Ausgabe 
27.5.1843
 
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Wir bringen dies mit dem Bemerken znr allgemeinen Kenntniß, daß auch auf diesen Märkten für Zuchtstiere, welche nicht verkauft werden konnten, insofern sie tüchtig waren, Wegentschädigungen aus- bezahlt werden, und zwar, wenn sie zwei Stunden und weiter hergekommen sind, 24 fr. für jede Stunde der Entfernung.

Gießen den 7. Mai 1843.

Der Präsident des landwirtbschaftl. Vereins von Oberhessen.

In dessen Verhinderung,

Schneider.

19) Ein hölzerner Maasstab, ein Gürtel mit einer Schnalle, eine Schecrc und ein Sacktuch

sind gefunden und auf Gr. Polizeibürea« dahier abgegeben worden.

Gießen den 24. Mai 1843.

Edictalladung,

771) Auf eine von der Ehefrau des Johannes Groß, Anna Mana, geb. Binzer zu Bottendorf, wider gedachten ihren Ehemann, auf den Grund der böslichen Verlassuug bei dem unterzeichneten Gerichte erhobene Ehescheidungsklage und den von dem Untergerichte desfalls eingeforderten ordnungs­mäßigen Bericht, wird der genannte Johannes Groß hierdurch vorgeladen, um binnen einer Frist von drei Monaten sich so gewiß auf erwähnte Klage durch einen hiesigen bevollmächtigten Obergerichts- Anwalt vernehmen zu lassen, als sonst in seinen Ungehorsam er der böslichen Verlassuug für gestän­dig erachtet, mit seiner Vernehmlassung ausgeschlossen und weiter w. R. erkannt werden wird.

Marburg am 28. April 1843.

Kurfürstl. Obergericht, Civil-Senat der Provinz Oberhessen.

Bickell.

Besondere Bekanntmachungen.

850) Daniel Vogt, Georg Daniels Sohn, le­dig, Metzger dahier, hat sich freiwillig unter Cn- ratcl des Polizeisergeantcn Keßler daselbst be­geben, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß Vogt ohne Einwilligung seines Curators keine Verbindlichkeit irgend einer Art gültig cingehen kann.

Etwaige Forderungen gegen denselben sind binnen 14 Tagen anzumelden.

Gießen den 19. Mai 1843.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. Dr. Zimmermann.

868) In Folge der im vorigen Jahr stattge­habten Mißerndte ist die Leihkaffe bisher sehr in Anspruch genommen worden, und können daher ausnahmsweise Capitalien von mehr als 200 ft. bei der Sparkasse angenommen werden.

Diefenigen, welche geneigt sind, größere Capi- talien bei gedachter Casse anzulegen, wollen sich daher an den auf den Mittwoch bestimmten Ge- schäftstagen bei dem Unterzeichneten melden.

Gießen den 26. Mai 1843.

Der Rechner Kehr.

Versteigerungen.

856) Donnerstag den 8. Ium d. I., Vormittags 9 Uhr,

sollen in der Registratur des Unterzeichneten im ehemaligen Regierungs-Canzleigebäude ungefähr 15 bis 20 Cciitner unbrauchbare Acten gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Man bringt dieß mit dem Anfügen zur öffentli­chen Krnntniß, daß am Tage vorher in den ge­wöhnlichen Büreaustunden die Vediligungen, sowie die Acten, eingesehen werden können.

Gießen am 19. Mai 1843.

Gr. Prov. Commissär der Provinz Oberhessen K. C. Knorr.

874) Die am 22. d. M. in dem Distrikt Heeg­strauch und Maguuswäldchen abgehaltene Haide-, Moos- und Laubverstcigernng ist nicht genehmigt worden, was mit dem Anfugen bekannt gemacht wird, daß diese Versteigerung

Montag den 29. d. M, Nachmittags 6 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause nochmals abge­halten werden wird.

Gießen den 25. Mai 1843.

Der Bürgermeister Gg. Reiber.

801) Die Oellieferung für die städtische Laker- nenanstalt, vom 1. Juli 1843 bis Ende Juni 1844, in circa 26 Ohm bestehend, sodann die Lieferung des Dochtgarns und der Talglichter oll