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Edictalladung.
549) _ Maria Johannette (Sophie) König, die Tochter des gewesenen Waldsörsters Johann Heinrich König aus Gießen, geboren 1774, bat sich in den 1790r Jahren von hier, mit N. Schiefcrstein aus Launspach, im Königlich Preußischen Amt Atzbach gebürtig, welcher zum Kaiserlich Oestreichi- schcn Militär getreten sein soll, entfernt, wonach das ihr später zugefallene väterliche Vermögen durch einen Curator bisher verwaltet worden, welches nun bis auf 1229 fl. 59 fr. angewachsen ist. Die Abwesende, welche mit vorgenanntem Schieferstein angeblich verheirathet gewesen sein soll, hat niemals Nachricht anher gelangen lassen, und da sie nun das 70te Lebenssahr zurückgelegt haben würde, ist von ihren nächsten Verwandten um Ueberlaffung des Vermögens angesucht worden, weshalb man die Maria Johannette Sophie König, angeblich verebelichte Schieferstein oder deren Leibeserben hiermit auffordert, sich binnen zwei Monaten dahier zum Empfang des Vermögens zu melden und zu legitimiren, widrigenfalls solches den sich legitimirt habenden Jntestaterben vorläufig zum Bezug der Zinsen, überwiesen werden wird. Zugleich werden diejenigen Verwandten der Abwesenden, welche gleiche oder nähere Ansprüche an der Erbschaft zu haben vermeinen sollten, solche vor Ablauf der vorbestimmten Frist dahier anzuzeigen und zu begründen, aufgefordert.
Gießen den 24. März 1845.
Gr. Hess. Stadtgericht.
In Verhinderung des Gr. Stadtrichters Habcrkorn.
Besondere Bekanntmachungen.
845) Alle Diejenigen, welche Forderungen an die Stadtkasse zu machen haben, welche noch zum Rechnungsjahr 1844 gehören, werden hiermit aufgefordert, die betreffenden Rechnungen binnen 3 Tagen zur Dccrctur einzugeben.
Gießen den 15. Mai 1845.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
846) Diejenigen, welche Holzstciggelder von den, am 16. December 1844. und 28. Januar 1845. in den städtischen Waldungen abgchaltenen Versteigerungen an die hiesige Stadkcaffe verschulden, werden hiermit aufgesordert, solche innerhalb der nächsten 8 Tage an die Stadtcasse zu berichtigen.
Gießen am 14. Mai 1845.
Der Stadtrechner Nern.
Versteigerungen.
847) Da die auf den 14. d. M. ausgeschriebene Holzversteigerung im Gießer Stadtwald ein- getrctener Hindernisse wegen nicht abgehalten werden konnte, so ist hierzu Termin
auf Montag den 19. d. M.
bestimmt, und wird Morgens präcis 9 Uhr im Distrikt Utersbrunnen an der Grünbergerstraße der Anfang gemacht.
Gießen den 15. Mai 1845.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
848) Nachfolgende städtische Arbeiten, als:
1) Schreinerarbeit, im Voranschlag zu Hfl. 30 fr.
2) Schlosserarbcit, „ „ „ 4 „ 48 „
3) Glascrarbeit, „ „ „ 10 „ 42 „
4) Drahtflechterarbcit, „ „ 5 „ — „
5) Pflasterreparaturarbeiten, ,, 162 ,, 7 „ sollen
Donnerstag den 22. d. M., Morgens 10 Uhr, auf dem hiesigen Rathhaus an den Wenigstnehmenden versteigert werden.
Gießen den 15. Mai 1845.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
818) Holzversteigerung im Revier Hohensolms betreffend.
In nachbenannten Domanialwaldungen werden an folgenden Tagen, jedesmal
früh 8 Uhr angehcno,
gegen die bei der Versteigerung befannt gemacht werdenden Bedingungen, nachbemerfte Holzsortimente öffentlich versteigert, als:
Montag den 19. Mai c.
im Jselscheid, nächst Krumbach an der Chaussee, nemlich:
1) 9 Stecken Buchen-Prügelholz,
2) 192 Schlagbaufen, mitunter eichenes Nutzholz; dann Mittwoch den 21. Mai c.
im Walddistrict Helfholz, auf einer bequemen Abfahrt, nächst dem Erdaerfeld hin, folgendes Gehölz dem Verkauf ausgesetzt, als:
1) 7 Eichen - Stämme von 12—14 Zoll Stärke
und 10—25 Fuß Länge, Gr. Hess. Maas, 141 Kubikfuß haltend,


