Anzeigeblatt für die Stadt Gießen

und die Kreise

Gießen, Grünberg und Hungen.

.H° ««. Montag den 17. Znli 18&8.

Dieses Blatt -rsch-int wöchentlich zwei Mal: SDkntag und Sonnabend. Der Prauumerationsbelraq ist für ei» 2"br N'r El"'

hcimische 1 ff. 30 kr., für ein halbes Jahr 45 fr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 ff. 42 fr., Halbjahr!. 51 K. AuSwarlf avennirr man sich bei ven zunächst gelegenen löbl. Postämrern. In Gießen bei der Erpedrtton, Canzlekberg Lit. B. Jir. 1. Cinrucfung g der gespaltenen Corpus-Zeile 2 kr. . , r

Inserate muffen jedesmal an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes an dre Redaktion gelangt seyn.

Amtlicher T h e r l.

Zu Nr. K. G. Grünberg am 14. Juli 1848.

Betreffend: Die Verzeichnisse über ausgestellte Scheine,

Behufs die Bedeckung von Stuten.

Der Großherzoglich Hessische

Kreisrath des Kreises Grüllberg

an

sämmtliche Gr. Bürgermeister des Kreises.

Ich fordere Sie auf, nunmehr die Verzeichnisse über die in diesem Jahre ertheilten Scheine, Be­hufs der Bedeckung von Stuten unverweilt einzusenden.

O u v r i e r.

Edictalladungen.

969) Laub ach. Johann Jost Fried, geboren am 13. November 1757 zu Traishorloff, Johann Michel Fried, geboren am 27. Januar 1761 zu Traishorloff und Maria Magdalene Fried, beboren den 20. April 1777 zu Wohnbach, die drei Kinder eines herumziehendcn am letzteren Orte verstorbenen Fremdlings sind schon seit langer Zeit aus ihrer Heimath entfernt, und es haben ihre nächsten Jn- testaterben um Ueberlassung des Vermögens nach­gesucht. Es ergeht daher an die gedachten Fried'- schen Geschwister oder deren etwaige noch unbe­kannte Leibeserben die Aufforderung, so gewiß binnen drei Monaten ihre Ansprüche an das bisher kura- torisch verwaltete Vermögen bei der unterzeichneten Gerichtsstelle anzumelden und zu begründen, als sonst dem Anträge der aufgetretenen Erben will­fahrt werden wird.

Laubach den 15. Mai 1848.

Gr, Hess. Grast. Solms, Landgericht. Brumhard.

1389) Hunge ii.

Den abwesenden Johannes Müller von Trais- Münzenberg betr.

Johannes Müller, Sohn des verstorbenen Phi­lipp Müller aus dem hiesigen Bezirksorte Trais- Münzenberg, in 1777 geboren, demnach jetzt über 70 Jahre alt, ist, den vorhandenen Nachrichten ge- mäs, bereis seit 30 und mehreren Jahren ab­wesend, und sein Aufenthalt ist unbekannt, auch sein Leben ungewiß.

In Folge der bereits unterm 7. Januar 1840 erlassenen Edictalladung, wurde sein, unter Ver­waltung stehendes, Vermögen an seine Schwester, Heinrich Kaisers Wittwe, gegen Caution verab­folgt, und da nunmehr die definitive Ueberweisung veranlaßt ist, so wird der genannte Johannes Müller aufgefordert, sich sogewiß binnen 3 Monaten anzumelden, als sonsten sein Vermögen als Crb- schaftsmasse behandelt werden wird.

In Gleicher Weise haben diejenigen, die etwa außer der Wittwe Kaiser, Ansprüche zu machen ge-