Ausgabe 
22.1.1848
 
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Beilage zu j\i ?.

Vermischte Nachrichten.

Fenerversichernngsbani für Deutschland.

Bitte um Unterstützung der Abgebrannten zu Wimpfen am Berg.

(Gießen.) Das herbe Mißgeschick, welches einen Theil der Bewohner der Stadt Wimpfen betroffen hat fordert zur warmen Theilnahme aller Menschenfreunde auf,, denn 103 Personen haben dnrch den daselbst am 12. d. M. stattgefundenen Brand Obdach und einen großen Theil ihres Mobiliar-Vermögens eil'gebüßt. Wie in ähnlichen früheren Fällen werden die Einwohner unserer Stadt die Ersten seyn, welche ihr Mitleid mit den Unglücklichen werkthätig zu machen suchen. Die Unterzeichneten sind bereit, milde Gaben in Empfang zu nehmen und an den Stadtvorstand zu Wimpfen zu befördern.

Sie bitten, daß ihr Aufruf an den wohlthätigen Sinn ihrer Mitbürger weniger eine rerchltche Beisteuer Einzelner, als eine recht zahlreiche Theilnahme znr Folge haben möge.

Gießen den 18. Januar 1848.

Bonhard. Dr. Engel. Prinz. Gg Reiber. Simon.

101) (Oppenrod.) Auf dahiesiger Bürger­meisterei ist eine rothe Brieftasche mit mehreren Kaufnoteln, welche auf der Chaussee von Gießen nach Reiskirchen gefunden, abgegeben worden. Der Eigenthümer kann dieselbe gegen die Jnserat- gebühren bei dem Unterzeichneteil in Empfang nehmen.

Oppenrod den 14. Januar 1848.

Der Bürgermeister Weis.

112) (Gießen.) 1000 fl. werden in hie­siger Stadt gegen gerichtliche Sicherheit ohne Mak­ler zu leihen gesucht. Wo? sagt Ausgeb. d. Blttö.

100) (Gießen.) Zur weiteren Besprechung über das in diesem Jahre dahier abzuhaltende Sän­gerfest werden sämmtliche Mitglieder der hiesigen Gesangvereine, sowie alle diejenigen hiesigen Ein­wohner, welche sich für die Sache interessiren, höf­lichst eingeladen, sich nächsten

Samstag den 22. d. Mts., Abends 9. Uhr, im Saale deö Gasthauses zum Prinz Carl dahier einfinden zu wollen.

Gießen den 18. Januar 1848.

Der Vorstand des Liederkranzes.

121) (Gießen.) Ein Mann, der das Mahl­wesen, d. h. die Behandlung der Mühlen an sich, gründlich versteht, zngleich auch fähig ist, einem derartigen Geschäft als Verwalter vorzustehen, gute Zeugnisse über sein Betragen beibringen kann, kann unter annebmbaren Bedingungen dauernde Beschäf­tigung erhalten. Derselbe darf auch unter Um­ständen Familie haben. Ganz brauchbare Leute können aber nur berücksichtigt werden. Das Nähere bei Erpedition dieses Blatteö.

117) (Gießen.) Die bisherigen Theilnehmer der Feuerv ersicher ungs bank f. D. zu Gotha werden für das Rechnungsjahr 1847, nach vorläu­figer Uebersicht

30 Procent

ihrer Einlagen als Ersparniß zurückerhal­ten, sobald der genaue Rechnungsabschluß bewirkt seyn wird.

Diejenigen, welche dieser gegenseitigen Versiche­rungsgesellschaft neu beizutreten geneigt sind, wollen sich deshalb an den Unterzeichneten wenden.

Gießen den 17. Januar 1848.

Dr. Bans a.

Zahnärztliche Anzeige.

127) (Gießen.) Zahnarzt A. Weinert aus Mainz ist von Sonntag den 30. Januar bis zum Samstag den 5. Februar bei Herrn Kaufmann Heichelheim am Wallthor anzutreffen. Diejenigen, die seine Hülfe nöthig haben, belieben daselbst ihre Bestellungen abzugeben.

90) (Gießen.) Auf der Baustelle an der Lickenbackbrücke ist mir vieles Steinhauer- und son­stiges Maurer-Handwerksgeschirr, worunter sich namentlich ein großes, auf beiden Seiten gestähltes Hcbeisen, ein kleineres Hebeisen, 3 Stockhämmer, eine Bussirschlage, ein Latthammer, entwendet wor­den. Da außer dem großen Hebeisen die übrigen Gegenstände mit meinem Namen gezeichnet sind, so warne ich für deren Ankauf, verspreche aber Demjenigen, der mir genügende Anzeige davon macht, unter Verschweigung seines Namens 5 fl. Belohnung.

Gießen den 17. Januar 1848.

Balthaser Kann.