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Vermischtes.
Anweisung ;ur Bereitung eines jehr guten Düngeputvers.
(Landwirthschastl. Dorfzeitung Nr. 25.)
Dünger zu bereiten und denselben in seiner größten Kraft auf den Acker z» bringen, ist mein eifrigstes Bestreben; denn nur durck Dünger kann eine Wirchschaft im Ertrage sehr erhöht werden Es ist das einzige Mittel, welches den Landwirth zuin wohlhabenden Manne macht, und so ist es auch Pflicht für denselben, immer dahin zu wirken, den Dünger zu vermehren und zu verbessern. Auch ich habe mir diese Pflicht auferlegt, denke oft über Dieses und Jenes nach, welches ich zur Erhöhung meiner Früchte beschaffen kann, und so habe ich auch setzt wieder einen Düngerhaufen angelegt, welcher sehr aus das Wachsthum der Früchte wirkt und auf folgende Art bereitet wird.
Im Freien, oder besser unter einer Bedachung, legt man von Lehm, mit etwas Erde vermischt, eine Schicht von % Fuß Höhe an. Diese Schicht belegt man ungefähr 3, Zoll hoch mit gut gefaultem Pferde- vder Schaasmist, bestreut denselben etwas stark mit klarem Knochenmehl und ein wenig Düngesalz, und bedeckt das Ganze mit dickem Abtrittödünger; dann folgt wieder Lehm mit Erde vermischt u. s. ft, bis der Haufen eine Höhe von 2 Fuß erreicht hat. Die übereinander geschichteten Stoffe gehen bald in Gäh- rung über, wo dann sogleich der Haufen umgearbeitct werden muß. Nachdem die Umarbeitung gischehen ist, begießt man den Haufen mit guter Jauche aus den Ställen, und lätzt denselben so lange in Ruhe, bis sich die Erhitzung wieder einfindet, wo die Umarbeitung sogleich wieder geschehen muß.
Soll dieser Dünger verwendet werden, so zerkleinert man denselben auf das feinste, mischt noch etwas Ruß und Torf- oder Holzasche darunter, bestreut dann den Acker, welcher zur Saat gut vorbereitet ist, drei bis vier Mal so stark mit diesem Dünger, als man Saamen braucht, und eggt oder pflügt Saamen und Dünger zugleich ein.
Auf Klee wirkt diefes Pulver ungemein günstig. Rach dem Aufstreuen des Düngepulvers muß aber der Klee mit einer scharfen Egge gut aufgeeggt werden. Die Herstellungskosten dieses Düngers sind nur gering; die Mittel dazu finden sich fast überall,
und ich bin der Ueberzeugung, daß dieser Dünger sehr dauernd und wirksam ist, und daß, wer nach jeder Frucht düngen, gewiß auch Roggen nach Roggen, Hafer nach Hafer u. s. w. bauen kann.
Audenhain bei Torgau, 19. März 1846.
F. Drubig.
Wildes Rindvieh in Teras.
Ansiedler, welche kürzlich nahe bei den Quellen des Sees Gabriel und Bruschy sich niedergelassen haben, fanden das Land von einer eigenthümlichen Art wilden Rindviehs besetzt. Große Heerden dieser Rindviehraee findet man nicht allein am See Gabriel, am Leano und andern Nebenflüssen des Little River, sondern auch am San Sabo und an einem Zweige des obcrn Colorado, weit aufwärts von den Ansiedelungen. Das wilde Rindvieh unterscheidet sich in Form, Farbe und Gewohnheiten von allen verschiedenen Raccn Rindvieh in Teras. Seine Farbe ist stets dunkelbraun mit einem kleinen Anflug von schmutzig Gelb an der Nasenspitze und am Bauche. Die Hörner sind auffallend groß und ragen stracks am Kopfe empor. Obgleich im Allgemeinen dieses Vieh weit größer ist als das zahme Hornvieh, so ist es doch flüchtiger und schmächtiger, und wenn es verfolgt wird, läuft es ost besser als Pferde, die den Büffel leicht einholen. Diese Thiere wagen sich selten weit in die Prairien vor und werden gewöhnlich in oder bei den Waldungen gefunden, welche die Flüsse dieser Region umgürten. Zhr Fleisch hat einen vortrefflichen Geschmack, und ihr Fett ist so hart und gediegen, daß es selbst in heißen Sommertägen nicht schmilzt. Man vermuthet, daß das wilde Rindvieh die Nachkommenschaft der Rinder bildet, welche die ersten spanischen Abenteurer einführten. Alle Versuche übrigens, diese Thiere zu zähmen, sind bis jetzt mißlungen.
Wagenschmiere ans Kartoffeln»
Man nimmt 4 Pfund gekochte und geriebene Kartoffeln, chut dazu 1 Pfund Theer und mischt beides untereinander.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.


