Ausgabe 
7.5.1851
 
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Beilage zu .N 37 des Anzeigeblattes.

880) Gießen. 1000 st. Kapital auS der Lober'scheu Stiftung liegen gegen doppelte ge­richtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit.

Gg. PH- Gail.

Die Erpedition d. Bltts. ist gerne bereit, eingehende Gaben in Empfang zu nehmen und seiner Zeit Rechnung darüber abzulegen. Die Expedition.

Vermischte Nachrichten.

891) Gießen.

Sonntag den 11. Mai

Concert

der

Bürgerwehr-Musik

im Leib'schen Saale.

881) Gießen. Zu der demnächst abzuhalten­den Bücherversteigerung werden noch bis Ende Mai Bücher angenommen.

Gießen den 5. Mai 1851.

Ehr. PH. Vogel.

838), Salzhausen.

Kad- und Drmmcnlmr zu Salzhausen.

Die diesjährige Bade-Saison beginnt mit dem ersten Juni, was wir mit dc»n Bcmerkm zur öffentlichen Kenntnis; bringen, daß man sich wegen Logrsbestellung baldigst an ()astwtt h S e u m ö Wittwe im Kurhaus oder in anderen Angelegenheiten an die unterzeichnete Leher de

^^Salzhausen den 1. Mai 1851. Dw Gm Hess. Bad.Direetion

3 1 vr. Möller. Tasche.

Kölner D o m b a u.

Der im »Kölner Domblatt« Nr. 72 jüngst veröffentlichte Bericht des DombaumeisterS, Ko«W. Reaierunas- und Bauraihes, Herrn Zwirner, stellt die Vollendung der Umfassungen nebst der defini- Ilven Ueberdachung des Domes, so wie die Beseitigung dcr Scheidewaud des lwhenEhoreS nmenha! der nächsten drei Jahre in sichere Aussicht, spricht aber zugleich die Befürchtung aus, daß das im ^alre 1848 errichtete kostspielige Nolhdach und die damit verbundenen Gerüste nach drei fahren erneuert werden müßten, wenn bis dahin die definitive Ueberdachung nicht erfolgt fein wurde. Der Kölner Dombau hat in jüngster Zeit bedeutende Summen in Anspruch genommen; er wird aus Staatsmitteln mir einem ansehnlichen Betrage in der Voraussetzung jährlich unterstützt, daß durch Doiilbausreuiide von nah und fern eine diesem entsprechende Summe jährlich aufgebracht werde. Der Dombaumeister, welcher bei der zweiten Grundsteinlegung, im Jahre 1842, versprochen, die ganze Kirche, freilich theilweise unter Nothdach, im Jahre 1848 dem Gottesdienste zu übergeben, hat Wort gehalten; er wird auchi sein. neues Versprechen lösen, wenn jährlich die Summe von 100,000 Thalern m den nächsten drei wahren zur Verwendung kommen kann. Die in diesen Umständen für uns liegende dringende Aufforderung , für Vermehrung der Baumiltel Bedacht zu nehmen, hat uns zuuächlt veranlaßt, die Stadt, welche den a - ehrwürdigen Tempel umschließt, zu außerordentlichen Opfern für den Bau anzugehen, und hoffen nir, daß die von dieser Seite in Aussicht genommenen Gaben unseren Erwartungen entsprechen werien- Dte nölhigeu Geldmittel sind aber so bedeutend, und die Sache des Kölner Dombaues ist eine fe allgemeine, daß die Bille um einen Beitrag bei allen Deutschen, wo dieselben auch ihren Wohnsitz haben mochte,,, gerechtfertigt erscheint. Die Zierde deutschen Landes, der Kölner Dom, m welchem architektonische Kunst und harmonische Schöne ihren gemeinsamen höchsten Triumph feiern, das herrliche Bauwerk, welches so viele Künstler beschäftigt und eine Steinmetzhülle unterhält, die ihre Sproßen nach allen WeNgegenoui treibt, dabei an 400 Arbeitern und ihren Familien den nölhigeu Unterhalt gewahrt, verdient wohl die Theilnahme eines jeden Kunstfreundes, eines jeden edel denkenden Menschenfreundes. Mochte de m ach unsere Bitte, dem großen Werke eine Gabe zu widmen, aller Orten Gehör finden und der erhaoene Tempel vollendet werden zur Ehre Gottes, der Kunst und aller deutschen Brüder!

Köln, den 31. März 1851. ,

Der Vorstand des Central-Dombau-Vereins-