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für die Begründung einer Hypotheken-, Wechsel- und Giro-Bank für Handel, Gewerbe und Ackerbau des Großherzogthumö Hessen, von C. Du Mont in Mainz," ,

wozu außer den Vereinsmitgliedern der hiesige löbliche Handelsstand, sowie alle Diejenigen, welche sich für diesen Gegenstand interesstren, höf­lichst eingeladen sind. . '

Gießen am 21. Juni 1847. Der Vorstand.

B ekanntm ach u n g.

1190) Endlich ist es gelungen, durch vereinte Kräfte, durch den neu erwachten Geist der Asso­ciation eine seit Jahren gehegte und vorbereitete Idee zur Ausführung zu bringen: sie galt ^em in­dustriellen Deutschland, seinem Hanvel und seinen Gewerben. Nachdem nunmehr die Wahl des ^lrccto- riums zu diesem unter der'Firma:

Central-Verein

für

Industrie, Handel und Gewerbe begründeten Unternehmen in den Unterzeichneten getroffen und dem Hause Tobias Keil die Banguier- Geschäste übertragen sind, geben wir öffentliche Rechenschaft über die Tendenz des Unternehmens.

Um Deutschlands gewerbliche Kräste mehr zu concentnrcn und der Industrie, dem Handel und den Gewerben mächtigere Hebel zum Aufschwünge zu verleiben, hat sich am hiesigen Platze eine Ge­sellschaft gebildet, die es sich zur Aufgabe stellt, deutsche Fabrikate, namentlich Maschinen, Apparate und Werkzeuge, sowie neue Erfindungen zu prüfen und dann deren An- und Verkauf zu veruntteln. Es ist zu diesem Zwecke bereits eine Commission gewählt, welche die einzelnen Gegenstände zu prüfen hat und welche bei jedem betreffenden Gegenstände zur Verbürgung der Aechthcit desselben abgedruckt wird. Erst dann, wenn diese Prüfungs-Commission die Gegenstände bewährt gefunden, werden sie von Seite» des Vereins den Interessenten durch verschiedene Berichte, wie sie im Prospectus des Central-Vereins näher angegeben sind, von Zeit zu Zeit durch ganz Deutschland verbreitet. Der Central-Verein übernimmt die Garantie für die durch ihn vermittelten Verkäufe und sieht nicht allein auf die Aechtheit der Maschinen und neuen Erfindungen, sondern vorzugsweise auf deren praktische Nutzbarkeit. Der Verein tritt also vermittelnd auf, zwischen Verkäufer und Käufer, und will Ersterem Quellen des Absatzes, die jedem Einzelnen bei allem Kostenaufwande weder durch Patente, noch durch Reise» noch durch öffentliche Blätter möglich ist, eröffnen, und Letzterem die ncncstcn nnd bewährtesten Utensilien bieten. Durch seine innere Einrichtung, bezüglich deren wir auf den Prospectus verweisen, wird das Bürean des Vereins den Centralpunkt abgeben, wo, weil sich alles Gewerbliche und Tech­nische hier concentrirt, es der Verein in Händen hat, das Eingegangene zu begutachten und unter dem Guten stets das Beste zu wählen und zu empfehlen: ein gewichtiger Vortheil für den Käufer. Um dies Unternehmen in der That zu einem nationalen zu machen, sind in allen einigermaßen bedeuten­den Städten Agenten angestellt, durch welche die Wirksamkeit des Central-Vereins in allen deutsche» Gauen vertreten wird, in 6 Wochen ist jeder von der Prüfungs-Commission bewährt gefundene Artikel in ganz Deutschland bekannt, und jeder Verkäufer oder Erfinder erhält in Verlauf dieser Zeit die ihn betreffenden Aufträge. Es ergeht deßhalb an alle Industrielle Deutschlands die freundliche Auf­forderung, dies Unternehmen durch Aufträge zu Ein- oder Verkäufen von Maschinen, Werkzeugen und Utensilien, durch Modell-Zusendungen, bezügliche Mittheiluugen oder sonst etwa wegen neuer Er­findungen contractlich zu ersüllende Verbindlichkeiten zu unterstützen.

Wäre somit im Interesse der gewerblichen nnd industriellen Zweige dem angestammten Fleiße unserer deutschen Landsleute, die es den Ausländern gegenüber so sehr verdienen, einem schon lange und still gefühlten Bedürfnisse abgeholfen, so ist noch insbesondere den deutschen Erfindern damit mächtig unter die Arme gegriffen! Der deutsche Erfindungsgcist, der im Auslande stets anerkannt und bewundert wird, kann jetzt die Früchte seines angebornen Tiefdenkcns im Vatcrlande genießen und hat nicht mehr nöthig, an die Thüre eines reichen Engländers oder des unternehmenden Franzosen anzu-