Ausgabe 
22.2.1851
 
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Beilage zu .D. 16 des Anzeigeblattes.

Vermischte Nachrichten.

298) Gießen. Die Unterzeichnete erlaubt sich die ergebenste Anzeige, daß sie das von ihrem »er - storbenen Manne geführte Weißbindergeschaft foribelreibt und bittet, das demselben geschenkte Zu­trauen auf sie überzutragen.

Gießen den 14. Februar 1851.

Wilh. Seipps Wittwe.

339) Gießen. Unterzeichneter wünscht einen Kaufschillings-Rest, im Betrage von 4900 fl., des­gleichen einen Rest eines Kaufschillings-Ziels, im Betrage von 900 fl., gerichtlich zu citiren; beide Summen werden vierteljährlich verzinst und müssen nach dem gerichtlich ausgestellten Kaufbriefe zu jeder Zeit ausbezahlt werden. Die Schuldner wollen, da sie behaupten, es sei eine besondere mündliche Ver­bindlichkeit zu Stande gekommen, die ganze Summe binnen 5 Jahren auszahlen.

Carl Senner, Uhrmacher.

347) Gießen. Cs ist mir am verflossenen Dienstag aus dem Schlachthause ein gutes Hand­beil , entweder aus Versehen mitgenommen, oder absichtlich entwendet worden; Derjenige, welcher mir nähere Auskunft darüber ertheilen kann, erhält eine gute Belohnung. Wilhelm Plank.

312) Gießen. Braun- und Holzkohlen-Asche wird zu kaufen gesucht. Zu erfragen bei B. Wal­lenfels an der Wettergasse.

348) Ebersgöns.

Bekanntmachung.

Jacob Diehl von Ebersgöns ist der selbstständigen Verwaltung seines Vermögens enthoben und warnt der Unterzeichnete hiermit, dem Jacob Diehl nichts mehr zu borgen, indem für keine Zahlung ge­hastet wird.

EberSgönS den 21. Februar 1851.

Joh. Seip.

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Leidende K

& zur B I dringenden I ^Beachtung!

Gießen.

Cing etroffen

und zur unentgeldlichen Durchsicht vorräthig:

Goldbergers

Dritter Jahresbericht.

10y2 Bogen gr. Lericon-Format in farbigen Umschlag geheftet.

Motto: Nichts ist der Heilkunde nachtheiliger, als der ärztliche Hoch­muth: er macht blind gegen die Leistungen Anderer, und blind gegen die eigenen Schwächen. In einer Wissenschaft aber, die nur auf Erfahrungen beruht, auf einer vorurtheilS- freien, unbefangenen Anschauung der Natur, muß unS eine jede reine Beobachtung willkommen sein, woher sie auch immer kommen mag! Dr. Juengken

Dieses Buch constatirt duich besondere amtlich beglaubigte Attestate

1873 Heilungen, welche in den speciell angegebenen Krankheitsfällen durch die Anwendung der galvaiw-electrischen Ketten von I. T. Goldberger erzielt worden sind; beigefügt ist eine interessante Abhandlung für ge- bildete Nichtärzte:

Die Heilmittel des ArzNeifchstzes

gegen

rheumatische, gichtische und nervöse Webel aller Art

mit Beziehung auf die Goldberger'schen galvano - electrischen Ketten

vom

Königl. Sanitätsrath Dr. Strahl

und manches andere Beachtenswerthe. Es verdient dieses in der neuesten medicinischen Literatur ein­zig dastehende Buch mit seinen so glaubhaften Beweisen und Thatsuchen um so mehr die vollste Aufmerksamkeit der Leidenden, als es ihnen eine trostreiche Beruhigung gewähren muß, zu er­fahren, wie so viele ihrer Leidensgefährten durch dieses Mittel schnell und gänzlich genesen sind.

Carl Krech, Depositeur in Gießen.