Ausgabe 
10.5.1851
 
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898) Gießen. DaS seither von Hrn. Bäcker Wilhelm Hellmold bewohnte Logis ist in gleicher Eigenschaft für einen Bäcker vom 1. August an weiter zu vcrmiethen. Auch kann jedes andere Geschäft daselbst betrieben werden und können Lieb­haber dazu das Nähere bei mir erfahren.

Heinrich H e l l m o l d I.

857) Gießen. Mehrere möblirte Zimmer, mit der Aussicht auf den Brand, sind zu vermie- then bei H. H o ch st ä t t e r.

512) Gießen. Das bisher von Herrn Pro­fessor Dr. Schäfer bewohnte Logis, mittlere Etage, in meinem (vormalS Pilger'schen) Hause auf dem SelterSwcge, ist anderweit zu vermielhen, und kann den 17. Juni bezogen werden.

PH. Schlatter, Buchbinder.

908) Gießen. Eine Familienwohnung mit Laden ist zu vermielhen bei

Weidigs Wittwe am Lindenplatz.

918) Gießen. Ein möblirteö Zimmer mit Cabinet ist zu vermielhen bei C. Ebel

auf dem Kreuz.

920) Gießen. Ein Familien-Logiö an der Hauptstraße, ebener Erde, das sich zu jedem Ge­schäft eignet, ist zu vermiethen. Das Nähere in der Erped. d. Bltts.

Vermischte Nachrichten.

691) Frankfurt. Das Anlehe» deutscher Fürsten und Edelleute, garantirt vom Prinzen Friedrich von Preutzen, Herzog von Nassau, Herzog von Meiningen, Herzog von Sachsen-Coburg u. <i. m., bietet die schönen Gewinne von st. 23,000, 20,000, 18,000, 16,000, 14,000, 13,000, 12,000, 11,000, 10,000, 10 ä 3,000, u. s. w.

Nächste Ziehung am!3 Mai 1831.

Zu diesem äußerst vortheilhafteingerichteten und in jeder Hinsicht empfehlenswerthen Spiel, können Loose zu folgenden Preisen bezogen werden: Einzelne Loose a 1 Rthlr., 4 Stück a 3 Nthlr., 9 Stück ä 6 Rthlr., 20 Stück ä 12 Rthlr., 56 Stück ä 30 Rthlr. durch das unterzeichnete, mit dem Verkauf beauftragte Großhandlnngshaus

Julius Strebel jun. et Comp.

Banguiers in Frankfurt a. M.

913) Gießen.

Tanzunterrichts - An)eige.

Montag den 12 d. M., wird der Tanzunterricht bei dem Unterzeichneten seinen Änfang nehmen Es sind daher die Mäd­chen um 6 Uhr, und die jungen Herrn um 7 Uhr eingeladen, sich im Saale des früheren Gasthauses zum Löwen auf dem Neuenweg einzufinde», um die Etntheilungen der Stunden treffen zu können.

C. Hummel.

893) Gießen. Schon seit längeren Jahren hat man die Raucher meines Tabaksfabrikats durch Unterschiebung von verfälschten geringen Sorjcn zu täuschen gesucht, indem man meinen Namen auf den Etiguetten durch Verwechselung einzelner Buch­staben in Gall, Gaul, Gäil u. dergl. veränderie, sonst aber Etiguctie, Schrift und Verpackung den aus meiner Fabrik kommenden ächten Sorten genau nachmachte.

Ich habe dieses bisher in der Voraussetzung nackgeschen, daß die Käufer sehr bald durch die schlechtere Qualität, welche unter diesen nachgemach­ten Etiguetten verkauft wurde, auf die Abweichung im Namen von selbst aufmerksam gemacht werden müßten, was auch der Fall war.

In neuerer Zeit aber ist man mit diesen Ver­fälschungen sogar so weit gegangen, daß man meine Etiguette und Namen vollständig nachmachte, und nur am Stempel der Nachricht vor meinen Namen das Wortnach" setzte, und über die Nachricht die Worte: »fabrizirt nach Gg. PH. Gail in Amsterdam," Letzteres jedoch so angebracht, daß es ganz vom Umschlagpapier verdeckt ist, so daß es nicht leicht vom Käufer bemerkt werden kann, und daher übersehen wird.

Um nun einestbeils die Käufer meiner Tabake vor dieser unerlaubten Täuschung zu warnen, und anderntheils dem zu begegnen, daß das wohl be­gründete Renommee meiner Sorten durch diese schlechte Fabrikate bei dem Publikum beeinträchtigt werde, mache ich letzteres hiermit auf diese Ver­fälschungen aufmerksam und werde ich ohne Verzug gegen die Fabrikanten, welche meinen Namen auf so gewissenlose Weise zu mißbrauchen sich erlauben, gerichtliche Schritte einleiten, sowie ich nicht verfeh­len werde, die Namen derselben sowohl, wie die­jenigen der Verkäufer, welche sich ferner erlauben nicht aus meiner Fabrik kommende Tabake mit meinem Namen zu verkaufen, öffentlich bekannt zu machen und solchen Geschäftsleuten ferner aus mei­ner Fabrik keinen Tabak mehr zu liefern.

Georg Philipp Gail in Gießen.

910) Gießen. Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige , daß ich mich da­hier als Herrenkleidermacher etablirt habe und, unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung, einem geneigten Zuspruch entgegen sehe. Meine Wohnung ist in dem Nebenhause des Schreinermeister Hen­kelmann in den Neuenbäuen.

Gg. Sehrt.

905) Gießen. Derjenige, welcher gesonnen ist, aus meiner mit einer Pumpe versehenen Dung- grube sich für das ganze Jahr die Mistjauche unentgeldlich zu fahren, beliebe sich an mich zu wenden.

Joh. Bramm.