Ausgabe 
4.12.1847
 
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mcn und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legithntren.

Diejenigen, welche ihre Zinsen dem Kapital zu­geschrieben haben und nicht persönlich sich cinfinden wollen, werden ersucht, ihre Schuldscheine vorzeigen zu lassen, damit in diese der nöthige Eintrag gemacht werden kann.

Die Zinsen werden nach dem Kalenderjahr be­rechnet und sind deßwegen auch dann zu empfangen, wenn das Kapital im laufenden Jahr erst eingelegt wurde und volle Jahreszinsen noch nicht verfallen sind.

Zugleich muß ich die hiesigen Einwohner darauf aufmerksam machen, daß sie sich nicht Mittwochs sondern nur Dienstags und Samstags ein- sinden wollen, weil Mittwochs der Andrang von auswärtigen Zinsenempfängern zu groß wird und diese vorzugsweise befördert, die Gießener Einwoh­ner aber unbedingt zurückgewiesen werden müssen.

Die Dienstherrschaften werden ersucht, ihr Ge­sinde hiernach verständigen zu wollen.

Gießen den 1. Deeember 1847.

Der Rechner der Spar- und Leihkasse Kehr.

Versteigerungen.

2260) Das Reln-igen der Schulstubcn und Schulabtr'tte, der Oefen, Straßen und öffentlichen Plätze, der städtischen Kanäle, das Kleinmachen des Holzes für die Realschule u. s. w., ferner die Anfuhr des Holzes^auö dem Stadtwald sowie aus dem Magazin, die vorkommenden Armenfuhren u. s. w , sollen für daö Jahr 1848, Freitag den 10. Decem- ber, Morgens 9 Uhr, auf hiesigem Ralhhaus ver­steigert werden.

Gießen den 1. Deeember 1847.

Der Bürgermeister G g. Reiber.

2261) Die für das Jahr 1848 vorkommenden Arbeiten bei der Laternenanstalt als: Schlosser-, Spengler-, Zimmer-, Seiler-, Schreiner-, Wag­ner-, Glaser-, Maurer- und Weißbinderarbeiten, sollen Donnerstag den 9. d. M., Morgens 9 Uhr, auf hiesigem Rathhaus an die Wenigstnehmenden versteigert werden.

Gießen den 1. Deeember 1847.

Der Bürgermeister Gg. Reiber.

2231) Montag den 6. Dezember I. I., Morgens 11 Uhr,

und die zwei folgenden Tage, iasscu die Erben des verlebten Herzog!. Nassauischen Oberjägermei­

sterS, Freiherrn von Bibra zu Weilburg, wegen Aufgabe der Oeconomie, ihr auf dem Burghof zu Cleeberg befindliches Inventar, durch den unter­zeichneten Schultheißen freiwillig öffentlich meistbie­tend versteigern, und zwar

Montag den 6. Dezember: circa 40 Achtel Waizen, ii 40 H Korn,

» 8 Gerste,

n 50 i, Hafer,

ii 150 Centner Heu, u 120 u Grummet,

ii 12 Fuder Waizen-,

ii 18 i, Roggen -,

n 4 * Gerste - und

ii 8 ii Haferstroh,

ii 120 Körbe voll Spreu von obigem Ge- ströh, sowie auch

ein Quantum Kartoffeln, Kohlrabi, Ruukel- und Gelberüben; ferner:

mehrere Brandwein - Waage», zwei sehr brauchbare Oeconomie-Pferde mit

Geschirr, drei Kühe, ein Rind und ein Kalb.

Dienstag den 7. Dezember:

vier vollständig ausgerüstete Oeconomie-Wa- gm,

ein zweispänniger Kar», fünf Ackerpflüge, zwei eiserne und eine hölzerne Egge mit

Schleifen, eine Ackerwalze, sodann eine Quantität vorzüglich trockenes Wagnerholz aller Art, eine Partie Faßdauben, eine Quantität Brennholz, nebst einigen Hun­dert Wellen, verschiedene Ernte-, Dresch- und Stall, Utensilien, eine Kelter, eine noch neue Heblade mit Zugchör, eine Hechsel- und eine Rübenschneide-Ma- z schine, etliche Hundert Hopfen - und Bohnenstangen, circa 25 Stück Pferchhorten und eine Quantität miß- und kirschbaumene Dielen, Mittwoch den 8. Dezember: ein ganz neuer Schlitten mit vollständigem

Pelzwerk, eine ein - und eine zweispännige elegante

Chaise, sodann auch

Haus-Mobilien aller Art, wobei sich ein noch ganz neues Sopha mit Roßhaa­ren gepolstert, und sonstige elegante Möbel befinden.