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Zur Verständigung des Publikums wird übrigens noch ausdrücklich bemerkt, daß die Metzger seit der Publication des neuen Octroi-Neglements bei der unterzeichneten Behörde keinerlei Gesuch um Erhöhung der Fleischtare eingereicht haben, ferner, daß denselben früher schon die Zusicherung gegeben worden, es werde der neue — übrigens verhältnißmäßig nur unbedeutende — Octroi-Ausschlag bei demnächstiger Regulirung der Fleischtare gehörig berücksichtiget werden, endlich daß die unterzeichnete Behörde jetzt schon eine, nach dem Durchschnittspreise der umliegenden Städte berechnete Erhöhung der Fleischtare beabsichtigte und diese Absicht dein Zunftmeister kund gegeben bat.
Gießen den 30. August 1843.
Der Großh. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen
Prinz.
Die kreisrätbliche Verfügung vom 5. August 1840 (Siehe Anzeigcblatt .AS 32 von 1840) wo« nach das Reiten, Fahren und Viehtreiben auf den Banquets (Fußbänken) der Straßen und Gassen hiesiger Stadt sowohl innerhalb al's außerhalb der Stadtthorc bei Strafe verboten ist, wird mit dem Anfügen hierdurch cingeschärft, daß unter diesem Verbote auch diejenigen Slrcckcn vor den Stadtthoren begriffen sind, welche früher als Sommerweg benutzt, nunmehr aber durch Placatc als „Fußpfade" bezeichnet worden sind und namentlich vor dem Selters, und Walllhor bis an die letzten an der Chaussee gelegenen Häuser reichen.
Gießen am 1. September 1843. Der Großh. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen
Prinz.
33) Eine Wagenkette, ein goldener Ohrring ein Sporn und ein Schuh
sind gefunden und auf Großh. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 7. September 1843.
Besondere Bekanntmachungen.
4429) Der im Kalender auf den 11. und 12, October angezeigte Vieh- und Kra- mermarkr zu Gießen wird wegen der jüdischen Feiertage den 19. und 20. September d. I. abgehalten werden.
Gießen den 4. September 1843.
Der Gr. Bürgermeister Gg. Reiber.
1440) Der durch zwei neue Mitglieder ergänzte Wiesenvorstand der Stadt Gießen besteht jetzt aus folgendem Personal:
1) Herrn Ludwig Herbert, Wirth,
2) „ Kempf, jun., Postmeister,
8) „ Zustuö Müller, Gastgeber,
4) ,, Sack, Feldgeschworner,
5) ,, Seipp, Weinbändler und
6) „ Christ. Wallenfels, Bäcker.
Ich bringe dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß.
Gießen den 4. Sept. 1843.
Der Gr. Bürgermeister Gg. Reiber.
Versteigerungen.
1402) Donnerstag den 14. September d. Z. und die folgende Tage von
Vormittags 8 und des Nachmittags 2 Uhr an, sollen diejenigen Gegenstände, welche wegen rückständiger Domanialgcfälle für Großh. Rentamt dahier gepfändet worden sind, auf dahiesigem Rathhause meistbietend versteigert werden, und zwar:
1) wegen
3 fr.
27 kr. Schuld 6 Stühle,
2) „
58 „
30 ,, „ 2 Ochsen,
3) ,,
H „
32 „ „ 1 Tisch und 1
Kommode,
4) „
14 „
2 ,, ,, 1 Kuh,
5) „
37 „
oO ,, ,, 1 Kuh,
6) ,,
45 „
2 „ „1 Kuh,
7) „
12 „
52 „ „ 1 Schrank und
1 Kommode»
8) „
75 ,,
30 „ „ 2 Kühe,
9) „
35 „
10 „ „ 1 Kuh,
10) „
8 „
32 „ „ 1 Tisch und 1
Kommode,
H) „
10 „
22 ,, „ 1 Schrank, 1
Tisch und 4 Kommode,
12) ,,
17 „
35 ,, ,, 1 Schrank und
1 Kommode,


