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dorf. — Bei 5rn. Schneidermeist. Gärth: Frl. Bender v. Hungen. — Bei Hrn. Kassendien. Wenzel: Hr. Bomes, SchrelN. v Alsfeld. — Bei Hrn. Schuhm Franz: Hr. Ochs, Pnvatm. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Kfm. Windecker: Hr. Klingelhöfer, Pfarr. v. Butzbach. — Bei Hrn. Heinr. Cloos • Jungfer Klingelhöfer v. Gladenbach. — Bei Hrn. Stud, Ber- gen: Hr. Bergen, Privatm. v. Oberhörlen. - Bei Hrn. Kreisr.-Dien. Klein: Fr Müller v. Offenbach — Bei Hrn Kfm. Münch: Hr. Münch, Pfarrvic. v. Langgöns. — Bei Hrn. Kreiösecret. Trapp: Hr. Trapp m. Fr., Hofger -Advoc v. Friedberg u. Fr. Posth. Trapp v. Wetzlar. — Bei Hrn
Hofger.-Reglstr. Herzberger: Hrn. Pfarr. Hellwig v. Maul- bach u. Herzberger v. Königsberg. — Bei Hrn. Apothek. Wüte: Hr. Dr. Witte m. Sohn, Phpssk.-Arzt v Altenstadt. - Bei Hrn. Forstmeist. v. Buseck: Hr. Siebert, Audit, v. Darm, stadt - Bei Hrn. Oecon. Hoffmann: Fr. Postmeist. Neu. muller m. Fam. v. Marburg — Bei Hrn Marc. Arnstein: M^?^^'N' Handelsm. p. Laubach - Bei Hrn. Friede. Ä Butzbach. - Bei Hrn. Distiictseinnehm.
Platz. Frl. Muller v. Bingenheim. — Bei Hrn. Lakir Winkler: Hr Bindewald, Lehr. v. Zwingenberg. - Bei Hrn. Affeff. Stein: Hr. Victor, Pfarr. v Wahlen.
Santa Cruz.
Die blinkenden Lichter von Santa Cruz von der Seeseite her werden fast durch tausend rothe Feuer verdunkelt, welche in allen Richtungen über der See bis zu dem äußern Rande des Ufers flammen. Diese Feuer schweben sanft zu- und voneinander, gleich Feuerfliegen; die Wellen mit ihrem Widerschein erglänzen dadurch, und so wird ihre Zahl vei vielfältigt, bis das Auge vollkommen durch das Anschauen geblendet wird. Dem Fremden, welcher mit der Ursache dieser Scene unbekannt ist, muß das Räthsel unentfaltet bleiben, bis das Fahrzeug innerhalb der Bay ist; dann wird man unter den vordersten der Feuer gelegentlich eine menschliche Gestalt von dem rothen Schimmer erleuchtet sehen und dann eine andere, und dann wieder eine andere, erscheinend und verschwindend in schneller Darauffolge, bis zuletzt daö Geheimniß durch eine größere Annäherung gelöst wird. Man wird dann finden, daß'diese Erscheinungen eine Menge Fischerbote sind; jedes von ihnen hat zwei Leute am Bord, riesenhast und fast dämonisch erscheinend, weil man sie bei dem breiten Lichte zweier flammend.n Feuer, welche sie am Bord unterhalten, das eine hinten, das andere vorn im Boote, gewahrt. Diese glänzenden Feuer sind deswegen, um die Fische von ihren felsigen Ruheplätzen anzulocken, welche dann von den Fischern mit der Ruthe und Leine gefangen werden. Die Scene ist vollkommen komisch dargestcllt durch die sonderbare Tracht und halbbekleidete Person der Spanier, durch die wilden Absätze von Gesang, die stoßweise von dem Winde fortgetragen werden, durch das rauhe Geschrei der Leute, welche fortwährend einander von einem Boote zu dem andern zurufen, begleitet von dem rauhen Geschrei der Seevögel, welche in allen Richtungen über den Köpfen schweben und auf eine günstige Gelegenheit, die Boote zu plündern, lauern. Hierzu noch das Ausschlagen von unzähligen Rudern,
bald hier, bald dort, welche über Meilen von Raum mit der augenblicklichen Eile der Elektricität glänzen und um den Zauber des Gemäldes zu vollenden, so stiehlt sich vielleicht von dem undurchdringlichen Dunkel nnt schweigender Majestät und langsamem Fortrücken das düstere Bild eines riesigen Schiffes weg, dessen Segel von der frischen Luft ausgefüllt und gebogen sind , während es fortgleitet, gleich einem Luftgeiste, durch die zerstreute Flotte der kleinen Fischerboote. Die ganze Scene macht einen wilden Effect, wenig nachstehend der Magik jener solchen, welche gewöhnlich in der Natur nicht entdeckt und doch bei gemäßigtem Wetter jede Nacht auf der Straße von Santa Cruz bezeugt werden kann.
Die unglücklichen Einwohner, obschon die Gegen, stände eines doppelten Despotismus, haben unvermindert den Stolz und die Unduldsamkeit beibehalten, welche sprüchwörrlich die Spanier schildern. Der Wille des Gouverneurs herrscht über Leben und Tod jeden Bürgers; die Gesetzeshöfe werden nach seinem Winke regiert; die Macht der Priesterschaft ist sogar noch unumschränkter und die Folge davon ist, daß das Volk auf den niedrigsten Punkt der Verschlechterung herabgesuuken ist.
Die Stadt ist angesüllt von wohnungslosen Bettlern beiderlei Geschlechts; die Bejahrten sterben in den Straßen bei dem äußersten Schmutze, während die jungen Leute furchtbar verunstaltet oder mit eckelhaften Krankheiten behaftet sind.
Nichts kann in der That den beweinenswürdigen Zustand dieser unglücklichen Wesen übertreffen, die nur von den obrigkeitlichen Personen beachtet werden, wenn ihre ausgemergelten und leblosen Körper wirklich die öffentlichen Straßen stopfen und die Luft verderben. Ihre einzigen Unterhaltungsmittel scheinen in Diebstahl zu bestehen, und hierin sollen sie selbst die schnellfingerigen Inselbewohner der Südsep iiKr<, treffen,
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindrucks ,n @iegeiL


