Ausgabe 
14.11.1846
 
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sUgegangen und es ist dieselbe zugleich beauftragt worden, in Bezug auf Arbeiten in den Communalwal- dungcn mit den Gr. Kreisräthen in Benehmen zu treten.

Ebenso hat das Gr. Ministerium der Finanzen der Gr. Obcrfinanzkammer II. Section, welche bereits durch Ausschre-ben vom 22. Oetober d. I. die Gr. Rentbeamtcn angewiesen hat, Veranlassung zu Arbeiten für ^omanialguter zu geben - empfohlen, ferner allen Bedacht darauf zu nehmen, daß auch in ihrem Ver< waltungszweige für dre ärmere Elaste Arbeitsverdienst möglich gemacht werde

Auch an die Gr. Ober-Bau-Direktion ist eine ähnliche Aufforderung wegen der für Straßen-, Fluß- und Dammbau vorzunehmenden Arbeiten erlassen und von Gr. Ministerium der Finanzen zugleich darauf aufmerksam gemacht worden, wie cs angemessen und dem Zweck förderlich sein werde, Arbeiten, welche nicht im Taglohn zu verrichten seien, sondern versteigert würden, in thunlichst kleine Abtheilungen zu zerlegen, da­mit fid) kleinere Arbelter-Gefellschaften bilden und solche zu ersteigern im Stande seien, um den Verdienst ungeschmälert und ohne daran die bei größeren Abtheilungen austretenden Unternehmer participiren lassen zu müssen, unter sich ausschließlich therlcn zu können.

Wegen ter in der Iiürje beginnenden Arbeiten an der Main-Weser-Eisenbahn hat die Gr. Eisenbahn- Baudirection der Provinz Oberhessen eine ähnliche Instruction erhalten und namentlich ist derselben empfohlen worden, dre Bildung kleinerer Arbeiter-Gesellschaften für die an der Eisenbahn vorzunehmcnden Arbeiten zu befördern. 0

Indem ich Sie von diesen Anordnungen in Kenntniß setze, beauftrage ich Sie, die ärmere und über­haupt die durch Handarbeiten sich ernährende, Elaste der Bewohner Ihrer Gemeinden auf die nach Obigem eröffnet werdenden Gelegenheiten zu Verdienst aufmerksam zu machen und denselben zu empfehlen, davon Gebrauch zu machen. Insbesondere werden Sie auf Bildung von Arbeiter-Gesellschaften zur Uebernahme von Straßen- und Eisenbahnbau-Arbeiten hinzuwirken suchen.

Bei dieser Gelegenheit weise ich Sie auf dasjenige hin, was ich über die Nothwendigkeit, im Laufe dieses Winters dem ärmeren Theile der Bewohner Ihrer Gemeinden auf alle mir thunliche Weise, nament­lich durch Aufnahme mancher in den Voranschlägen für 1847 vorgesehenen Arbeiten, Gelegenheit zu Ar- beitsverdienst zu verschaffen, Vielen von Ihnen mündlich und Allen schriftlich bemerkt habe und ich spreche hier zugwich die Erwartung aus, daß 'sic fämmtlich, iVis Aiss von unter

Ihnen geschehen ist, den von mir Ihnen gegebenen Andeutungen mit Eifer und Gewifsenhaf- tigkeit nachkommen. f rin z.

Edictalladungcn.

1600) Anna Maria Lotz aus Wieseck, jetzige Ehefrau des Musikmeisters Schäfer in Worms, hat im Jahr 1817 folgende Grundstücke

3l%0 7/l98 278fHKlstr. in den Sandäckern, au G. Wagner

171/32 % 129 vor dem Dörrloch, an

Elis. Schmidt

in der Gemarkung Wieseck und

3° 47/lSi 197sHKlftr. in der Lichtenau an der - Grenze,

in der Gemarkung Gießen, an den Eberhard Weller, Eberhards S. in Wieseck verkauft, und jetzt um Bestätigung der Kaufbriefe gstbeteu, ist aber nicht im Stande, ihr Eigenthum an den gedachten Grundstücken nachzuwciseii. Auf ihren Antrag fordert man darum alle, welche etwa Ansprüche irgend einer Art an dieselben haben sollten, auf, diese sogcwiß binnen 60 Tagen von beute au da­hier geltend zu machen, als sonst die Kaufbriefe bestätigt werden.

Gießen den 24. September 1816.

Gr. Hess. Stadt- und Landgericht das. Muhl. Ploch.

1900) Forderungen an Ludwig Schmidt 4r. von Fiankenbach, über dessen Vermögen der (Son« curs erkannt worden ist, sind

Montag den 22. Februar 1847, Vormittags 9 Uhr, bei Meldung Ausschlusses von der Masse dahier anzuzeigen und zu begründen. In dem erwähnten Termin soll zugleich die Güte versucht werden und es wird für den Fall des Zustaiidkommens ciiieö Vergleichs von den nichtcrschienenen Gläu- bigerti angenommen, daß sie dem Beschluß der Mehrzahl der Erschienenen beigetreten seien.

Gießen am 7. November 1846.

Gr. Hess. Stadtgericht das.

In Verhinderung des Gr. Stadtrichters Haberkorn.

Besondere Bekanntmachungen

1877) Für die vacaute Forstschützenstelle im Gießener Stadtwald, Distrikt Stolzenmorgen wird Eoucurrenz von 8 Tagen mit dem Bemerken er­öffnet, daß der dafür bestimmte Gehalt 200 fl.