Beilage zu M 23

Vermischte Nachrichten.

504) (Bremen.)

Nachricht über Schiffe nach Nordamerika.

Carl Traub, von der Regierung seit 33 Jahren angestellter und beeidigter Schiffsmakler in Bremen (Langenstraße .AS 52.,) wird auch in diesem Jahre fortwährend seste, sichere und schnell- segelnde Schiffe nach Newyork, Baltimore, New-Orleans, Galveston ic., welche mit hohen, geräumigen Zwischendecken und eleganten Cajüten versehen, zur Aufnahme von Passagieren ganz geeignet und zur Ueberfahrt alle erforderliche Bequemlichkeit gewähren, erpediren, und gibt derselbe auf portofreie Anfragen gerne alle erforderliche Auskunft.

Anmeldungen zur Ueberfahrt geschehen schriftlich oder persönlich bei ihm, sowie bei seinem Bevoll­mächtigten Herrn I. G. Appel in Gießen.

Bremen im März 1848.

(Gonterskirchen.) Am 8. März d. I. verlor durch eine von spielenden Kindern verursachte Feuersbrunst, Heinrich Wilhelm Gilbert, ein armer Taglöhner dahier, ein Beit und fast alle ihm und den Sciiiigen zugehörenden Kleidungsstücke, welche Gegenstände den größten Theil seiner Habe ausmachten. Diesen auf ungefähr 70 fl. sich belaufinden Verlust zu ersetzen, war ihm bei seinen dürftigen Uniständen und bei der Theuerung des verflossenen Jahres, die mehr als seinen Taglohn für die Erhaltung seiner Familie in Anspruch nahm, unmöglich. Er leidet noch am Nothwendigstcn Mangel und bittet daher ekle Menschenfreunde diesen durch milde Beiträge heben zu wollen. Zur Empfangnahme derselben sind die Unterzeichneten erbötig. lieber Einnahme und Verwendung werden sie öffentliche Rechnung ablegen.

Gonterskirchen den 10. März 1848.

486) (Gießen.) A. Mayer aus Hessen- Darmstadt hat die Ehre, sich als Zahnarzt bestens zu empfehlen, auf die vorzüglichste Weise Zähne einzusetzen, die Emaille-Zähne zu reinigen, zu er­setzen, auszufeilen und zu plombiren; Alles ohne den mindesten Schmerz zu verursachen. Er ist an­zutreffen von Morgens 8 bis 9 Uhr und Mittags von 12 bis 2 Uhr in seinem Logis im Gasthaus zum Prinz Carl zu Gießen.

511) (Gießen.) Ein junger Mann wünscht bei einer Familie Kost und LogiS unter möglichst billigen Bedingungen zu erhalten. Nähere Aus­kunft ertheilt die Erped. d. Bltts.

498) (Gießen.) Einem geehrten Publikum zeige ich hierdurch ergebenst an, daß ich meine Woh­nung verändert habe, und von jetzt an bei Herrn Vogt, Lit. A.. 73 in der Wallthorstraße wohne.

K. F. Haubach, Tapezirer.

491) (Gießen.) Ein Hundehalsband von Messing, gezeichnet C. 8., ist verloren, und kann solches im Hause Lit. A. M. 189. gegen Be­lohnung zurückgegeben werden.

Der Pfarrer Der Bürgermeister

Arnoldi. Lind.

505) (Gießen.)

An die Mitglieder der Bürger- Gesellschaft.

Die am 5. März ausgesetzte Tanzunterhaltung im Gasthaus zum Einhorn, wird Sonntag den 19. d. M. daselbst ab gehalten.

Für den Vorstand W. Sauer.

492) (Gieße n.) Vom Unterzeichneten werden von der Fäulniß ergriffene Kartoffeln zu kaufen gesucht. Ch. Wallenfels,

Bäcker.

490) (Gießen.) Da sich in hiesiger Stadt das Gerücht verbreitet hat, daß man mich au§ ver­schiedenen Wirthöhäusern gewaltsam hinausgeworfen, und zwar unter dem ehrenkränkenden Vorwande, daß ich ein Trunkenbold wäre, so finde ich mich im Interesse meiner bürgerlichen Stellung veranlaßt, dieses Gerücht als eine grobe Lüge zu widerlegen. Zum Beweise der Richtigkeit vorstehender Erklärung sind C. Matthias und L. Franz bereit, ebenso sind Wirth Wissig und dessen Nachbar, aus deren beiden Häusern ich hauptsächlich zur Thüre hinausgeworfen worden seyn soll, bereit zu erklären,