Beilage zu eM 21 des Anzeigeblattes.
Besondere Bekanntmachung.
228) Gießen.
Aufforderung au die Schuldner der hiesige» Pfand- und Leihanstalt.
Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, October, November und December 1849 verfallen sind, werden anfgefordert, in dem Zeitraum vom 15 Februar bis zum 15. März, dieselben entweder einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 15. April d. I. stattfindet.
Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst in dem Vcrsteigerungstermin, gegen baare Zahlung, einlösen können.
Pfänder auS wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelöst werden.
£5^ Die Herren Bürgermeister des Regierungsbezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu wollen.
Gießen am 9. Februar 1850.
Die Pfandhausverwaltung.
Bieler. Pfeil.
Versteigerungen.
381) Gießen.
Montag den 25. März d. I., Mittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhaus die den Erben des Schreinermeistcrs Georg Friedrich Haubach dahier, zustehende Hofraithe, als:
Grundb. mKlftr.
y20l 18 Hofraithe in der Löwengasse, wiederholt und zum letztenmal öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen am 27. Februar 1850.
Der Beigeordnete Rühl.
321) Gießen. In Folge des kürzlich erfolgten Ablebens des Ludwig Hoffmann soll auf freiwilliges Nachsuchen dessen Wittwe die zur Verlaffen- schaft ihres Mannes gehörige und in der Gemarkung Wieseck gelegene Besitzung (die Badenburg) bestehend aus einem Wohnhause, einem Sommerhause, einem Tanzsaale, Scheuer, Stallungen, Kellern, und den Gartenanlagcn mit der Ruine, ferner daS dazu gehörige Gut, zusammen an Garten, Aeckern und Wiesen, ohngefähr 22 Morgen haltend,
Freitag den 5. April d. I, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle, unter den zuvor bekannt gemacht werdenden Bedingungen verkauft oder verpachtet werden.
Diese Besitzung ist nur %, Stunden von Gießen entfernt, an der Lahn und an der ganz nahe daran nach Marburg ziehenden Eisenbahn gelegen, und eignet sich durch diese günstige und zugleich durch ihre romantische Lage sehr zum Betriebe der Wirth- schaft, welches Geschäft daselbst auch seit vielen Jahren mit Erfolg betrieben worden ist.
Die Steigliebhaber haben sich bei der Versteigerung über ihre Zahlungsfähigkeit auszuweisen, so- ferne solche nicht gerichtskundig ist, und werden sonst nicht zum Mitbieten zugelassen.
Gießen am 21. Februar 1850.
Gr. Hess. Landgericht Ploch.
489) Gießen. Nachstehende städtische Grund stücke:
laut Grundbuch
Flur Nr. oKlstr.
27 153 290 Wiese über der Wieseckbrücke, rechts der Chaussee,
2 — 230 Laggärten in den vordersten Schießgärten,
2 — 230 daselbst,
2 — 170 daselbst,
2 — 170 daselbst,
2 — 170 daselbst,
sollen Donnerstag den 14. März l. I., Vormittags 9 Uhr,
unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen der Versteigerung nochmals ausgesetzt werden.
Ich bringe dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß diesesmal der definitive Zuschlag erfolgt.
Gießen den 8. März 1850.
Der Bürgermeister-Vicar Rühl.
487) Gießen.
Die Versteigerung städtischer Arbeiten betr. Donnerstag den 14. März l. I.,
Vormittags 8 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause dahier
1. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 24 fl. 33 kr.
2. Seilerarbeit, „ /, 32 „ 18 u
an den Wenigstsordenden vergeben werden.
Gießen den 8. März 1850.
Der Bürgermeister-Vicar Rühl.
461) Gießen.
Versteigerung von Schlosserarbeit. Freitag den 15. d. M.,
Vormittags 11 Uhr, soll in dem Büreau des Directors der Zuchthaus- anstalt zu Marienschloß, die zur Fertigung eines eisernen Hofthors daselbst, erforderliche Schlosserarbeit, veranschlagt zu 276 fl., an den Wenigst-


