Ausgabe 
6.1.1847
 
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Kfl. Bechihold v. Cöln u. Laubenheimer v. Erfurt. Hr. Keß, Handelsm. v. Freiensteinau.

Im Stern: Hr. Becker, Kelln, ö. Biebcn. Hr. Hof, Seil. v. Stehla. Hr. Weiser, Handelsm. v Schabenhausen. Hr. Klug, Müll. v. Königstein. Hrn. Privatl. Ludwig u. Feßner v. Göttingen. Hr. Heper, Bergm. v. Soest. Hr. Schilling, Tüttn. v. Wunsiedel. Hrn. Färb. Müller v. Jena u- Feile v. Ellwangen. Hr. Elein, Töpf. v. Erfurt. Hrn. Fuhrl. Süßmann v Weisenburg u. Dingmann v. Bücken. Hrn. Privatl. SB. Felder u. I. Felder v. Silberg u. Walther v. Wallan. Jungfer Kir v. Aufenau.

Im Darnistaedter Haus Hr. Schüßler, Sold. v. Nie­derasphe. Hr. Eschle, Handelsm. v. Fortwangen. Hrn. Gpmn. Jöckel v Gladenbach, Muth v. Dammshausen u. Wagner v. Langgöns. Hrn. Geschäftsl. I. Stauf u M. Stauf v. Dauernheim u. Rühl v. Burggemünden. Hr. Gaffer, Handelsm. a. Tprol. Hrn. Kfl Höfner v. Aschaffenburg, Förster u. Müller v. Gladenbach Fr. Hofmann v Reiskir­chen. Hrn. Geschäftsl. Weller v. Brauernschwend, Reusch v. Mahr, Schwerin v. Köstlich, Zulauf v. Weidenhausen, Lö­wenstein v. Breidenbach u. Weller v. Wölfersheim.

Haus- und Landwirtschaftliches.

Tauben in Nordamerika.

Die Wandertaube wohnt zwischen dem 20. und 40. Grade in Nordamerika in so ungeheuren Schaaren, daß sie die Lust bei ihren Zügen verfinstern und mei­lenlangen Raum einnehmen. Sie bringen die wär­mere Jahreszeit in den nördlichen Gegenden zu und wandern im Herbst nach dem Süden. Ihre Ankunst gleicht der einer Heuschreckenschaar. Haben sie sich er­müdet des Abends auf einen Baum niedergelassen, so machen die Jäger ein Feuer unter demselben an, von dessen Rauch betäubt sie herabfallcn. Die Anzahl der Wandertauben, die sich auf ihren Brutplätzen beisam­men finden, übersteigt allen Glauben. Wenn sie einen solchen Matz im Walde eine Zeit lang bewohnt haben, so ist er mehrere Zoll hoch mit ihrem Unrathe bedeckt und die Bäume selbst sind auf mehr als 1000 Acker so nackt, als wenn sie mit der Art behandelt worden wären. Die Spuren dieser Zerstörung bleiben mehrere Jahre sichtbar und man trifft viele Stellen, wo mehrere Jahre hindurch keine Pflanze wieder zum Vorschein kommt.

Die Indianer betrachten aber einen solchen Tauben­stand oder Brüteplatz als eine wichtige Quelle ihres Wohlstandes und Lebensunterhalts. In den westlichen Gegenden findet man ihn meist in den Buchen- oder Eichenwäldern, und er zieht sich oft 8 deutsche Mei­len lang und eine halbe Meile breit in gerader Li­me durch das Land. In einem solchen Striche, er­zählt Wilson, war fast ein jeder Baum mit nahe an 100 Nestern besetzt, so weit nur Neste und Zweige " Druck und Verlag der G. D. Brühl

In der Sonne: Hrn. Maur. Will u. Ochs v. Burk­hards. Hr. Goldmann, Handelsm. v. Ershausen. Hr. Schmidt, Mal. v. Limburg.

In der Rose: Hr. Feto, Schirmmach. v. Glockau. Hr. Hammel, Privatm. v. Annerod Hr. Rabenau, Küfer v. Großenbufeck. Hr. Decker, Weißb. v Wallertheim. Hr. Wallbrecht, Geschästsm. v. Niederweidbach. Hr. Werner, Geschäftsm. v. Gladenbach. Hr. Vierheller, Web. v. Hom­berg. Hr. Rahn, Bürgermeist. v. Bobenhausen.

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Sprachlehr. Adnot: Hr. Gold, Maler v- Mainz. Bei Fr. Pfarr Briegleb: Frl. Langsdorf v. Kirchgöns. Bei Hrn. Schreinermeist. W>rner: Hr. Fischer, Bäck. v. Lich. Bei Hrn. Hofger.-Dien Preuninger: Jungfer Gliß v. Schliß. Bei Hrn Regier.-R. Eckstein: Hr. Eckstein: Oecon. v. Hofgill. Bei Fr. Kamm.-Secret. Schmitt: Hr. Schmitt, Kreissecret. v. Mainz. Bet Hrn. Blaufärb. Jughard: Hr. Kreker, Privatm. v. Hachborn. Bei Hrn. Fuhrm. Rinn: Jungfer Reinhardt v. Allendorf. Bei Hrn. Casp. Spies: Jungfer Berthold v. Oberwaroldern.

ihre Aufnahme gestatteten. Die Tauben erschienen daselbst zuerst am 10. April und zogen noch vor dem 25. Mai mit ihren Jungen wieder davon. Bevor dieses eintrat, kamen die Bewohner der umliegenden Gegenden und brachten mehrere Tage auf diesen großen Brüteplätzen zu. Die hcrabgefallenen Eier und Jungen dienten den Schweinen zur Nahrung; an schaarenweise sich mästenden Raubvögeln fehlt es auch nicht. Die Holzhauer fällten jetzt die mit den meisten Nestern besetzten Bäume, so daß ein einziger Baum in seinem Sturz oft 200 junge Tauben lie­ferte, die schon fast von der Größe der Alten und sehr fett waren. Meist findet sich in einem Neste nur ein einziges Junges. Es war gefährlich unter diesen Millionen flatternder Geschöpfe hinwegzugehen, da ost große Zweige durch das Gewicht der darauf sitzenden brachen.

(Fortsetzung folgt.)

Spielendes Spinnrad.

Ein Bewohner des vordern Schwarzwaldes, ein gewöhnlicher Bauer und Drechsler, Namens Wagener aus Openau, hat den praktischen Gedanken gehabt, ein spielendes Spinnrad zu verfertigen. Wirklich ist auch ein solches schon im Besitz der Frau Waldhornwirthin in Oberbeuern. Wenn nun die Frau Waldhornwirthin oder ihr schmuckes Töchterlein an langen Winterabenden die schnurrende Spindel dreht, da kann sie sich nebenbei und ohne daß es weitere Mühe kostet, zur Kurzweil die neuesten Wal­zer, Galoppaden und Pölka's aufspielen lassen. Sie stecken allesammt in dem Spinnrade. Die neue @r: findung wird gewiß Glück machen.

jchen Buch- und Steindruckerei in Gießen.