Zu vermiethen.
895) Gießen. Auf dem Seltersberg ist ein Zimmer mit Alloven, möblirt, mit der Aussicht aus die Straße, zu vermiethen bei
D r a u d t, Revierförster.
947) Das seit mehreren Jahren von Frau Steuer-Commissär Schüler bewohnte Logis, ist wegen deren Wegzug anderweitig zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.
H e i n b a ch, Instrumentenmacher vor dem Seltersthore.
Vermischte Nachrichten.
855) „ . , (Gießen) .
Scheibenschießen
rtuf dem Hardthofe findet bei günstigem Wetter jeden Sonntag und Mittwoch (Nachmittags 4 Uhr) Statt,
944) Gießen. Sonntag den 21. d. M. im Prinz Carl.
Alle Diejenigen, welche noch zu der sich bildenden Tirailleur - Compagnie beitreten wollen, werden ersucht, Sonntag den 21. d. M., Nachmittags sich im Prinz Carl einschreiben zu lassen.
941) Gießen. Ein Gartenspalier ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Erped. d. Bltts.
848) (Frankfurt.)
Solide, sichere und anempsehlungswerthe Capitalanlage.
Das große Badische Staasanlehen von 14 Million Gulden, von den Landesständen errichtet und garantirt, bietet Gewinne von 14mal 50,000, 54mal 40,000, 12mal 35 000, 23mal 15,000, 2mal 12000, 55mal 10,000 bis abwärts 42 fil.
Die nächste Verloosung findet am 31. Mai 1848 statt und sind hierzu bei unterzeichnetem Handlungshaus Originalloose a 28 fl. zu beziehen. Plane und jede Auskunft gratis.
Jul. Stiebet, jun, Bang., Bureau, Wollgraben in Frankfurt a. M.
Alle von mir bezogenen Loose nehme ich bis zum 30. Juni l. I. im Falle solche in dieser Ziehung nicht herauskommen sollten, jederzeit ä 26 fl. 30 fr. zurück, daher die Einrichtung getroffen ist, daß zur Postersparung nur der Conrsverlnst von Ist. 30fr. einzusenden ist.
Solide Männer, die sich mit dem Debit befassen wollen, erhalten einen schonen Rabatt.
Anfrage-
943) Einige Ausländer, (aber aus Deutschland) fragen hierdurch an, ob sie hier auch das Recht haben für die deutsche Flotte mitzusteuern, oder ob sie ihre Beiträge in die Heimath schicken müssen, da doch diese Sammlungen ebenso im allgemeinen deutschem Interesse sind, wie es die Wahlen behufs eines Volksvertreters waren. . —.
946.
An die in Nro. 40 vom 12ten d. M. zur Sprache gebrachte gerechte Beschwerde gegenwär- gen Preises guter und schlechter, resp. verfälschter Milch, dürfte sich noch eine andere reihen, nämlich die der geistreichen Getränte, namentlich des Biers, um so mehr, als in der Wetterau und in der Gegend von Franffurt solche bedeutend billiger, als hier sind, indem z. B. die Maas ordinäres Bier nur 4 Kr., die Maas Aepfelwein 8 Kr. fostet, denn die Frucht ist gegenwärtig auffallend billig und noch wohlfeiler waren die Aepfel im vorigen Jahre. — Die gegenwärtigen Preise in soweit herunterzudrücken ist aber Sache und Pflicht unserer lo- falen Polizei-Behörde, die des allgemeinen Wohles wegen in dieser Beziehung in's Mittel treten, sich besonders thätig zeigen und nur den Producenten, wenn sie es wünschen sollten, — was in der Rhcingegend und der Bergstraße, sowie zu Sachsenhausen bei Frankfurt der Fall ist, — erlauben dürften, als Stranßwirthe ihr eigenes Gewächs und Fabrikat zu verzapfen. Durch diese Maas- Regeln würden die Herren Wirthc indirect bestimmt werden, ihre bisher beibehaltenen Preise herabzu- sttzen. —
945) Gießen.
Ich halte Denjenigen für einen nichtswürdigen Verleumder, der das Gerücht verbreitete, daß ich bei Denjenigen wäre, die am ersten Tage bei der Abstimmung den Leuten am Rathhaus die Stimmzettel abgenommen und ihnen dafür andere gegeben haben, sowie die hier kommandierten Soldaten gegen ihren Vorgesetzten aufgehetzt habe.
Gießen dm 18. Mai 1848.
Adolph Heimreich.


