Ausgabe 
1.5.1850
 
Einzelbild herunterladen

308

Suftfir. v. Wert-Heim, Hr. Bruch, Partik. ».Wetzlar. Hr. Schmecker, Act. v. Vöhl. Hr. Schildkroter, Dtstr.-Emnehm. v. Biedenkopf.

Im Happen: Hr. Freiherr v. Trotte Obrist u. Hr. Dr. Wüst. Med.-R. v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Haas». Cüln, Krämer u. Wallau v. Mainz, Freunann v. Arolsen, Groll v. Bila, Baier v. Frankfurt, Lauder v. Castel, Hauer v. Bremen, Pförtner v. Hamburg, Bürges v. Steuß, Ro­der v. Bremen, Bauer v. Fulda, Demuth v. Frankfurt, Dieterich v. Nidda, Rühl v. Bremen u., Ferner v. West- hof.n. Hr. Bene, Gutsbcs. v. Braunfels. Hr. Garnier. Literat v. Rastatt. Hr. Meinz, Referend. ». Erfurt. Fr v. Baumbach v. Hanau. Hr. Emmerlmg, Mlmst.-R, u Hr. Reh, Ado. v. Darmstadt. Frl. Weigand v. Alsfeld. Hrn. Fabrik. Prctzel v. Hanau u. Köhl v. Hcmo. Hr. Weidenfeld. Oecon. v. Darmstadt.

Im Prinz Carl: Hr. Koller, Kfm. v. Mainz. Hr. Damm, Gastw v. Betzenrod. Hrn. Geschäfts, Rad v. Marburg, Spamer v. Schotten, Romann v. Biebnch, u. Borger v. Offenbach. Hrn. Amtsdien. Frank u. «ranz v. Homburg. Hrn. Rfl. Brennermann v. Coln, Braun u. Bauer v. Frankfurt u. Dükenscheid v. MawZ. Hr Remmg, Gastw. v. Büdingen. Hr. Kröll, Bürgerin, v. Rohrbach. Hrn Oecon Eickemeper v. Breidenheck, Reutzel v. Kafenrod, Korell v. Leusel, Weitzel- v. Ranzendorf, Steuernagel ».

Stockheim, Harth v. Aulendicbach, Faust v. Kleineichen, Wendel v. Hermannstein u Lang v. Mainz. Hr. Hähr, Uhrenhändl. v. Schöna»., Frl.Amberg ».Schäfer v. Gallus. Hr. Riegler, Sind. v. Göttingen.

Im Darmstaedter Haus. HlN. Gefchäftsl. Kenzer v. Wohnfeld, Metz v. Niederofleiden, Heizenberg Lübeck, Franz v. Lembach, Burckhardt, Geig. Müller, Philipp, Alt­haus v. Bromskirchen, Pfeil v. Hirschfeld u. Eiscnherz v. Großenlinden. Hr. Müller, GcnSdarm v. Breidenbach. Hr. Rühl, Fuhrm. v. Homberg. Hr. Steinrück Dr. v. Ehrenbreitenstein.

Im Stern: Hr. Jäger, Gärtn. v. Darmstadt. Frl. Stuhlmann u. Berg v. Wetter. Hrn. Privat!. Strauchmann u. Heilflnger v. Schlefien. Hrn. Oecon. Schildger v. Eck- hardshausen u. Keller v. Kebnbach. Hr Harberke, Handelsm, v. Hesborn. Hrn. Privatl. Bauer, Stcup, Wind, Müller, Ringler u. Loch v. Bromskirchen.

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Fuhrm. Rinn: Frl. Lotz v. Allendorf. Bei Hrn. Adv. Dicrp: Fr. Weiner v. Ortenbcrg. - Bei Hrn. Prof. Dr. Lutterbeck: Frl. Lutterbeck v. Münster. Bei Hrn. Bepfuß: Hr. Westholdermann, Kfm. v. Friedberg. Bei Hrn. Möhl: Hr. Claus, Bezirksbote v. Nidda.

