Ausgabe 
30.4.1845
 
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764)

then bei

Zu vermiethen.

Eine Stube ohne Möbel ist zu vermie- Christian Zugbard,

Lit. A. JV6 166.

754) Zn Lit. E. A& 18. vor dem Selters- tbor ist ein möblirtes Zimmer mit der Aussicht auf die Schoor.

Vermischte Nachrichten.

758) Frankfurter Lebensversicherungs-Gesellschaft, bestätigt durch Beschluß hohen Senats der freien Stadt Frankfurt,

Grundcapital

Di*ei Millionen Gnlclen.

Die von hohem Senate bestätigte Frankfurter Lebensverficherungs- Gesellschaft, versichert Capitalien und lebenslängliche Renten, welche nach dem Ableben des Versicherten an seine Erben oder an jede andere von ihm bezeichnete Person oder an den Inhaber der Police be­zahlt werden; gewährt Versicherungen, deren Beträge nach einer bestimmten Reihe von Jah­ren an den Versicherten selbst oder an seine Erben bezahlt werden; constituirt Leibrenten, so daß man je nach Verschiedenheit des Alters 10 bis 17 vom Hundert jährliche Zinsen erlangen kann. Der Wir­kungskreis der Gesellschaft umfaßt alle Geschäfte, die in anderen Formen durch Ausstattungs-An­stalten, Wittwen- und Sparkassen, vollzogen werden.

Die auf Lebenszeit Versicherten sind an dem Gewinne der Gesellschaft betheiligt, ohne daß sie von den möglichen Verlusten betroffen oder zu Nachzahlungen angehalten werden können. Prospectus und Tarife, so wie jede weitere Auskunft, können bei dem unterzeichneten Hauptagenten empfangen werden.

(Diese Gesellschaft hat mit der Frankfurter Berficherungs-Gefellfchaft gegen Feuer­schaden durchaus keine solidarische Gemeinschaft; jede dieser beiden Anstalten besitzt ihren vollkommen getrennten Sicherheits-Fonds und besteht kraft besonderer Statuten.)

Gießen im April 1845. Der Haupt - Agent der Frankfurter Lebensversicherungs-Gesellschaft

I. G. Appel.

760) Zur gefälligen Beachtung!

In der Uederzeugung, daß ein verehrliches Publikum das lebhafteste Interesse an einer Anstalt nimmt, deren Hervorrufung einem wahren Bedürf­nisse abhilft, erlaubt sich ein Freund des Kalt- Wasser-Bades Einiges über die Zweckmäßigkeit und den Nutzen des an der Reumühle dahier etab- lirt werdenden Wellenbades mitzutheilen.

Das Badehaus wird über dem Mühlengebälke errichtet, wodurch es von dem oft unangenehmen Nord- und Ostwind, von Sommerfluthen und Un- reinlichkciten, (welche Letztere bei Badchäuser, welche auf dem Lande angebracht sind, nicht zu vermeiden sind), gesichert wird. Durch seine Coustruction wird jeder Zugwind vermieden. Einzelne Ba­destübchen, welche für ältere Herrn reservirt bleiben, machen auch für diese die Badeanstalt zugängig. Ein geschlossener Raum der bequem 25 bis 30 Personen aufnimmt und der im späten Herbste ge­heißt werden soll dient zur Aufnahme von Schwim­mern sowohl als Nichtschwimmern.

Weiteres ist eine bedeckte Halle, mit der Aussicht aus das stark strömende Wasserbecken, ge­eignet, bei günstiger Witterung weitere 30 Perso­nen aufzunehmen.

Der Eingang zur Bade-Anstalt ist für jedes Nichtmitglied geschlossen und fallen deßhalb Besorg­nisse wegen unberufener Zuschauer weg^

Für Nicht-Schwimmer und ältere Herrn ist

bestens Sorge getragen und können Letztere in ab- gethcilten Räumen sich des Alleinbadens erfreuen.

Außerdem bietet die Anstalt für Schwimmer sowohl als Nichtschwimmer vielerlei Annehmlichkei­ten und zwar in der Weise daß für Erstere daö Herabspringen von dem Balkon in das Wasserbecken ein Sturzbad abgiebt, während für die Letzteren mittelst an den Mühlrädern angebrachter Saug- und Druckpumpen ein Sturzbad künstlicher Art be­reitet wird. Das starke Gefäll bietet für jeden Badenden ein Wellenbad trefflichster Art, sowie denn auch allerlei Vorrichtungen und Geräthschaf- ten dazu dienen angenehme Unterhaltung verbunden mit zweckmäßiger Bewegung derselben zu schaffen.

Die nöthigen Dienstleistungen besorgt ein Badewärter. Da der Herr Unternehmer keines­wegs von pecuniärem Zuteresse geleitet wird, son­dern einzig und allein einem lang gefühlten Be­dürfnisse abzuhelfen gedenkt, so werden gewiß mit jedem Jahre neue Annehmlichkeiten den Mitgliedern geboten. Auch selbst der sebr geringe Preis von 1 fl. 45 fr. jährlich dürfte der Anstalt zur Empfehlung gereichen.

759) Dem Wunsche vieler meiner geehrten Gäste zu begegnen, zeige ich hiermit ergebenst an, daß jeden Samstag, Abends 7 Uhr, Table dhote anzutreffen ist, wozu höflichst einladet

Westfälischer Hof den 29. April 1845.

Ehr. Brauneck.