639
1786)
bei
Gießen. Neue Häringe, a 4fr.
Ball h. Spr u ck.
Zu vermiethen.
1724) Gießen. Zwei möblirte Stuben mit Sopha sind zu vermiethen bei Joh. Juqhard
auf dem Seltersweg.
1764) Gießen. In Lit. D. Nr 133 in der Sandgasse ist ein Logis zu vermiethen.
164o) Gießen. Die untere Etage meines Nebenhauses aus dem Selteröberge, bestehend in vier Zimmern, einem Eabinet, Vorzimmer und Küche, nebst Dachstube, Keller, Holzplatz nud Mitgebrauch der Waschküche, ist anderweit zu vermiethen.
Pros. Dr. v. Ritgen.
1788) Gießen. In meinem Hause auf dem Selteröberge ist in der Mansarde, ein freundliches Logis mit allen Zubehör, für eine kleine Familie zu vermiethen.
Gießen am 6. Sept. 1848.
Engel buch.
1776) Gießen. Das von Frau Ballin bewohnte Logis, bestehend iu 3 Stuben, 2 Kammern, Küche, Keller, Holzstall ist anderweiiig zu vermiethen. W. Dickore.
1785) Gießen. In Lit. C.Nr. 10 in der Maigasse ist eine Stube, ohne Möbel, zu vermielhen und im October beziehbar.
1787) Gießen. Bei Frau Botenmeister Schefer, Lit. C. Nr. 47, sind zwei möblirte Zimmer zu vermielhen.
1783) Gießen. Zwei bis drei Zimmer mit Kammern verschlossenem Keller und Holzstall sind zu vermiethen bei Schuhmacher Heinr. Dörr, in der Mühlgasse, Lit. D. Nr. 13.
Vermischte Nachrichten.
1767) Gießen.
Handels Lehranstalt in Gießen.
Der fühlbare Mangel au tüchtigen Bildungsschulen für den künftigen Geschäftsmann veranlaßte mich im Monat August v. I. mit Genehmigung hoher Schulbehörde, hier eine Lehranstalt für die Handelswissenschaften zu errichten. Aufgemuntert durch den guten Fortgang derselben, und in Betracht, daß mancher Auswärtige die hierdurch dargebotene Gelegenheit, seinen Söhnen oder Pflegebesohlnen die
erforderliche Heranbildung znm künftigen Berufe zu verschaffen, gern ergreifen wird, finde ich mich veranlaßt, auch ein auswärtiges Publikum auf meine Unterrichtsanstalt hierdurch aufmerksam zu machen.
Der Unterricht in derselben für das Wintersemester beginnt mit dem 1. November d. I., und wird folgende Lehrgegenstände umfassen:
Kalligraphie, deutsche Sprache mit besonderer Berücksichtigung des Styls, Correspondenz, Arithmetik mit vorzüglicher Hebung des kaufmännischen Rechnens, französische und englische Sprache, Handels-Geographie und Geschichte, einfache und doppelte Buchführung, Gemerb- kunde, Waaren-Kunde, Algebra, LLlchfil-, Staatöpapier-, Bank-, Ucsancen-Kunde u s. w. (Näheres enthält das Programm, welches auf Verlangen mitgetheilt wird.)
Meine Erfahrungen, die ich während meiner vieljährigen Praris sowohl als Kaufmann wie als Fabrikant gesammelt habe, machen cs mir möglich, bei meinem Unterrichte Theorie mit Praris so zu verbinden, daß meine Zöglinge beim Ausscheiden aus der Anfialt sich alle Kenntnisse angeeignet haben werden, um beim Eintritt in's Geschäft ihre Tüchtigkeit, namentlich in den Comptoirarbeiten und in der Buchführung zu erwelsen. Ueberdies werde ich in den Uulerrichisgegenständen von tüchtigen Lehrern unterstützt, die beim Publikum durch ihre öffentlichen Leistungen schon Vortheilhaft bekannt sind. Endlich werde ich auch außer de» Lehrstunden, welche täglich, Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr abgehalten werden, die Zöglinge meiner Anstalt in Betreff ihres Fleißes und sittlichen Betragens überwachen, so wie auch auf Verlangen für Kost und Wohnung derselben sorgen. Wer besonders daraus reflectirt, solche bei den Lehrern der Anstalt zu erhalten, wird gebeten, sich zeitig zu melden, da nur eine festgesetzte Anzahl junger Leute in den Wohnungen derselben aufgenommen werden kann.
Das jährliche Honorar für den Unterricht beträgt 80 Gulden, bei halbjähriger Vorausbezahlung. Betreffende Anmeldungen bitte ich baldigst an mich gelangen zu lassen.
Gießen den 3. Sept 1848.
Emanuel Stern, Lehrer der Haudelswissenschaften.
1746) Münzenberg. Ich suche für meine kleine Haushaliuiig ein bravcö Dienstmädchen israel. Religion, das sowohl in häuslichen Arbeiten als auch im Kochen gut erfahren ist.
Münzen berg, den 1. Septbr. 1848.
Hirsch Mayer.


