Ausgabe 
18.10.1851
 
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1979) Gießen. Der Bittsteller in Nr. 81 dieses Blattes hat doch nicht so Unrecht, wenn er den Verkauf des in Rede stehenden Ackers einen heimlichen Verkauf nennt, denn abgesehen davon, daß das Angebot für denselben ein amiehnibares gewesen, so müßte dieß gerade eine dringende Ver­anlassung der Verwaltung abgeben, um das In­teresse allseitig gewahrt zu haben, denselben auf eine öffentliche Versteigerung zu bringen, zu ver­suchen, ob nicht Liebhaber da waren, welche den gebotenen Preis überboten. Wenigstens ist bis hieher nicht üblich gewesen, solche Güter im Stillen aus freier Hand zu verkaufen, zum Beispiel: Ver­kauf des Ganseackers vor dem Walllhore zum Bau­platz, wenn schon die Genehmigung Gr. Negierungs- Commisstow und Gr. Conststonumg dazu eingeholt war, so ist dies immer noch feine öffentliche Kund­machung für das Publikum, und kann das Ver­fahren nicht anders, wie eben bezeichnet, genannt werden.

Nun fragt cS sich weiter, hat der Gr. Bürger­meister auch gleichzeitig das städtische Interesse hiebei in Berücksichtigung genommen? denn wie aus der »Besonderen Bekanntmachung" in Nr. 82 dieses Blattes hervorgeht, liegt der fragliche Acker im Bauplan und würde ein Theil des Ackers in die projectirte Straßenlinie nach der Eisenbahn, welche zwar einstweilen als eine Sackgasse bezeichnet wor­den ist, fallen; wird dieser Theil des Ackers, sobald der Sack ein Loch bekäme oder die Straße dahin eröffnet würde, auch von dem jetzigen Käufer für denselben Kaufpreis, wofür er ihn erkauft hat, zu diesem Behufe abgegeben oder bringt die Stadt ein Opfer?____________

1975) Gießen. Ein Studirender wünscht Un­terricht in der niederen Mathematik und Algebra zu ertheilen. Wer? sagt die Erped. d. BlttS.

1993) Gießen. Künftigen Dienstag Abend den 21. d. Mts. wird das

Fager-Dier

der Unterzeichneten angesteckt.

___________________ F. L. Renker u. Comp.

1952) Gießen. Bei mir kann zu Honig gekeltert werden. _________L. Iahreis.

1974) Gießen. Am 4. d. Mts. wurde von der Neustadt bis zur Heuchelheimer Mühle ein schwarzer Schleier verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, solchen an die Erped. d. Bltts. gegen angemessene Belohnung abzugeben.

1982) Gießen. Eine kleine goldene Broche ist verlören worden. Der Finder' wird gebeten, dieselbe bei der Erpedition dieses Blatts gegen eine Belohnung abzugeben.

1989) Gießen. Ein Pflugrad ist am Don­nerstag Abend am Wismarer Weg verloren worden. Der redliche Finder wird ersucht, dasselbe gegen eine Belohnung an Joh. Iughard abzugeben.

1980) Gießen. Unterzeichneter empfiehlt sich im Stimmen und Repariren von Piano-Forte, Guitarren und Geigen unter Zusicherung billigster Bedienung. Auch fertigt derselbe stets neue PianoS in allen Formen, als: Flügel, Tafelform-Pianino und Piano droit, und erlaubt er sich hier einige Zeugnisse über die Güte feiner Arbeiten beizufüqeu.

H. Welcker,

wohnhaft bei Hrn. Metzger A. Weidig auf dem Kreuz.

Mit vielem Vergnügen bescheinige ich Hrn. Weicker, daß das mir im Jahr 1848 gefertigte Piano von allen Kennern als ein Meisterwerk betrachtet wird und in solider Form und schönem Ton sich cmszeichnei.

Bingen den 4. Oktober 1851.

F- H- Weiß, Adjunkt.

Herr Weicker hat mir zwei ausgezeichnet schöne Claviere in mein HanS gefertigt, weiche von jedem Sachkenner gerühmt werden, was ich hiermit bescheinige.

Bingen den 16. September 1851.

A. .8.6,1 f, Rentier.

Alles was in obigen Zeugnissen gesagt wird kann ich ge­wissenhaft bestätigen, denn auch mir hat Herr Weicker im Jahr 1847 ein Instrument geliefert, welches ganz meinen Wünschen entspricht.

Mainz am 12. Oktober 1851.

Dr. 3 en feil aus London.

1973) Lieh. Von Montag den 20. October au geht der zeither von Lich nach Gießen fahrende zwei- spännige Omnibus Morgens um 6% Uhr von Lich nach Gießen ab und Nachmittags um 2% Uhr zurück.

Die Fahrpreise sind allda für die einzelne Person von Lich nach Gießen . . 12 fr.,

» " u Steinbach . 6 und

» Steinbach nach Gießen 6

Im Interesse der Reisenden ist die Anordnung getroffen worden, daß nur in den Orten Lich, Stein­bach und Gießen Personen aufgenommen werden dürfen und bittet man nicht zu gestatten, daß unter­wegs dergleichen Aufnahme geschehe, was nur Zeit­verlust und Unbeqiiemlichfeit für den Reisenden selbst mit sich führte.

1958) Gießen. Ein Dachshund, schwarz mit braunen Flecken,, ist am Ende der vorigen Woche entlaufen. Wer denselben an die Erped. d. Bltts. abliefert, erhält eine Belohnung.

Gießen. Die 1. Compagnie der Bürgerwehr hat vom 49. bis incl. 25. October d. I. die Feuer- bereiischaft und den Ordonnanzdienst.

Das Obcr-Commando der Bürgerwchr. ________Fresen ins. (1988)

1994s) G i e ßen. Sonntag den 19. October, Nachmittags, findet im Promenadenhaus

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Statt. . Th. Lony.