Berlage zu M 30 des Anzcigeblattes.
Angekommme und abgereiste Fremden vom 9» b's 11* April 1850.
den Gasthäusern.
/.» Einhorn : Hr. vHahn, Prof. ». 3»na. $t.»• Westerhaqen, Lieutn. v. Kloppenheim. Hr. o. Klctzbach, R?nt « München. $>r. Hofmann, Pfarrer v. Bottenhorn. SSt. Volk, Oecon. v. Kirtorf. Hrn Kff. Jßland v. Furth, Sebramm v. Mannheim, Tennes v. Rheydt, Wohnmann v. Gießen, Rothmüller v Münz. Winter v. Rheydt, Eschweg v Frankwrt u. Weyel v Cöln. Hr. Graf Rosa, König! Säcks. Hofmarschall «. Dresden. Hr Baron, v. Heidewolf, Direkt ». Marburg Hr. Dr. Kümmel, Ad«, v. Wetter. Hr. Klauer, Partik. v. Hamburg. Hr. Haberkorn, Bürgermeister v. Grünberg. Hr Keßler, Dr philol. v. Berlin. Hr. Wagner. Maler v. Wittenberg. Hr Jermie, Rent. v. Wummerstein. Hrn. Pferdehdlr. Langsdorf v Battenfeld u Mayer v. Gladenbach. Hrn. Kff. Weber v. Offenbach, Schuster v. Frankfurt u. Klein v. Schwalm.
Rayvrn: Hr. Bulte, Uhrm v. Frankfurt. Hr. v. Schneider. Gutsbes. v. Dresden Hr. Rehorn, Fabrik v. Blauen. Hr. Hübner, Part v. Berlin Hrn Kfl. Leichter v. Worms, Moll v. Allendorf, Ncidhard v. Blauen, Stock v. Frankfurt, Hofmann v. Cöln u. Graß v. Erdhütten Hr Möring, Cand v. Basel. Hr Nees, Fabrik, v. Offenbach Hr. Moosler, Tanzl. v. Hanau. Hr. Hegmann, K. N-ederl. Oberstabsarzt « Dietz Hr. Piegler, Dr. med. v. Usingen.
In Prinz Carl-. Hr. Sternberg, Kfm. v. Solingen. Hr- Keim, Gärtn. v. Darmstadt. Hrn. Oecon. Rauch v.
'©inn u Wendel v. Fleisbach. Hrn. Geschäftsl. Löwenstein v. Frohnhausen, Fröhlich v. Ulrichstein, Wertheim «.Hatz- back>, Katz v. Jesberg, Rotb v Niederohmen w Rmg v. Höchst Hr Naulch, Spedit «. Großeichen Hr Fntzmger Steinh., Kauß, Bäck-r, Heilmann Oecon u. Holzmger Bäcker v. Büdingen. Hrn Geschä'tsl. Lehr v Stemfurt, Heß v. Mockstadt, Neun ». Diedelsheim u. Helfendem v. Otterbach. Hr. Spamer, Metzg v Schotten. Hr. Dlekes- hcim, Kfm. v. Mainz.
I,n Darmstaerlter Haus: HkN. Geschäfts! Blumenthal, Dummbeck u Dammriß v. Momberg, Koch v Glauberg,. Dreieckcr v. Dodenau, Eschle v. Fortwangen, Kuhl v. vom- berq, Rothe «. Battenberg. Engel v. Ebersgöns, Braunau. Wahl v. W nterberg, Simon v. Glrdenb.ich, Leude^ v «o- del. Stern v. Ortenberg, Wagner und Scheid v. Ruppertsburg. Rudolph v. Rupperteuroth u. Klein v. Bonn.
In den Privathäusern.
Bei Hrn. Dr. Ettling: Frau Bender u. Frau Flinsch v Frankfurt. — Bei Hrn. Oppermann - Fr. Sachs v. Marburg. —' Bei Hrn. Hofg-Dir v. Hellmolt: Hr. v. Hellmolt, Stallmeister v. Kopenhagen. — Bei Hrn. Wag- nermstr. Koch: Frl. Böger v Wiesbaden. - Bei Hrn. Fuhrm. Rinn: Frl. Wagner v. Lumda. — Bei Wtw. Petri: Hr Gottmann, v. Arolsen —
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An die Handwerker!
