Ausgabe 
19.6.1850
 
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Beilage zu .N 49 des Anzeigeblattes

Vermischte Nachrichten.

1222) Lübeck.

Beachte nswerth!

Wie und wo man für 8 Thaler Pr. Courant in Besitz einer b a a r e n Summe von ungefähr

Iweimalhundert tausend Thalern

gelangen kann, darüber ertheilt das unterzeichnete Commissions-Büreau unentflelbltd) nähere Auskunft. Das Büreau wird auf desfallfige, bis spätestens den 15. Juli d. I. bei ihm eingehende franftrte Anfragen prompte Antwort ertheilen, und erklärt hiermit ausdrücklich, daß, außer dem daran zuwenden­den geringen Porto von Seiten des Anfragenden, für die vom Commissions-Büreau zu ertheilende nä­here Auskunft Niemand irgend etwas zu entrichten hat.

Lübeck, Juni 1850. Eommrssions-Aüreau,

Petri-Kirchhof M 308 in Lübeck.

1218) Friedberg.

Anno nee.

Der unterzeichnete, von Paris zurück, hat hier eine Regen- und Sonnenschirm-Fabrik etablirt, be­sorgt dabei alle Reperaturen, wird den nächsten Markt in Gießen beziehen und im Gasthaus zum Prinzen Carl logiren.

Reperaturen, sowohl an Regen- als an Son­nenschirmen werden prompt und billig besorgt.

Auch wird Herr Gasthaller zum Prinzen Carl die Gefälligkeit haben, Bestellungen entgegen zu nehmen. Friedberg den 6. Juni 1850.

S. Garde, Regenschirmfabrikant.

1270) Gießen. Ein gesitteter Junge kann als Scribent Beschäftigung erhalten. Bei wem sagt die Erped. d. Bltts.

1284) Gießen. Nächsten Sonntag den 23. d. Mts. spielt das

Musikcorps

der

GardeCheveauxleqers

von Butzbach wieder im Buschischen Garten dahier.

Der Eintrittspreis für Herren ist mindestens 9 fr. Damen zahlen nichts.

1266) Heuchelheimer Mühle. Mittwoch den 19. Juni findet

Harmonie Mufik durch das Mufikcorps der Garde-Reserve in Wetz­lar dahier statt.

Heuchelheimer Mühle, den 14. Juni 1850.

Das von dem Unterstützungsausschuß für die Abgebrannten zu Bingen erhaltene Schreiben über den Em­pfang der am 5. laufenden Monats übersandten milden Gaben bringen wir nachstehend zur Kenntniß der hie. sigen Wohlthäter.'

Gießen, den 17. Juni 1850.

Appel. B. Busch. Kempfs. Labroisse. Rühl. I. G. Spruck.

Bingen, den 10. Juni 1850.

Im Namen des hiesigen Unterstützungs - Ausschusses machen wir Ihnen die ergebenste Anzeige von dem richtigen Empfang der Summe von Fünfzig acht Gulden und fünfzehn Kreuzern, welche Sie unter dem 5. Juni an uns einzusenden die Güte hatten.

Zugleich versichern wir Sie, gechrteste Herren, deren gefällige Vermittelung uns obige Gabe zugewendet hat, sowie diejenigen Bewohner Gießens, deren wohlthätige Nächstenliebe sich durch Spenden für ihre hülfs- bebürftigen Brüder in Bingen bewährt hat, des wärmsten Dankes sowohl von Seiten der Unglücklichen, denen jene Liebesgabe zufioß, als von Seiten des Unteistützungs-Auchchusses.

Mit der Bitte, unseren Dank zur Kenntniß der menschenfreundlichen Geber bringen zu wollen, zeichnen in Hochachtung

Für den Unterstützungs-Ausschuß

der Vorsitzende Kertell, Bürgermeister, der Kaffirer der Secretär

Joachim Feist. Ed. Sander, Realschuldirector. (1283)