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der Waschküche ist zu vermiethen und Anfangs Februar k. I. zu beziehen bei
H. Hock st älter, auf dem Brand.
’’’ 2372) G ieß en. In einem an der Hauptstraße gelegenen Hause ist ein Logis zu vermiethen, bestehend aus 9 Piöeen und den 1. April beziebar. Wo? sagt die Erp. d. Bltts.
Vermischte Nachrichten.
2312) Gießen. Unterzeichneter ersucht alle Jagdbcsitzer und Jagdfreunde der Umgegend von Gießen, welche von dem 15. Deeember d I. bis zum 8. Januar 1849 eine Nehgais schießen sollten, ihm die Gebärmutter, (Tragsack) derselben zukommen lassen zu wollen. Für ein wohlerhaltenes Exemplar erbiete ich mich dem Ueberbringer während dieser Zeit einen Gulden zu zahlen. Dazu gehört, daß die betreffenden Theile, ohne sie zu drücken und fest anzufassen, sogleich nach dem Erlegen, des Thicres herauc-genom- men, und ohne sie abzuwaschen in ein Papier gewickelt mir bald möglichst, jedenfalls vor dem Ende des zweiten Tages überbracht werden.
Gießen den 1. Deeember 1848.
Bischoff Dr., Professor der Anatomie und Physiologie.
2384) Gießen. In einer im Prinz Carl am 14. d. M. dahier stattgefundenen Generalversammlung der hiesigen Turner waren 83 Mitglieder zugegen. Es wurde die Frage, ob der hiesige Turnverein sich dem demokratisch-republikanischen Turnerbunde anschließen soll, mit 54 gegen 29 Stimmen bejaht. Da jedoch der Zweck dieses Turnerbundes die Erstrebung der demokratischen Republik ist, so sind natürlich alle Leute, welche anderer politischer Ansicht sind, von der Turnerei ausgeschlossen. — In Erwägung, daß die Turnerei als Gegenwirkung der immer mehr hervorleuchtenden Entsittlichung und Entnervung, sowie zur gleichmäßigen Ausbildung der natürlich vorhandenen Körperkräste dient, und nie als Parteisache ausgebeutet werden darf, wurde sogleich ein Protest zu Protoeoll gegeben, worin der obige Beschluß als nicht bindend erklärt und hiergegen protestirt wurde, zugleich aber auch alle Ansprüche auf das Vereinsvermögen,
sowie namentlich auf die Benutzung des von der Stadt den Turnern überwiesenen Turnplatzes geltend gemacht.
Die Protestirenden erklären hierdurch auf das Feierlichste, daß die mit der Minorität stimmenden nicht einerlei politischer Meinung sind, daß sie viel« mehr sehr edle republikanisch-gesinnte Männer in ihrer Mitte haben, die bereits bestandenen Statuten ungeschmälert aufrecht erhalten werden und die obige Majorität als dem hiesigen Turnvereine nicht mehr an gehörend betrachten. Sie werden vielmehr, da noch circa 100 Mitglieder abwesend waren, nicht versäumen, diese aufzufordern, ihre deßfall- sigen Erklärungen abzugeben. —
In einer der nächsten Nr. v. Bltts. werden wir die Namen der Dissidenten, sowie der an den Statuten Festhaltenden und den letzterer Seils gewählten Vorstand veröffentlichen. —
Gießen den 15. Deeember 1848.
H. W. Dauernheim. F. Bieber.
2380) Gießen. Nr. 28 hat den Hut gewonnen.
2378) Gießen. Zum Frankfurter Journal und zur Darmstädter Zeitung werden einige Mitleser gesucht. Das Nähere bei Herrn Caspar am Wallthor.
2364) Gießen. Unterzeichneter kauft angestoßene Kartoffeln. Wilh. H e ll m o l d
am Neuenweg.
2369) Gießen. Zum Frankfurter Journal werden für das nächste halbe Jahr Mitleser gesucht. Das Nähere bei der Erp. d. Bltts.
2356) Marburg. Ein Oeeonomie-Verwalter wünscht seine jetzige Anstellung als solcher durch ein anderes Engagement zu ersetzen und können sich chierauf Refleetirende mit Angabe des Salairs in Nr. 118 der Kugelgasse in Marburg melden.
Frischbäcker zu Gießen.
Sonntag den 1 7. Deeember. Carl Steinberger in der Löwengaffe. Adolph Keil in der Neustadt. Heinrich Kämmerer am Markt. Carl Noll in den Neuenbäuen.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 17. Deeember. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Freiprediger Lips.


