Ausgabe 
27.3.1850
 
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folgen lassen und bitten um Ihre geneigte Vermittelung geeigneter Personen zur Empfangnahme von Unterstützungen, welche ihnen freiwillig für die Verunglückten einer ohnehin armen Gegend zugehen, auch um demnächstige gefällige Nachricht von dem Resultate.

Trapp. Schaaf.

Abschrift.

Regierungsbezirk Biedenkopf, 23. Februar. Die Gemeinde Allendorf ist in der Nacht zum 22. durch ein großes Brandunglück betroffen worden, indem das Feuer, bei dem starken Sturmwinde, rasch vcr- breitet, binnen wenigen Stunden 37 Wohn- und 30 Nebengebäude verzehrte. Dem Elend ist noch da­durch vermehrt, daß Lebensmittel und Hausgeräthe, selbst die nothwendigsten Kleidungsstücke verbrannt sind, so daß die Verunglückten selbst, wie die übrigen Einwohner, welche ihre Habseligkeiten vor der weiter greifenden Flamme in Verwirrung zu retten suchten, und nun die Obdachlosen zu sich ausgenommen haben, in drückenden Mangel versetzt sind. Wiewohl von den umliegenden Orten und ganz besonders von Biedenkopf die erste Hülfe eingetreten ist, so wird doch die unglückliche Lage der Gemeinde Ällendorf, welche im vorigen Jahre so sehr durch Hagelschlag, und erst kürzlich durch Ueberschwemmungen gelitten hatte, einer längeren und ausgiebigeren Beihülfe bedürfen. _____________

Edictalladung.

511) Lich. Die in Nr. 21 des Gießner An­zeigeblatts veröffentlichte Edictalladung vom 25. Febr. d. I., betreffend die Revision des Hvpmhekenbuchs der Gemeinde Hattenrod, wird mit dem Anfü­gen wiederholt, daß etwaige Ansprüche aus den, in vorbemerkter Verfügung speciell verzeichneten Hvpothekeneinträgen sogewiß binnen der bestimmten zweimonatlichen Frist bei dem untencichneten Gerichte anzuzeigen sind, als sonst die betreffenden Hypo- thekeneinträge für erloschen erklärt, resp. in dem Hypothekenbuch gelöscht werden.

Ebenso werden Alle, welche auf Immobilien in der Gemarkung Hattenrod radicirte, gerichtlich be­stätigte Verunterpfändungen besitzen und besondere Aufforderung nicht erhalten haben, wiederholt auf- gefordert, binnen der bestimmten Frist von zwei Monaten dahier, unter Vorlegung ihrer Urkunden, Anzeige zu machen, widrigenfalls sie den Ansprüchen auf Ersatz des Dritten dadurch etwa zugehcnden Schadens ausgesetzt werden.

Lich am 15. März 1850.

Großh. Hessisches Landgericht.

Stein.

Versteigerungen.

614) Butzbach.

Main - Weser- 41 Eisenbahn.

Sektion Butzbach.

ULLA

Dienstag den 2. April, des Vormittags um 10 Uhr, sollen Erdarbeiten im Ganibacher Wald, zu 1900Gul- den veranschlagt, durch öffentliche Versteigerung an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Butzbach am 22. März 1850.

Der Gr. Sections-Jngenieur. E i ck e m e i e r.

633) Gießen.

Verpachtung des städtischen Steinbruchs an der Steinrutsch.

Montag den 7. April l. I., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Rathhause dahier der Steinbruch an der Steinrutsch an den Meistbietenden verpachtet werden. Die Gr. Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden zu veröffentlichen.

Gießen den 23. März 1850.

Der Vürgermelster-Vlcar Rühl.

Feil geboten.

141) Gießen. Wegen Räumung meines La­gers von Cigarren offerire ich dieselben, bei Ab­nahme von */10 Kistchen, zu den Einkaufspreisen und bemerke, daß bei Bündeln von 25 Stück nur ein kleiner Preisaufschlag statt findet.

G. Schmid tb o r n.

619) Gießen. Die neuen Tapeten-Muster- karten des Herrn H. Amtmann in Mainz sind mir eben zugekommen, und empfehle ich diese zur ge­neigten Ansicht hiermit bestens.

Louis Labroisse.

622) Gießen. 30 Centner gutes Heu sind zu verkaufen bei August Zimmermann in den Neuenbäuen.

625) Gießen. Alle Sorten Stempelpapier, namentlich auch Formularien für Bürgermeister ver­kauft Botenmeister Schlatter

in der Caplansgasse.

624) Gießen, Seidenhüte neuester Faoon empfiehlt Ph. Lüdeking.

142) Gießen. Spanische Weine des Herrn Fa- Benedica Yriartis in Cadix bei

G. Schmidtb 0 rn in Gießen.