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Darmstadt den 30. März 1846 ,

Gr. Hess. Ccntralbehörde der landwirthschaftlichen Vereine.

b) das zu nahe Zusammenbringen der Schnitte. y«,on

Es kann nicht fehlen, daß der Boden in jenem Winkel durch den Druck des Pfluges' zumal[bet h

hoben, häufig allzufest zusammengepreßt wird, so daß die Feuchtigkeit nicht gehörig abzichf .

Kartoffeln, hierher gelegt, müssen daher, wenigstens in ohnehin zur Nasse geneigtem Bo^n. un ch

Noth leiden Besser ist es gewiß, die Kartoffeln auf den umgelegten Schnitt zu legen, wobei sie h gelockerten durchlassenden Boden fonunen. , . , . ~ Siebes aar

Was die zu engen Kartvffelreihen betrifft, so werden hierbei schon durch oc» Tritt des V H g manche Kartoffeln beschädigt. Enggepflanzt erleiden sie aber auch noch viele Nachthelle beimij g Häufeln, weil manche der Kartoffelkeime (Wurzeln) um so eher m die ,Mchenlmle sich ve h ' l enger die Furchen beisammen sind und je unregelmäßiger dabei das Legen der Kartoffeln uberhaup g I h

3. Pflege der Kartoffeln während der Vegetation ~

Mit besonderer Rücksicht darauf, daß vielleicht manche der in gegenwärtigem Frühjahre gesteckt u - toffeln in Folge krankhafter Beschaffenheit ausbleiben dürften, wollen wir hier einen Weg gänzung solcher Lücke», einen Weg, den man auch in anderen Jahre» zur Vorsicht für alle Falle ,m r einsällagen sollte. Er besteht darin, daß man auf einem Gartenbeete, tn ähnlicher Weise wie betmW ., sich Kartoffelpflanzen erzieht.*) Ohngefähr vierzehn Tage vor dem gewöhnlichen Anfänge des Su r- steckens bereitet man dazu ein wohlgedüngtes geschütztes Gartenbeet sorgfältig zu und legt in je - ü P einander entfernte Rinnen Kartoffel an Kartoffel und überdeckt sie endlich mit Erde ~ 3»» W W ungefähr 46 Wochen hat man eine große Menge handhoher Pflanzen. Will man sie weiter verpfla » , so hebt man eine Muttcrkartoffel nach der andern sorgfältig auö und loset die Pflanz, u von d I Liefern diese Pflanzen auch keine so hohe Stocke, wie die auf gewöhnliche We.se gefitzten Kartossen, , erhält man davon doch immerhin gleichartig große und mittelgroße Kartoffeln, jedenfalls m er w ' , ungünstiger Witterung und Vorbereitung des Bodens eine gute Mittelernte. Dieses Verfahren empfieh ch auch für Jahre von großem Mangel an Saatkartoffel» und ist gewiß jedenfalls solider als das unn Y mit Risiko verknüpfte Zerschueieen der Kartoffeln oder Ausschneiden ihrer Keime

Schließlich kau», unter Beziehung auf das oben schon Gesagte und unter Hinweisung aus dre ylW« nung des letzten Jahres, nicht dringend genug empfohlen werden, der Lockerung des Bodens vis .5 a "y wo die Kartoffel ihre letzte B.ldung vollendet dem Eintritte der kühlen Liächte um w größere merksamkeit zu widmen, je mehr sich der Boden durch Regen schließen und darum die Verdunstung Wärme, Feuchtigkeit re erschweren sollte.**) Mag auch das Kartoffelkraut mitunter hindernd tn den treten, so läßt sich doch bei ernstem Willen, wenigstens bet kleinem Besitze, gar Vieles erreichen.

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320) rnacders Concurs

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44 Klstr. Karten in der Selwppeck,

143 Klftr. Garten doselbll, beide Stücke sind zusam­men verbunden und mit einem schönen Garten­bäuschen verseben,

88 Klftr. Acker (Gärtchen) daselbst,

156 Klftr oder 55 Rutben Garten am obersten Rie­gelpfad am alten Steg, mit einem Gartenhause,

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529) Nachstebende, dem Herrn Z. Zamcs ge­hörige Güterstucke:

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Nersteigcrunssen.

Nachdem über das Vermögen des Scbuh- Cbristian Hornberger von Gießen cikaiint worden ist, wird Liquidationö-

tennin auf

Donnerstag den 28. Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, anberanmt, in welchem alle diej nigeii, welche An­sprüche an dessen Vermögen zu bilden beabsichtigen, bet Meldung des still'".! -neigend eintretenden Aus­schlusses von der Maste ihre Forderungen anzu- zeigen und zu begründen haben.

Gießen den 21. Februar 1846.

Gr. Hess. Stadtgericht das.

Muhl'.

*) Beschrieben vom Herausgeber der landwirthschaftlichen Zeitschrift in Nr l8 de« Jahrgang« l8li

*») Eine im vorigen Jahre gemachte eigenthümliche Erfahrung durste hier eine toteOe ftnten: Em Landwwih halst Vorbereitung seiner Kartoffelfelder verspätet gehabt, so daß diese zur Zeil des Kartoffellegensnoch wie nut SKafett überzogen waren E« blieb ihm nichts übrig, al« sie ohne alles Weitere nut einmaligem Psiugen u^erzubr ngem Das Land legte sich natürlicherweise sehr raub; die Kartoffeln waren zwar bedeckt, aber nur^ locker: Gle chwohl war

die Ernte eine sehr gute Kür gewöhnliche Verhalimsse war dies gegen dre Regel, aber gewiß unter den o jährigen Witterungsverhäliniffen die lockere Lage der Pflugschmtte für dar Abziehen de« Unmaaße« von Vodenwarme, von Feuchtigkeit re. sehr günstig.