Dun

Ein Besuch in dem Kloster La Trappe.

(Fortsetzung.)

Die Gärten, früher ihrer schönen Anordnung und der trefflichen Bebauung wegen berühmt, waren verwildert und mit Dornen und Unkraut überwachsen, die Ge­mächer, welche bisher die Zeugen der Sammlung und geistlichen Betrachtung waren, dienten zu Ställen und in allen Gebäuden, welche den heuchlerischen Mönchen gehörten, sah man das Laster üppig wuchern.

In dieser Zeit war Armand de Ranco Commenda- turabt des Klosters von La Trappe und wurde der groß- Reformator des Klosters. .

In einer frühem Zeit seines Lebens eben ,o sehr durch seine Talente als seines Hanges zur Verschwen­dung und zum Leichtsinn wegen bekannt, änderte er plötzlich seinen Sinn und zeichnete sich nur durch die Strenge und Reinheit seines Wandels und den Eifer für die von ihm übernommenen Pflichten eben so sehr aus, als früher durch seinen weltlichen Sinn. Was ihn zu einer solchen Sinnesänderung gebracht habe, ist nicht bekannt. Man nennt verschiedene Ursachen und hat namentlich die eine romantisch ausgeschmückt. Man kennt die Erzählung, welche ihn, den Freund Bossuet's, zum begünstigten Freund der Herzogin von Montbazon macht. Seiner Leidenschaft, welche von der schönen Frau gleich heftig getheilt wurde, traten die Bemühungen ihrer Freunde entgegen. Endlich ent­schloß sich die Herzogin zu fliehen und sich mit ihrem Geliebten zu vermählen. Diesen Befchlutz machte sie Rancö schriftlich bekannt, der sogleich lhr entgegeneilte. Während der Reise wird aber die Dame von einem bösartigem Fieber ergriffen und stirbt. Unbekannt mit diesem Zufall, nähert sich Rance bei nächtlicher Weile dem Hause und dringt durch das Fenster in das Zimmer der Herzogin. Das erste, was er sieht, ist ein Sarg und als er ihn zitternd

Druck und Verlag der G. D. Br

t e s.

in banger Ahnung öffnet, liegt der Leichnam der Ge­liebten vor ihm, deren Kopf vom Rumpfe getrennt, ihr zwischen den Füßen liegt. Denn der Sarg war zu klein und um keinen neuen herbeischaffen zu müssen, hatte man diese Auskunft erwählt. Der entsetzliche und die peinlichen Erinnerungen, welche damit ver­bunden waren, bestimmten, sagt diese Mythe, Rance, nicht mehr in die Welt zurückzukehren, sondern in strengen Bußübungen seine Tage im Kloster zu enden. Einige Schriftsteller sagen sogar, er habe das Haupt der Dame seines Herzens mit sich genommen, das fortdauernd tut Kloster als ein Denkmal der Bekeh­rung aufbewahrt werde. Doch sowohl die erste Er­zählung als die zweite möchte sich als historisch be­gründet nicht erweisen. Andere haben daher gesagt, der plötzliche Tod des Herzogs von Orleans, dessen Almosenier er war, habe seine Bekehrung bewirkt. Uebrigens, welches auch die Gründe seiner Bekehrung gewesen sein mögen, die Wirksamkeit seines spätern Lebens ist außerordentlich und bedeutend genug, um ihm einen Platz unter den ausgezeichneten Männern, seines Jahrhunderts anzuweisen.

(Fortsetzung folgt.)

Anekdote.

Einen Bauer, der sein Kind taufen lassen wollte, fragte der Pfarrer, welchen Namen er ihm zu geben gedenke?Det wey ik nid)", antwortete jener.Nun so gebt ihm den Eurigen", sagte der Pfarrer.Mei­netwegen", antwortete der Bauer,ik werde mir wol och ohne eenen Namen behelfen."

hl'schm Buch« und Sttindruckerei.