten Jahresberichte selbst, deffen Durchsicht Herrn Goleberger's hiesiger Depositair bereilwilligst gestatttet, genauere Einsicht nimmt Jeder Leidende vorgedachter Art wird in diesem Buche seinen Zustand mehr oder weniger treu geschil­dert und wichtige Aufschlüsse über Enlsiehungs. und Behänd- lungswerse seiuiU.oels finden, deren Beachtung ihm sicherlich von Nutzen sein wird Wir wünschen daher im Interesse der Leidenden dem lehrreichen und interessanten Buche eine recht große Verbreitung. .......r.