Beilage zrE I3 des Anzeigeblatts der Stadt Giessen

456) Wohmtttgs-Veränderung.

Ich wohne nicht mehr in der Waltthorstraße, sondern bei Schneidermeister Walther in der Hintergaffe, neben dem Herrn Neallehrer Stein.

Zugleich bemerke ich, daß ich auch während der Ferien Unterricht im Schreiben, Zeichnen, Rechnen und im kaufmännischen Buch­balten ertheile. Zm Laufe des Frühjahrs und Sommers werde ich meine Zeichnen < Schüler wöchentlich einige Stunden nach der Natur zeichnen lassen, und dieselben im Aufnehmen von Gegenständen im Freien unterrichten- wo­durch ich dem mangelhaften Zeichnen-Unterricht nach Vorlagen abhelfcn werde.

B. Falk en berg.

493) Gartsnlogis-Gesuch.

Für den bevorstehenden Sommer wird in der Umgebung der Stadt ein Gartenlogis (ohne Meubles) zu miethen gesucht. Dasselbe-soll nur für den Tagesaufenthält benutzt werden, und ge­nügt deshalb ein Zimmer oder auch ein blostsGar- kenbäuschen. Haupterforderuiß dabei ist ein freund­licher Garten und schöne Lage desselben.

Anträge besorgt die Erpeditiou d. Bltts.

511) Es wird eine eiserne Gcldkiste zu kaufen gesucht. Näheres crtheilt die Redaction d. Bltts.

Literarische Anzeige.

494) Bei Zoh. Ulr. Landherr, Firma: I. D. Clasfische Buchhandlung in Heil­bronn ist so eben erschienen:

Neues ÄeberbÜd- ».Muster buch zur Beförderung

der edlen Leinen- u. Bildweberkunst, auf 74 neu revidirten Kupfertafeln, herausgegeben und mit dienlichen Anweisungen und deutlichen Erklärungen versehen von

Johann Michael Äirschbanm,

Webermeister zu Heilbronn am Neckar.

Sechste Original-Auflage.

Folio. Fein Knpferdruckpapier, Preiß 4fl.3stkr.

Sechs starke Auflagen dieses in Deutschland einzigen, schön in Kupfer gestochenen Original-Weberbuchs der Verleger bestätigen dessen vorzügliche Brauchbarkeit und wir schmeicheln uns, daß hier für die Bild- und Leinewcberkunst die ausführ­lichste, gründlichste und empfehlenswcrthestc Anweisung gegeben ist, wornach sich ein Jeder, der die Weberkunst praktizircn will, ausbilden kann.

Die innere und äußere Ausstattung dieses Buches lassen bei dem niedrigsten Preise nichts zu wünschen übrig.

. Vorräthig in Gießen bei

G. F. Heyer, Sohn.

527) Unterzeichnete empfiehlt sich einem geehr­ten Publikum im Bügeln und Fälteln, sowohl in als auch außer dem Hause, und bittet um geneig­ten Zuspruch. Elisabethe Kranz,

wohnhaft bei PH. Römer in der Löwengasse.

Frischbacken.

Den 2. April. Jacob Vogt in der Wallthorstraßc. Balihasar Weidig in der Neustadt. Heinrich Noll auf der Mäusburg. Ludwig Kämmerer auf dcni Selterswcg.

533) Es werden einige Morgen Ackerland zu leihen gesucht. Von wem? sagt Ausgeb. d. Blts.

525) Ich lasse circa 5060,000 Stück Lehm­steine verfertigen, Arbeiter, welche hierauf rcflccti- rcn, wollen sich bei mir melden.

Heinrich Rothauge.

500) Es wird ein Kinderwägelchen zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Redaction d. Bltts.

501) Ein junger Mensch, welcher gesonnen ist, die Schuhmacherprofession zu erlernen, kann in die Lehre treten bei I. Wagner,

Schubmachermeistcr.

537) Zm Buschischen Garten wird ein braves Mädchen in Dienst gesucht, welches in häuslichen Arbeiten erfahren ist.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst. Am 2. April. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath l)r. Engel.

Kopulirte. Den 26. März. Konrad Martin Baltha­sar ^eremms Schmidt, Burger und Meßgermeister dahier des verstorbenen hiesigen Bürgers und Metzgermcisters, Jacob Balthasar Schimdt, ehelicher Sohn; und Marie Dororhea Johannette Magck, des hiesigen Bürgers und Fuhrmanns Johann Konrad Magel, eheliche Tochter.

Denselben. Friedrich Karl Wirth, Bürger und Schrei, urr Zahler, des hiesigen Bürgers und Schreinermeisters, Jacob Wirth, ehelicher Sohn; und Anna Katharine Schuster de^vttstorbcnen Bürgers in Wetzlar, Friedrich Schuster, ehe- m M. März. Daniel Heinrich Casimir Ludwig ^Eurger dahier, des hiesigen Bürgers, Johannes Belz, ehelicher Sohn; und Susanne Frank, des verstorbenen Orts-

Daniel Frank in Obcrroden, im Kreise Offenbach, eheliche Tochter. "

Getaufte. Den 26. März. Dem Lehrer an der Großherzoglichen Realschule dahier, l)r. Karl Jacob Ettlina eine Tochter, Julie Sophie Henriette, geboren den 6.«' . . Denselben. Dem Bürger, Andreas Orbig, ein Sohn' Heinrich Christian Emil Karl, geboren den 13. März y