Es sind jetzt schon über 2 '/2 Jahr, als im hie- sigcn Anzeigeblatte ein Aufsatz erschien, betitelt: Zukunft der Handwerker, (in Nr. 62 vom 4. August 1847 ) Hierin war dieselbe mit so düstern Farben geschildert, und das Ganze eignete sich so sehr zur Cntmuthigung des Handwerkerstandes, daß ich mich nicht enthalten konnte, eine Erwiederung darauf folgen zu lassen; sie erschien in Nr. 66 desselben Jahrgangs, und war mit: „Ermunterung für die Handwerker," überschrieben. Ich bezweckte damit nichts Weiteres, als denjenigen von Euch wieder Muth einzuflößen, die sich vielleicht durch den Inhalt des Aufsatzes in Nr. 62 zu sehr hätten darnieder beugen lassen; denn nichts ist schädlicher für einen Geschäftsmann, als wenn er, ein Kopfhänger, seine Hoffnung schwinden läßt, und trostlos in die Zukunft schaut.
In dem gleich darauf folgenden Blatte Nr. 67 wurde in einem mit S......unterzeichnetem Artikel
die Aufforderung an mich gerichtet, Mittel und Wege anzugeben, wodurch die allgemeine Noth der Handwerker gehoben oder wenigstens gemilvert werden könnte. Ich ließ damals meine Ansichten hierüber in den Nummern 83 und 84, unter der Ueberschrift: Erwiederung auf die Erwiederung von S...... folgen,
indem ich Euch aufforderte, zusammen zu treten, und über meine Vorschläge Euch gemeinschaftlich zu be- rathen und einen Beschluß zu fassen.
Freilich waren alle diese Artikel nicht mit meinem Namen, sondern nur mit E. — unterzeichnet, und auch diesesmal mag es noch sein, obschon ich mich gern nennen werde, falls dieses irgend zweckvienlich sein sollte.
les.
Ich hegte die Hoffnung, daß mindestens Einige von Euch sich für die Sache interesfiren und dieselbe in Angriff nehmen werde; aber ich täuschte mich. Das Einzige, was darauf erfolgte, war ein im Anzeigeblatte Nr. 93, vom 20. Movember 1847, mit K. unter- zeickneter, und „Einige Worte eines Handwerkers," überschriebener Artikel, worin meinen Vorschlägen mit kurzen Worten lobende Erwähnung geschah; aber hierbei behielt cs auch sein Bewenden.
Wenn ich alles dieses vorhergehn lasse, so wollte ich damit darthun, daß ich schon in 1847 die Idee zu einer Association hatte, die Ihr zu begründen habt, und die nur, nach meiner Meinung, Euch von dem Uebel befreien kann, an dem Ihr leidet.
Der Handwerkerstand ist seit jener Zeit nun noch mehr heruntergekommen. Arbeit und Verdienst haben sich seitdem noch in weiterem Maaße geschmälert. Das Jahr 1848 ist erschienen; die unruhige Zeit, die es mit sich brachte, führte die allgemeine Stockung alles lebendigen Verkehres herbei, und so lagen Handel und Gewerbe darnieder. Obschon die Zeiten wieder ruhiger, geworden, und das allgemeine Vertrauen sich wieder zu heben begonnen hat, so mögtc doch dadurch Euer Loos nicht sobald und in dem Grade verbessert werden, als Ihr cs wünschet und Euch Noth thut.
Deshalb halte ich es für angemessen, ein Wort zu Euch über Eure Verhältnisse zu sprechen.
Also, wie es um Euch steht, und, wie man zu sagen pflegt, wo Euch der Schuh drückt, das wißt Ihr, darüber brauche ich mich nicht weiter auszulaffen; cs handelt sich nur darum, die Frage zu beantworten, wie und auf welche Weise dem Nebelstande abzuhelfen sei.


