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Zahnkitt,

von Maurice & Langlumc in Paris.

Preis pro Etui mit Gebrauchsanweisung 1 Rthlr.

Ganz bewährtes Mittel, um sich mit der größten Leichtigkeit schadhafte und hohle Zäbne auszukitten, dieselben, gleich anderen gesunden Zähnen, wieder tauglich zu machen, und die durch Zutritt der Luft und Speisen öfters entstehenden Zahnschmerzen, so wie einen übelriechenden Geruch aus dem Munde

gänzlich zu vermeiden.

Carl Frech.

1055) während der bereits begonnenen neuen Einrichtung meiner Apotheke nehmen die Geschäfte in einem anderen Local des Hanfes ununterbrochen ihren Fortgang, zn welchenr der Eingang durch die in der Caplaneigaffc neu angelegte Hausthüre Statt findet. Wer benötbigt ist, Nachts die Apotheke in Anspruch zu nehmen, der ziehe die Schelle an der Ecke des Hauses nach der Seite des Herrn Jacob Landauer.

von St. George.

1052) Zur 3. Ziehung

am 1. August a, c.

der Großh. Baden'schen fl. 50 Loose vom Jabre 1842, sind Original-Obligations-Loose billig zu be­ziehen durch S. Hirsch.

555) KeineHühneraugen mehr!

Unfehlbares Mittel, um Hühneraugen ans eine ganz schmerzlose Weise, und zwar in der kürzesten Zeit auf immer auszurotte:, ist in versiegelten Schachteln, mit Originalbeschreibnng versehen,

die Schachtel ä 35 fr., allein ächt zu haben, bei

Carl Frech.

1048) Vielfacher Nachfragen wegen zeigt hier­mit der Vorstand des Liederkranzes an, daß die Auf­nahme neuer Mitglieder nur einmal jährlich Statt findet, nämlich vom ersten bis letzten September jeden Jahres. Eigenthüinlicher Verhältnisse- wegen wird aber in dienern Jahre die Aufnahme zu­gehender Mitglieder'schon im Laufe dieses ÄRv- nats vorgenommen, und es werden deshalb alle diejenigen hiesigen Bürger und Bürgersöhne, welche einzutreten wünschen, eingeladen, sich baldigst bei Herrn Blaufärber Plank in der Neustadt anzu­melden, bei welchem auch die Statuten eingesehen werden können.

Gießen den 4. Juli 1842.

Der Vorstand des L.iederkranzes.

1054) Untrügliche

tvuuzen-vertilg nng s-P o m ad e ä 22 fr. per Töpfchen bei

Carl Frech.

1060) Ein Kinderwägelchen wird zu kaufen gesucht. Von wem? sagt Ausgeber d. Blts.

1072) Es wird in der Stadt Gießen und deren Umgegend Klage über den Eigennutz und die Be- trüglichkeit mehrerer Steinbacher Wirthe geführt, daß sie sowohl während des Brandes, als auch den darauf folgenden Sonntag sehr schlechte Getränke theuer verkauft hätten. Wir wollen diese Beschwer­den keineswegs für nichtig und grundlos halten, sondern die Einwohnerschaft Gießens bitten, den armen Unglücklichen, wegen der Schlechtigkeit ein­zelner ihrer Mitbürger, ihr Wohlwollen nicht -zu entziehen.

Seit Anlegung der Provinzialstraße von Gießen nach Lieh hat es in Steinbach, wie auch an andern Orten, viele Wirthschaftsetablissements gegeben, die wegen der großen Concurrenz und der geringen Entfernung beider Städte von einander nicht son­derlich prosperiren können und daher das schreck­liche Ereigniß vom 28. v. M. mit habsüchtiger Begierde, zu ihrer Bereicherung, auszubeutcn suchten. Wir erinnern dagegen, daß viele Einwohner auf der andern Seite des Dorfes, die nur wenig vom Feuer ergriffen worden war, die vom Löschen er­müdeten Fremden gerne in ihre Häuser aufnahmen und mit Kaffe, Bier und Brandwcin gastfrei be- wirthcten, und kann überhaupt der gute Name, den die Gemeinde Steinbach mit Recht hat, durch ei­nige gewinnsüchtige Wirthe und unverschämte Bett­ler nicht leiden.

Steinbach den 6. Juli 1842.

Das Local-Unterstützungscomite für die Abgebrannten.

Anzeige an das Gießer Publikum.

1056) Es ist uns zn Obren gekommen, daß manche fremde Bettler sich für Steinbacher Abge­brannte ausgebcn und die Mildthätigkcit der gegen uns so edel und christlich handelnden Bewohner Gießens schändlich mißbrauchen. Wir ersuchen daher unsere guten Nachbarn, jeden, der unser Unglück zur Beschönigung seiner unverschämten Zudringlich­keit benutzen will, ohne Weiters, auch selbst wenn es ein Steinbacher sein sollte, abzuweisen da ja für diese durch edle Menschenfreunde auf die zweck­mäßigste Weise gesorgt wird. Schließlich drücken wir einem verchrlichen Stadtrathe, allen Studi- rcnden, Hohen und Niederen nochmals unfern wärmsten und herzlichsten Dank für ihre brüderliche Tbeilnahme aus.

Steinbach den 5. Huli 1842.

Der Kirchen-, Orts- und Schulvorstand.