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Bevor zur Realisirung dieses Vorschlags weitere Schritte geschehen, ist cs jedoch nothwendig zu wissen, welche Tbeilnabme derselbe unter den inländischen Bauhandwerkern findet, indem von der An« zahl der hierzu sich Meldenden die Ausführung des Vorschlags überhaupt abhängig ist. Es werden daher alle inländischen Bauhandwerker, welche bereits den Gesellenfiand angetreten haben, und an dem zu bemerktem Zweck zu veranstaltenden Unterricht Theil nehmen wollen, hiermit aufge« fordert, möglichst bald entweder schriftlich bei dem Unterzeichneten, oder niündlich bei dem Sekretariat des Gr. Gewerbvereius dieß anzuzeigen.
Vorläufig wird bemerkt, daß der Unterricht den ganzen Tag über stattfinden und, außer Ikechnen und den nothwendigsten Kenntnissen der Geometrie, insbesondere auf Fach« zeichnen sich erstrecken; daß ferner das zu bezahlende Honorar nach der Zahl der Theilnehmer sich richten, in keinem Falle aber 1 fl. 30 fr. per Monat übersteigen wird. Die zur vollständigen und gründlichen Erwerbung der nöthigen Kenntnisse erforderliche Zeit richtet sich natürlich nach den Fähigkeiten des Einzelnen, sowie nach dem Grad der Vorkenntnisse, welche derselbe bereits besitzt.
Der Präsident des Gr. Gcwerbvereins.
Eckhardt. Rößler.
Versteigerungen.
65) Montag den 2. Februar, Morgens 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause mehrere Triebviertel am Philosophenwald, zusammen 546,5 UlKlftr. enthaltend, öffentlich an den Meistbietenden in Erblind Eigenthum versteigert werden, und liegen die Bedingungen zur Einsicht auf der Bürgermeisterei offen.
Gießen am 13. Januar 1846.
Der Bürgermeister
Reiber.
95) Samstag den 31. d. M.
soll auf der Brückenbaustelle dahier die Lieferung von circa 6 Cubikklafter Ziegelmehl und 4 Cubik- kiafter Sand öffentlich an den Wenigstfordernden vergeben werden.
Gießen den 19. Januar 1846.
Der Provinzialbaumeister Müller.
99) Montag den 26. Januar 1846., Mittags 12 Uhr,
sollen auf hiesiger Bürgermeisterei circa 6 Malter Korn versteigert werden.
Oppenrod am 21. Januar 1846.
Der Bürgermeister Weis.
iTTein- und Füsser-Bersleigerung bei Hrn. Franz v. Lenz in Metzlar.
93) Mittwoch den 28. Januar 1846,
\ Nachmittags 2 Uhr,
trerben in der Wohnung des verstorbenen Herrn Friedrich v. Lenz zu Wetzlar folgende aus dessen Nachlasse berrübrende Gegenstände, als: Reste von Wein in Fässern und Flaschen,
worunter besonders circa 6 Ohm 1834r Gimmeldinger Rießling ausgezeichnet sind, ferner Reste von Brandwein und Weinessig, sowie Fässer von allen Arten öffentlich an die Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigert werden. —
96) Bau-, Werk- und Nutzholz-Versteigerung in dem Gemeindswalde zu Großenbuseck.
Montag den 26. d. M., Vormittags um 9 Uhr, sollen in dem Gemeindswalde zu Großenbuseck, District Gellacker:
17 Eichen-Baustämme, 314 Cubikfuß enthalt., 135 Stämme Nadel-Bauholz, 50—60 Eubikfuß lang u. 3808 Cubikf. enthaltend,
40 Eichenstangen, 51 Cubikfuß enthaltend, 580 Stück Nadelstangen,
nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft der Steigerer ist an der Nabenauerstraße.
Großenbuseck den 21. Januar 1846.
Der Bürgermeister Schwalb.
F e i l g e b o c e n.
71) Berliner Pfannkuchen mit und ohne Fülle, alle Arten Obst-Torten, Kuchen und Tbccback- werk zu täglichem Verkauf stets frisch, auch die Eistorten mit Früchten und Blumen garnirt, nebst allen übrigen Artikeln, Punsch-, Bischoff-Essenzen und Liquere :c. empfiehlt bestens
Louis Lind.


