Ausgabe 
14.5.1851
 
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Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

929) Grünberg. Heinrich Schneckers Kinder und Reinhard Körbächers Wittwe zu Londorf, haben mehrere in der Londorfer Gemarkung gelegene Güter­stücke, bezüglich deren die betreffenden Grundbuchs- auözüge in der Registratur des unterzeichneten Land­gerichts zu Jedermanns Einsicht offen liegen, verkauft, das Eigenthum aber nicht nachzuweisen vermocht, und werden daher auf deren Antrag alle diejenigen, w.el'che etwaige Eigenthums- oder Pfand-Ansprüche daran bilden zu können glauben, hiermit öffentlich aufgefordert, solche sogewiß binnen sechs Wochen dahier geltend zu machen, als ansonst den hierüber ausgefertigten Kaufbriefen die Bestätigung in der geeigneten Weise ertheilt werden wird, und sie die daraus für sie- erwachsenden Nachtheile sich selbst beizumessen haben.

Grünberg den 3. Mai 1851.

Gr. Hess. Landgericht das.

Weicker. Dr. Ortwein.

688) Gießen. Johannes Möckel 2r., Konr. S., Eheleute zu Watzenborn, beabsichtigen ihr Grundvermögen in der Gemarkung Watzenborn und Steinberg an ihre Kinder abzutreten.

Nach den gerichtlichen Pfandbüchern haften jedoch auf diesem Grundvermögen:

1) 200 fl. Hypothekschuld des Johs. Heß, Mül­ler, und dessen Ehefrau von Steinberg, bei der UniversilätSvogtei zu Gießen laut Obli­gation vom 12. Januar 1780;

2) 500 fl. und 125 fl. Hypothekschuld derselben Eheleute bei Secretär Wittich zu Gießen laut Obligationen vom 2. April 1782 und 16. September 1783;

3) 300 fl. Hypothekschuld derselben Eheleute bei der Universitätöwittwenkasse laut Obli­gation vom 11. März 1784;

4) 150 fl. Hypothekschuld des Johs. Möckel, K. S. und dessen Ehefrau, Katharine Eli- sabethe von Watzenborn bei Sergeant Pehl, modo der Universitätsvogtei zu Gießen laut Obligation vom 18. October 1817 und

5) 100 fl. Hypothekschuld derselben Eheleute bei Fräulein Ernestine von Zanthier in Dresden laut Obligation vom 24. Juli 1819.

Die Interessenten behaupten die Abführung dieser Schulden, können solche aber nicht durch Vorlage dec guiltirten Obligationen darthun, auch nicht das Eigenthum von allen Grundstücken urkundlich nach­weisen. Auf ihren Antrag werden daher alle Die­jenigen, welche irgend Ansprüche an das Grund­vermögen der Johs. Möckel II., K. S., Eheleute, sowohl in Ansehung deö Eigenthums, als aus den angeführten Obligationen bilden zu können glauben, hiermit aufgeforderl, diese Ansprüche binnen 6 Wo­chen von heute an so gewiß dahier anzuzeigen und

zu begründen, widrigenfalls die erwähnten Ver­pfändungen für erloschen angenommen, die desfall- sigen Einträge im Pfandbuche gelöscht und die bereits errichteten Theilzettel die gerichtliche Bestä­tigung erhalten werden.

Gießen am 5. April 1851.

Gr. Hess. Landgericht das. Heyer. Bücking.

930) Grünberg.

Berichtigung.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge­bracht, daß die in der Edictalladung Nr. 682 der Darmstädter Zeitung Nr. 73, 80 und 100 aufge-

XXIV

führten Grundstücke 3 -. Wilh. Staufs Wtw. von der Obergrubenbach und deren fünf Kinder und xxiv , , xxiv , ,, , ,

-, sowie - dieselben m Gemem-

3,75 u. 2,75 ' * 1 2 3 4 5 3,73 it. 2,73 1

schäft mit Konrad Burgs Eheleuten an Johannes Mootz verkauft haben, und daß deshalb die Frist zur Anmeldung etwaiger Eigenthums- oder sonsti­gen dinglicher Ansprüche an diese Grundstücke be­züglich der Wilh. Staufs Wtw. und deren Kinder auf 60 Tage unter Wiederholung des bereits an- gedrohten Rechtsnachtheils hiermit erstreckt wird.

Grünberg den 3. Mai 1851.

Gr. Hess. Landgericht Welcker. Dr. Ortwein.

Besondere Bekanntmachung.

835) Marburg. Der Dienstknecht Johan­nes Stengel von Halödvrf, welcher der Unter­schlagung beschuldigt wird und in seiner Heirnath nicht anzutreffen ist, wird vorgeladen, sich bei Mei- dung steckbrieflicher Verfolgung den 1. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, vor der unterzeichneten Ge- richtsstelle zur Vernehmlassung zu ststiren.

Marburg am 30. April 1851.

Der Jnstructionsrichter Wilhelmi, k. A.

Versteigerungen.

928) Steinbach.

Freitag am 16. Mai 1851,

soll im Gemeindewalv der Gemeinde Steinbach, Tistrict Embach, Häghecken, Ameisenkopf nach­stehendes Gehölz versteigert werden:

29 Stecken Vuchen-Scheidbolz,

65 u u Prügelholz,

24 « Stockholz,

1800 Stück » Wellen,

8 Stecken Eichen-Scheidholz,

2 ,, » Prügelholz,

5 u Stockholz,

150 Stück ir Wellen,