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genannte Person kein Zweifel erwarbst und die gegebene Stimme nicht als ungewiß verloren gehe; ferner nicht mehr Namen auf die Stimmzettel zu schreiben, als Personen zu wählen und durch die darauf stehenden Ziffern angedeutet sind.
VIII. Andere Abstimmungen, als auf die von dem Unterzeichneten ausgctheilte und nnmmerirten Stimmzettel, sind ungültig und finden keine Berück- sichtigung.
IX. Wird den Wählern empfohlen, sich die Nummer ihrer Stimmzettel zu merken, damit sie sich demnächst durch Einsicht drr Abstimmungsund Zähllisten überzeugen können, daß ihre Abstimmungen richtig eingetragen worden sind.
X. Die Ortsbürgerliste kann von Jedem einge- sehen werden, um sich daraus über die Bezeichnungen und Qualifikationen der von ihm zu Wählenden zu verlässigen — außerdem erbietet sich der Unterzeichnete, Denjenigen, welche etwa über die Wählbarkeit eines oder des andern Ortsbürgers Zweifel hegen sollten, darüber Auskunft zu crtheilen.
Zum Schluffe hat man nur noch die Erwartung auszusprechen, daß die Wähler ihre Stimmen nur solchen Ortsbürgcrn geben, die nach ihrer Ueberzeugung die für das Amt eines Gemeinde- rathsmitgliedes erforderliche Befähigung — und zugleich den redlichen Willen besitzen, das Staatsund Gcmeindewohl zu wahren und zu fördern.
Gießen den 28. Februar 1844.
Der Wabl-Eommiffair Dr. Spamer, Großh. Kreis-Secretair.
Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand-und Leih-Anftalt.
269) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt deren Pfänder in den Monaten: July, August, September, October November u. Deccmber 1843 verfallen sind, werden aufgefordert bis zum
30. März d. I., entweder einzulöscn oder zu prolongiren als sonst deren Versteigerung am
2. Mai d. I.,
stattfindet. Unterpfänder aus wollenen Stoffen, die bereits sechs Monate im Versatz waren, können nicht mehr prolongirt, sondern müffen gegen Baar- zahlung eingelöst werden
Die Herrn Bürgermeister werden ersucht Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen am 24. Febr. 1844.
Die Gr. Pfandhansverwaltung, Bieler. Pfeil.
Versteigerungen.
301) Montag den 15. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus nachbenannte, den Erben des Bürgers und Fuhrmanns Johann Philipp Noll dahier, zustehende Immobilien öffentlich meistbietend, wegen Erbvertheilung, versteigert werden: Ordn.« Flächeninhalt
Nr.
1) 26 Klst. — Rth. % Wohnhaus, % Scheuer mit Stallung, Grund und % Hofraum auf dem Rei- chensanv, neben Heinrich Wenzel;
2) 45 „ 13 ,, Grabgarten bei der Hofraithe IrKl., 13 kr. abgel. Grdrte.;
3) 229 „ 69 „ Acker auf dem Hadergraben, neben Christian Löber, 1 sl. 22% kr. abg. G rdrte., 3r Kl.;
4) 118 „ 35 „ Acker auf der großen Weid, neben Joh. Phil. Okel jun., % 2r, % 3r Kl., zfrei, 52 kr.
abg. Grdrte., mit Klee;
5) 417 ,, 120 „ Acker am Schwarzacker, neben Phil. Möhl, Andr. Konrads Sohn, %3r, % 4r Kl., zfrei, mit Korn besäet;
6) 254 „ 73 „ Acker am Barresgraben, neben Jacob Weller zu Kleinlinden, % 4r, % 5r Kl., zf.;
7) 525 „ 152 „ Acker in den Rödern, neben Bernhard Frech's Wittwe, 1 fl. 8% kr. abg. Grdrte., 4r Kl., zfrei, % mit Wintersamen, % mit Klee;
8) 214 „ 62 „ Acker in den Rödern, neben I. H. Busch im Garten, 30% kr. abg. Grdrte., 3r Kl., mit Waizen besäet;
9) HO - 32 „ Acker daselbst, neben Heinr. Huhn, 6% kr. abgel. Grdrte., 4rKl-,zf-, mit Waizen besäet;
10) 78 „ 21 „ Acker am Atzelbusch, neben Kaspar Stoß, 6% kr. abg. Grdrte., % 3r, % 4r Kl., zfrei., mit Korn besäet;
H) 137 „ 40 ,, Acker bei der alten Sandkaut, neben Georg Heinrich Kraus, 4 fr. abg. Grdrte., 4r Kl.;
12)171 „ 50 „ Acker am Erdkauterweg, »eben Philipp Peter Pistor und Philipp Lotz, 1 fl. 1 % kr. abg. Grdrte, % 3r, %4rKl.,zf.;
13) 353 „ 103 „ Acker vor der Erdckaut, neben Ludwig Dörr, 23%kr. abg. Grdrte., 4rKl., zfrei.;


