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Winterberg. Hr». Geschäfts!. Krämer v. Dauernheim, Stahl
Blofeld u Ahl v. Cöln. Hr Hausmann, Spengl. v. Battenberg. Hrn. Handelül. Eschle v Fortwcmge» n Biirck- Hardt v. Reifenberg. Hrn. Geschäfts! Saloh v. Cöln u. Naumann v. Eckcrshain. Hr. Depp, Färb. v. Biedenkopf. Hrn. Geschäfts!. Schmelz v. Langsdorf, Sturz o. Wallenrov, Scharfniß v. Ramberg, u. Hofmann v. Herborn.
Im Siem. Hr. Fuhr, Schuhm. v. Homberg. Hr Löb, Handelsni v. Niederkleen. Hr. Becker, Fuhren, v. Marburg. Hr. Baumann, Mechau v. Berlin. Hr. Reuter, Gerb. v. Staufenberg. Hrn. Prioail. Vöhl v. Frankenberg u gleck- stein v Waldsee. Hrn. Fuhrl. Junghaus u. Speck v. Juberoth. Jungfer Wehn v. Biedenkopf.
In der Sonne: Hr. Will, Handelsni v Hundsböben Fr. Goldman» v. Ershausen. Hin. Geschäftsl. Wagner o. Großendufeck, Weimer, Erb u. Muhl o. Beuern. Hr. Lup,
Geschäftsm. v. Watzenborn. Hrn. Musik. Gremper u. Greist v. Fulda. Hr. Schmelz, Geschäfts»!, v. Maar.
In der Hose: Hr. Herd, Buchb. v. Gladenbach. Hrn. Oecon. Klein v. Obershausen, Borck v. Gladenbach, Stritter v. Oberohinen u. Kalberlach o. Rüddingshausen. Hr. Schömbs, Bäck. n. Hr. Kronauer, Schrein, v. HernShcim. Hrn. Ge- schäftöl. Eckstein v. Vadenrod u. Walther v. Strebendorf.
In den Prrvathäusern.
Bei Hrn. Friedr. Noll: Hr. Noll, Goldarbeit v. Ha. nau it. Fr. Stumpf v Beuern. — Bei Hrn. Ludw. Löb.r: Jungfer Löbec v. Frankfurt — Bei Hin. Sect.-Jngen. Lindt: Fr! Lindt u. Hr. Lindt, Hofger.-Secret.-Acceff. ».Darmstadt — Bei Hrn. Kfm. Böhm: Fil. Scharmann v. Laubach. — Bei Hrn. Steucreinnehni. Mandl: Hr. Lauer, Steuereiunehm v. Biedenkopf.
Sprechhalle
f n r z e i t g e m ä ß e
ES gereicht dem Uiiterzeichnetei, zur innigen Befriedigung , dem Publikum miltheilen zu können, daß die in der Nacht vom 13. auf den 14. März Statt gehabten Ruhestörungen nur einigen Mulh- willigen, nicht aber der w a ch e h a b e n d e n M a n n s chaft der Bürgergarde zur Last gelegt werden können. ($. Bogt.
Gine Frage an Gießens Bürger!
<C Was ist der Zweck der Bürgergarde und inwiefern ist er bis jetzt erreicht?
Ist er der, Polizeidienste zu thun, lärmende betrunkene Personen zu verhaften und sie in ein Lokal unterzubringen, das bisher nur zur Verwahrung ehrlosen Gesindels dienen sollte?
Ist er nicht vielmehr der, in der allgemeinen Bewaffnung Garantieen zu haben gegen willkürliche Eingriffe in die Rechte und Freiheiten des Volkes? War eö nicht dieser Zweck allein, der das deutsche Volk bestimmte Waffen zu verlangen um dieselben gegen seine Feinde im heiligen Kampfe um Freiheit und Recht zu gebrauchen, nicht aber sie als Polizeidiener als Spielzeug zu mißbrauchen? Oder meint Ihr vielleicht Bürger, es sey jetzt nicht melr uöthig, daß wir zu solchem Zwecke uns bewaffnen? Meint Ihr, der Feind der uns bisher bedrohte, sep besiegt? Laßt Euch nicht täuschen Brüder durch unerfüllte Versprechungen; wähnet nicht weil er ruhe, sey er nun vernichtet; er gehet umher wie ein brüllender Löwe und siehet, Welchen er verschlinge.
Mag es ganz gut gewesen seyn in den ersten Zeiten der Aufregung sich gegen die Gefährdung der persönlichen Sicherheit und des Eigenthnms durch Nachtwachen zu schützen; jetzt ist kein Grund mehr solchen Befürchtungen Raum zu geben, folglich auch nicht mehr zu Nachtwachen der Bürger. Nur zu
M i t t h e i l u n g e n.
oft haben sie zu ärgerlichen Reibereien geführt und indem sie den Spott Solcher auf sich zogen, die an solcher entwürdigenden Spielerei kein Gefallen finden konnten, selbst den meisten Anlaß zu Störungen gegeben. — Die Ordnung zu handhaben ist Sache der Polizei und soll sie bleiben. Aber freilich ein solches Schergenkollegium wie eö bisher bestand zurückzuwünschen sey ferne von uns, auf andere Weise müßte man die Polizei zu organisiren suchen, um die Bürger nicht im Allgemeinen in die traurige Lage zu versetzen, entehrende Dienste zu verrichten. Bedenkt einmal Bürger, ob nicht wie ja auch bisher, sich Leute dazu finden, die gerne und freiwillig solche Dienste gegen Vergütung übernehmen. Nun beim! Laßt sie sich melden, das Volk selbst wähle aus ihnen diejenigen, die sich zur Wahrung der öffentlichen Ordnung am besten eignen. Bei wirklicher Gefahr wird auf ein Signal die Bürgergarde bereit seyn die persönliche Sicherheit und das Eigenthum der Bürger zu schützen.
Bedenkt wohl Bürger, daß durch solche Aus- kunflSmittek ihr Euch die traurigen und eines Bürgers unwürdigen Polizeidienste spart!
Bedenkt, daß nur dadurch die eben bestehende Garde aus einer Polizeigarde zu einer Bürgergarde werden kann!
Bedenkt, daß Ihr nach einem hohen Ziele strebt!
Gießen, 18. März. In den Generalralh der Bürgergarde wurde» gewählt: Dr. Sold an mit 760 Stimmen, HofgerichlSrath Völker mit 701 St., Kaufmann E. Pi stör mit 394 St., Hof- gerichtsraih Kraft mit 382 Sl., Profess. Cred- iier mit 377 St., R. Fendt, sind. jur. mit 374 St., Wirth E. L. Ferber mit 370 St. und Rendant Bieler mit 341 St.
Druck und Berlag der G. D. Brüpt'schen Buch- und Steüwruckerei.


