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Feilgebo ten.
1170) Gießen. Wie bekannt, ist die Anwendung der verschiedenen Zahnpulver (von Holzoder Brodkohle, Tabaksasche 2c.) nicht allein unzureichend, die Zähne vollständig von allem Ansätze zu reinigen und ihren Glanz wieder herzustellen, sondern cS wirken auch noch diese Mittel in Pulverform auf die Dauer theils nachtheilig auf das Zahnfleisch, theils schädlich auf den Zahnschmelz. Diese Thatsachen haben zu langjährigem Sammeln von Erfahrungen und Forschungen über eine zweckmäßigere Form eines Zahnmittels Veranlassung gegeben und das Ergebniß dieser Studien ist
Dr. Suin de Boutemard’s
aromatische Iahnpasta.
Es ist nämlich die Paste»- (Seifen-) Form als diejenige Form erprobt worden, welche mit der das Zahnfleisch stärkende» Wirkung zugleich die zu- verlässtgste, unschädliche Reinigung der Zähne, die Zerstörung der sich auf den Zähnen bildenden thieri- schen und vegetabilischen Parasiten, sowie einen wohlthätigen Einfluß auf die ganze Mlundhöhle und deren Geruch verbindet, und also mit Recht al» dar Deste empfohlen werden kann, was zur Lultur und Conscroation der Zähne — eines so Wesentlich en Theiles menschlicher Schönheit und Gesundheit — und zu Verhütung krank- hafier Affectionen derselben geeignet ist.
Dr. Snin de Boutemard's Zahnpasta, — welche in Gießen nur bei Carl Frech zu haben ist, — kann also nach dem jetzigen Standpunkte der kosmetischen Chemie als das Köchster- reichbare in Bezug auf ZahnKultur bezeichnet werden; der Preis eines Packetchens (für einen mchrmo- natlichcn Gebrauch ausreichend) ist auf 12 Slbgr. festgeftellt.
1256) Gießen. Bei Frau Ferber im Hessischen Hofe steht ein neuer Tafel-Form-Flügel über 6 und ‘/2 Octav, sehr gut, mit Stahlplatten und Eisenftäben versehen, billigst zu verlausen oder zu vermiethen.___
1255) Friedberg.
Anzeige.
Rohre für Weißbinder, sowie für Weber sind stets zu den äußerst billigen Preisen zu haben bei Carl Hironimus,
wohnhaft in der Schuhmachergasse, Nr. 295 in Friedberg.
1261) Gießen. ~ Eine doppelte HauSthürej mehrere Fenster mit Rahmen und allem Zugehör, noch im besten Zustande befindlich, stehen wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Wo? sagt die Erped. d. Bltts.
Zu vermiethen.
1259) Gießen. In der Wallthorflraße ist ein Logis zu vermiethen bei Schmied Unverzagt.
1252) Gießen. Die den Balthaser Herberts Erben zustehende Scheuer ist zu vermiethen und das Nähere bei Herrn Christoph Keil zu erfahren.
1257) Gießen. Mein Vorderhaus in der Wolkengasse, welches ganz neu hergerichtet ist, kann ganz oder auch getrennt an eine stille Familie vcr- miethet werden. H. R o t h a u g e
in der Neustadt.
512) Gießen. DaS bisher von Herrn Professor Dr. Schäfer bewohnte Logis, mittlere Etage, in meinem (vormals Pilger'schcn) Hause auf dem SelterSwege, ist anderweit zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden.
P h. Schlatter, Buchbinder.
Vermischte Nachrichten.
1253) Gießen. Der Unterzeichnete erlaubt sich seine frühere Anzeige in diesem Blatte zu wiederholen, daß er sich dahier etablirt habe und sich nicht nur mit Clavierstimmen, sondern auch mit Reparaturen von dergleichen Instrumenten beschäftige. Er hofft dadurch dem noch hin und wieder bestehenden Jrrthume zu begegnen, als ob es hier an einem tüchtigen Clavierstimmer mangle und man daher Jemand von einem anderen Orte kommen lassen müsse.
H. Rudolph, am Marktplatz, Lit A. Nr. 8.
1264) Gießen.
11 n I) - K ch u l e.
Mehrere Schülerinnen können jetzt noch in dieselbe aufge wmme» werden.
Helene Magen,
_____ Wallthorftraße, Lit. A. Nr. 116.
Gießen. Sonntag den 6. Zuli, des Nachmittags 4 Uhr, rückt die Bürgerwehr zum Ererziren aus.
Das Ober-Commaudo der Bürgerwehr Fresenius. (1258)
1226) Gießen.
Kunst-Anzeige.
Mit hoher obrigkeitlicher Erlaubniß zeige ich einem geehrten in- und auswärtigen Publikum hierdurch an, daß ich mit einer zahlreichen akrobatischen, equi- libristischen, athletischen, gymnastischen und Ballet- Sciltänzer-Gesellschafk die Ehre habe, Sonntag den 6. und den darauf folgenden Sonntag den 13. Juli meine 1. Vorstellungen dahier zu geben. Ich verspreche einem geehrlesten Publikum eine Vorstellung zu geben, welche eine Dauer von 2 Stunden hat und jede Abtheilung mit Abwechslung der Künste. Zum Schluffe der Vorstellung wird die berühmte Seiltänzerin, Madame Schrumpf, die Reise auf einem Seil, welches 80 bis 100 Schritt lang und 100 bis 150 Fuß hoch aufgcspannt ist, mit 30 Pfund schweren Ketten, überS Kreuz geschlossen, vor-


