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Die Loosziehung der Militärpflichtigen geschieht Donnerstag den 10. Juli.
Sie wollen Vorstehendes in ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen lassen, und mit den Militärpflichtigen auf dem bezeichneten Musterungö- und Loosungstag Morgens 8 Uhr pünctlich in dem Muste« rungslocal sich einfinden.
Diejenigen Militärpflichtigen, welche an sinnlich nicht alsbald erkennbaren Fehlern leiden, d. h. Fallsucht, Schwerhörigkeit rc., haben zum Beweis dieser Uebel, Zeugnisse vom Schullehrer, Geistlichen, Oris- vorstand, Physicaisarzt — wenn Letzerer gebraucht worden ist — sowie eidliche Zeugnisse unbescholtener Männer, der RecrutirungS - Commission vorzulegen, was Sie noch weiterhin bekannt zu machen und den Empfang dieses Ausschreibens binnen acht Tagen anzuzeigen haben.
v. W t l l i ch. ' 745)
Offizielle Nachrichten.
Dicnstnachrichten. Am 12. März wurde dem katholischen Pfarrer VituS Lutorf zu Oberwöllstadt die katholische Pfarrstclle zu Sulzheim, int Regierungsbezirke Mainz, und dem katholischen Pfarrer Johann Baptist Koch zu Sulzheim die katholische Pfarrstelle zu Oberwöllstadt, im Regierungsbezirke Friedberg, übertragen, sodann der von sämmtlichen Riedesel, Freiherrn zu Eisenbach, auf die evan- gelische Pfarrstelle zu grischborn und Eisenbach, im Regierungsbezirke Alsfeld, präsentirte PfarramtS-Candidat Bernhard Kull mann aus Altenschlirf für diese Stelle bestätigt. — Am 15. März wurde dem Pfarrverweser Ludwig Daudt zu Großbicberau die evangelische Pfarrstelle zu Bornheim, im Regierungsbezirke Worms, übertragen.
Characterverleihung. Am 1. März wurde dem Landjägermeister Friedrich Wilhelm Freiherrn von Dörnberg zu Darmstadt, in Anerkennung der von ihm geleisteten fünfzigjährigen treuen Dienste, das Prädicat ,/Excettenz" verliehen.
Concurrenz-Eröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Pfarrstelle zu Bobenhausen II., im Regierungsbezirke Nidda, mit einem jährlichen Gehalte von 1197 Gulden, wovon jedoch auf die Dauer von 10 Jahren eine jährliche Ab
gabe von 300 Gulden zu entrichten ist; — die evangelische Pfarrstelle zu Königsberg, im Regierungsbezirke Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 523 Gulden.
Sterbfälle. Gestorben sind: am 2. Februar der pen- sionirte Schullehrer Nicolaus Fritzges zu Götzen, im Regierungsbezirke Nidda; — an demselben Tage der Schullehrer NicolauS Gremm zu Hemmen, im Regierungsbezirke Alsfeld; — am 4. Februar der Schullehrer Philipp Kuhns zu Bubenheim, im Regierungsbezirke Mainz; — am 12. Februar der pensionirte Schullehrer Boller zu Gundersheim, im Regierungsbezirke Worms; — am 16. Februar der Php- sicatS-Wundarzt Wilhelm Geiß mar zu Altenschlirf; — am 17. Februar der Militärpensionär Philipp Jung zu Köngernheim; — am 25. Februar der Geheime Oberfinanzrath Leopold vyn Zangen zu Stuttgart; — am 6. März der ordentliche Professor der Rechtswissenschaft, Geheime-Rath Dr. Egid Valentin Felir Johann Nepomuk Ferdinand von Löhr zu Gießen; — an demselben Tage der Pensionär der Saline Theodorshalle, ehemaliger Gradirer, Jacob Kring er; am 13. März der pensionirte General-Major Ernst August Freiherr Röder von Diersburg zu Mainz; — am 17. März der Posterpeditor Heinrich Wilhelm Käuffelin zu Wimpsen.
Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
Edictalladung.
659) Altenschlirf.
Aufforderung.
Die bekannten Gläubiger der Peter Dahmers Wittwe von Crainfeld haben sich mit ihr am 28. v. Mts. verglichen. Zum Zwecke der Bestätigung gedachten Vergleichs werden deren unbekannte Creditoren aufgesordert, sich im Termine
Freitag den 2. Mai t>. 3 , vor uns über ihren Beitritt dazu zu erklären, als sonst derselbe bestätigt und Jenen daS Vermögen der Schuldnerin überlassen werden würde.
Altenschlirf den 26. März 1851.
Er. Hess. Landgericht das. Weidig. Pilger.
Besondere Bekanntmachung.
759) Gießen. Nach einer mir heute zuge- kommenen Mittheilung Gr. Bürgermeisterei hat die Stundung der Gewehrgelder bei allen denjenigen Mitgliedern, welche nicht mehr bei der Bürgerwehr activ sind, aufgehört.
In Folge dessen werden dieselben hiermit aufgefordert, die fraglichen rückständigen Gelder in den ersten 14 Tagen bei Vermeidung gesetzlichen Zwangs an die Stadtkasse zu berichtigen.
Gießen am 16. April 1851.
Der Stadtrechuer
Enders.
Versteigerungen.
689) Heuchelheim.
Jagdverpachtung.
Montag den 28. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll auf der Rathsstube dahier die Ausübung der Jagd in der Heuchelheimer Gemarkung für die nächsten 3 Jahre, anfangend den 1. Septbr. d. I., in 3 Abtheilungen verpachtet werden.
Bemerkt wird noch, daß die Pächter sogleich nach beendigter Verpachtung genügende Bürgschaft zu leisten haben.
Heuchelheim den 9. April 1851.
Der Bürgermeister Steinmüller.


