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132) Gießen. Düsseldorfer und andere Punsch- Essenze, feinsten Arrac, Rum in verschiedenen Qualitäten, Senf, Sardellen und Häringe empfehle ich zur geneigten Abnahme. I. G. Appel.
142) Gießen. Spanische Weine des Herrn Fa- Benedica Yriartis in Cadix bei
G. Schmidtbor n in Gießen.
206) Gießen. Ich Endesunterzeichneter habe die Ehre, einem geehrten Publikum bei herannahendem Frühjahr alle Sorten Samen, als: Blumen-, Gemüse-, Feld-, Gras- und Wald-Samen, für deren Aechtheit garantirt wird, ferner ausgezeichnete Rosen, sowohl für in Töpfe, als auch ins freie Land, ertra gefüllte Nelken oder Grasblumen, Georginen, Obst- bäumc, Hochstämme als auch Zwergbäume, Weinreben zu empfehlen und können für die Bewohner der Stadt Gießen fortwährend schriftliche Bestellungen bei Herrn Sartorius auf dem Seltersweg gemacht werden, deren ich recht zahlreich entgegen sehe.
Georg Klees, Kuustgärtlier aus Büdesheim iu der Wetterau.
Zu vermiethen-
213) Gießen. Im Gasthaus zum Hirsch sind für nächstes Semester mehrere möblirte Zimmer zu vermiethen.
183) Gießen. In meinem Hause ist die mittlere Wohnung, bestehend in Corridor, 5 heizbaren Zimmern, Kabinet, Küche, 2 Kammern, Keller, Holzremise, Mitgebrauch der Waschküche und Trockenboden, zu vermiethen und Anfangs Mai zu beziehen.
Burckhardt, in den Neuenbäuen.
234) Gießen. In der Nähe vom Wallthor ist ein Garten, mit den besten Obstsorten bepflanzt und über einen Morgen haltend, ganz oder theil- weise zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres im Hause des Herrn Oberinsp. Dietz.
Vermischte Nachrichten.
241) Gießen. Die Mitglieder der 3ten Compagnie der Bürgerwehr werden dringend gebeten sich zu einer Compagniever- sammlung Samstag den 16. Februar Abends 7 Uhr bei Wirth Herbert auf der Mäusburg einzufinden. Rolvss, Hauptmann.
214) Gießen.
Ansprache
an die Wähler des Dezirks Gieren
zum Volkshaus in Erfurt.
Liebe Mitbürger!
Wenn man Euch vor zwei Jahren gesagt hätte: Es wird Euch der Entwurf einer deutschen Reichsversassung geboten werden, nach welcher unter dem Borsitze des mächtigsten der deutschen Könige ein Fürstenrath an die Stelle des Bundestages tritt, demselben aber ein Reichstag zur Seite gestellt wird, bestehend aus einem Staatenhaus, das die Regierungen und die Kammern der einzelnen Länder beschicken, und aus einem Bolkshaus, welches das Volk von sich aus wählt; der Reichstag soll für gemeinsames deutsches Recht, für gleiches Maß Geld und Gewicht, für übereinstimmende Besteuerung und Wehrordnung, für Schiffahrt und Handel sorgen, und alle allgemeinen Angelegenheiten des Vaterlandes sollen von ihm besprochen und unter seiner Mitwirkung geleitet werden; dem Volke aber sind die wesentlichen Grundrechte, die Freiheit des Gewissens, der Rede, der Presse, der Versammlungen und Vereine, dazu die Oeffcntlichkeit und Mündlichkeit im Gerichtswesen und der peinliche Urtheils- spruch durch Geschworne in der Verfassung selbst gewährleistet; — Mitbürger, die Hand auf's Herz, würdet Ihr das nicht für einen Fortschritt erachtet haben, wie Ihr ihn kaum zu erleben gehofft, und hättet Ihr nicht einmüthig zu Eurer Regierung gestanden, wenn sie diesem Entwurf ihre Zustimmung gegeben? Und jetzt, wo uns wirklich das Alles geboten wird, redet man Euch zu, Ihr sollet es trotzig zurückweisen, statt zu retten was zu retten unser wohlverstandenes Interesse erheischt.
Das Werk der Nationalversammlung ist für jetzt unausführbar geblieben, weil die mächtigsten Staaten es nicht angenommen; mag es das Bessere sein, sollen wir nun des


